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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1908-10-01 · Heft 10 (Oktober 1908) · p. 145

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
4 (1908)
Issue
Heft 10 (Oktober 1908)
Article
Inhalt
Date
1908-10-01
Page
145 (sequence 1)
Language
German
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lMbDiiaili Erscheint monatlich. —Abonnementspreis — für das ganze Jahr 6,—M. für das halbe Jahr 3,50 M. Herausgegeben vom Bureau für Statistik der Juden Berlin-Halensee, Johann Sigismundstr. 3. Zu beziehen durch das Bureau für Statistik der Juden, HerÜn-Halensee, Johann Sigismundstr. 3. Redigiert von Dr. Arthur Runnin und Dr. Bruno Blau« 4« Jahrgang, Oktober 1908. Heft No. 10. INHALT: (Die nicht von den Verfassern gezeichneten Artikel sind Arbeiten des Bureaus für Statistik der Juden.) h Abhandlungen. Dr. Elias Auerbach, Berlin: Die Sterblichkeit der juden in Budapest 1901—1905. — Dr. Arthur Ruppin, Jaffa : Die Zahl der Juden in der Türkei. [I, Statistisches Archiv. Eheschließungen von Juden in Dresden 1905 und 1906. — Austritte aus dem und Üier* tritte zu dem Judentum in Dresden. — Alkoholismus und Schwachsinn der Kinder. — Zur anthropologischen Stellung der Juden. — Die Verteilung der Juden in Elsaß-Lothringen im Jahre 1905. Nachdruck der Abhandlungen ist nur mit besonderer Genehmigung des übrigen Inhalts nur mit vollständiger Quellenangabe gestattet. Die Sterblichkeit der Juden in Budapest 1981—1905. Von Dr. Elias A In Budapest wohnen heute über 180000 uden. Die Stadt verfügt über ein vorzügiches statistisches Bureau, das alle wichtigeren uigaben über die Sterblichkeit nach Konfesionen gliedert. So günstige Umstände für ie statistische Erforschung der Todesursachen es jüdischen Stammes werden wir kaum gendwo sonst auf der Erde finden. Die Pathologie eines Volkes läßt sich aus er Sterblichkeit allein freilich nicht erschließen. *ie gewaltige Bedeutung der Greisteskrankeiten und anderer, die nicht zum Tode führen, ommt in der Sterblichkeits-Statistik nicht zum usdruck. Aber da eine Krankheitsstatistik l dem Umfange, wie sie zu diesem Zwecke -forderlich wäre, überhaupt nicht zu erhalten t, müssen wir mit der Ausbeute zufrieden 'in, die eine Sterblichkeits-Statistik uns gibt, n vielen Stellen werden wir zeigen können, ' uerbach, Berlin. j daß die Zahlen nur bei vorsichtiger und umsichtiger Befragung die richtige Antwort geben, und daß oft genug bisherige Urteile auf eine übereilte Schlußfolgerung aus rohen Zahlen zurückzuführen sind. Die Hauptfrage, die es zu entscheiden gilt, ist die Frage, ob die Juden als Rasse besondere Erscheinungen im Verhalten gegenüber bestimmten Krankheiten und Krankheitsgruppen zeigen oder nicht. Hier heißt es äußerst vorsichtig urteilen. Wir werden sehen, daß vieles, was in diesem Sinne gedeutet wurde, seine Erklärung durch ganz andere Momente erhält, daß aber genug Züge übrig bleiben, die ein scharf umrissenes Bild einer jüdischen Rassenpathologie geben. Wir haben das Jahrfünft von 1901—1905 zur Darstellung der Sterblichkeit der Juden gewählt. In diesem Zeitraum ist nur an ein-

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