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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1908-07-01 · Heft 7 (Juli 1908) · p. Seite 111

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
4 (1908)
Issue
Heft 7 (Juli 1908)
Article
Ehetrennungen von Juden in Ungarn
Date
1908-07-01
Page
Seite 111 (sequence 2)
Language
German
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— Iii — und Bett in den Jahren Prozessen waren beteiligt jüd. im Jahre 1903 „ , 1904 „ „ 1905 . . 1906 1903—1906 beendigten Ehejüd. Ehefrauen 278 357 345 317 Ehemänner 256 357 344 316 Auffallend ist hierbei die große Steigerung vom Jahre 1903 zum Jahre 1904; seither ist die Zahl sowohl für die jüdischen Männer als auch für die jüdischen Frauen gefallen. Was die im Jahre 1906 beendeten Prozesse anlangt so betrafen 306 Fälle rein jüdische Ehen, 10 Fälle Ehen, bei denen ein jüdischer Mann und 11 Fälle Ehen, bei denen eine jüdische Frau in Mischehe lebte. Und zwar waren von den Männern 8 mit einer römisch-katholischen und 2 mit einer evangelischen Frau verheiratet; von den Frauen lebten 9 mit einem römisch-katholischen und je eine mit einem evangelischen bezw. einem griechischorientalischen Manne in Mischehe. (Ungarisches Statistischesjahrbuch, Neue Folge, XIV.) Stockholm. Die 3ahl der Juden in Stockholm. Nach dem Statistik Arsbok for Stockholm für 1906 gab es in Stockholm im Jahre 1905 männl. weibL zusam« Einwohner 14650 177306 323866 darunt Jud, 708 716 1424 717 712 1429 Die Juden sind also an der Gesamtbevölkerung Stockholms mit nur 0,43% beteiligt. im Jahre 1906 männls weibl, zusam 149254 182077 331331 Argentinien. Die argentinischen Kolonien der ICO* In dem letzten Jahresberichte der Jewish Colonization Assoziation findet sich folgende Tabelle über den Stand der Bevölkerung in den argentinischen Kolonien am 31. Dezember 1906: Kolonisten Einwander. zusammen Kolonien Ions. S elen E elen 1 elen c X £ <u V) <s tu 4> V) PS u_ u V) Mauricio 192 252 1 330 502 872 457 2 202 Clara 493 619 3 272 117 673 736 3 945 Lucienville 218 271 1 595 103 586 374 2181 Moisesville 345 448 2 540 78 635 526 3175 Leloir ■ 73 83 450 4 21 87 471 Zusammen 1321 1 673 9 187 507 2 787 2180 11974 Die Kolonien hatten also eine Gesamtbevölkerung von 11974 Seelen. Die am meisten bevölkerte Kolonie ist Clara mit fast 4000 Einwohnern, die kleinste ist Leloir. Die Gesamtproduktion an Getreide betrug im Jahre 1905/1906 307079 Zentner; hiervon entfallen auf Weizen 222228 Zentner, auf Flachs oder Hafer 48906 Zentner und auf Mais 35945 Zentner. 74772 ha wurden besät und 56424 ha abgeerntet Der durchschnittliche Ertrag pro Hektar war in Mauricio 8,67 Zentner „ Clara 4,30 „ Lucienville 4,34 „ „ Moisesville 1,50 „ „ Leloir 3,00 Literatur. Verhandlungen des Vereins für Sozialpolitik über die berufsmäßige Vorbildung der uolhswirffdiafflidien Beamten mit Referaten von K. Bücher und M. Behre n d. Leipzig. Verlag Duncker u. Humblot. Mk. 8,80. Die auf der letzten Generalversammlung des „Vereins für Sozialpolitik" behandelte Frage der Vorbildung der volkswirtschaftlichen Beamten interessiert aus dem Grunde auch die Mitarbeiter und Leser dieser Zeitschrift, weil die Statistiker im allgemeinen der Berufsgruppe der ,,praktischen Volkswirte" zugerechnet werden. Die beiden Referenten befürworteten für den zukünftigen Nationalökonomen einen verschiedenen Umfang juristischer Studien, und auch die Diskussion drehte sich hauptsächlich darum, ob dieselben bei der Kürze eines dreijährigen Studiums zu Juristen mit einigen nationalökonomischen Kenntnissen oder Nationaiökonomen mit einigen juristischen Kenntnissen ausgebildet werden sollten. Darin aber waren sich alle Sprecher einig, wenigstens erfolgte von keiner Seite ein Widerspruch, daß der Statistik auf den Universitäten zu wenig Zeit eingeräumt werde. Prof. Bücher berichtete, daß in vier Semestern von 1904—1906, unter 21 deutschen Universitäten 12 überhaupt keinen Unterricht in der Statistik gehabt haben; eine Universität hatte in vier Semestern nur eine Stunde, zwei je 2 Stunden, drei hatten je 8 Stunden, eine 10, eine 16 und Berlin hatte 25 Stunden. Das sind selbst in Berlin pro Semester nur vier Stunden. Prof. Bücher tritt energisch für Schaffung von Ordinariaten der Statistik an den Universitäten ein, indem er an Beispielen zeigt, welche Blüten die Unkenntnis auf diesem Gebiete oftmals treibt. Noch weiter geht Prof. von Bortkiewicz (Berlin) in der Forderung statistischen Studiums, der in Anknüpfung an Prof. Büchers Ausführungen den mathematisch geschulten Statistiker gegen Verkleinerungen verteidigt und seinen Wert für die einzelnen Zweige der Statistik betont. Er äußert daher den Wunsch, „daß zu der volkswirtschaftlichen Ausbildung auch ein gewisses Maß mathematischen Wissens und Könnens noch hinzutrete" und begrüßt „von diesem Standpunkte aus im Interesse der Ausbildung praktischer Statistiker, die an verschiedenen Universitäten bestehende Einrichtung, daß man bei der Promotion die Mathematik mit den Staatswissenschaften verbinden kann/4 Schließlich vertritt Prof. Ball od JBerlin) die An-

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