Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 4 (1908)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1908)
- Article
- Eheschließungen im Jahre 1905
- Date
- 1908-07-01
- Page
- Seite 110 (sequence 1)
- Language
- German
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Statistisches Archiv. Beutfchlatid. £hekhlidjungen im Jahre 1905* Das 1. Vierteljahrsheft zur Statistik des Deutschen Reiches, 16. Jahrg., 1907 bringt die Zahlen der Eheschließungen in Deutschland im Jahre 1905, die, soweit sie die Juden betreffen, in der Tabelle zusammengestellt sind. Die Gesamtzahl aller Eheschließungen betrug 485906. Rechnet man die Mischehen zwischen Christen und Juden je zur Hälfte den Christen und Juden zu, so kamen im Jahre 1905 unter 10000 Christen .81,66, unter 10000 Juden 70,07 Eheschließungen vor. Die Zahl der Mischehen zwischen 3 Mann jüdsch. Frau Frau jüdisch. Mann Eheschließungen fanden statt im Jahre 1905 in 1 Mann u. Fi 1 jüdisch evangelisch J katholisch | sonst. Christi. sonst, od. unbk. Konf. evangelisch | katholisch J sonst. Christi. sonst, od. unbk. Konf, 57 109 618 208 54 224 310 42 18 86 146 376 342 2 2592 419 49 84 183 159 7 5 148 44 4: 1 9 10 12 14 6 15 12 287 8 17 3 4 15 2 1 1 2 1 3 6 11 1 43 13 3 4 2 6 10 12 8 L 6 104 245 14 390 4001 383 3925 3878 2 1 1 14 Ostpreußen Westpreußen - Stadt Berlin..... Brandenburg Pommern...... Posen ........ Schlesien...... Sachsen ....... Schleswig'Holstein Hannover Westfalen ..... Hessen-Nassau Rheinland Holenzollern..... Königreich Preussen Bayern.......• Königreich Sachsen Württemberg Baden •....... Hessen......• Mecklenb. -Schwerin Sachsen-Weimar Mecklenburg-Strelitz Oldenburg ...... Braunschweig Sachsen-Meiningen Sachs.-Coburg-Gotha Anhalt........ Lübeck ..... Bremen ....... Hamburg Elsaß-Lothringen Uebrig. deutsch. Staat Deutsches Reich . . dagegen im Jahre 1904 im Jahre 1903 im Jahre 1902 im Jahre 1901 Christen und Juden, die im Jahre 1901 im Jahre 1902 auf 626 gesunken war, i 4 26 4 1 361 316 279 244 258 5 4 74 74 68 75 67 14 16 11 8 13 86 21 1 1 10 6 7 5 7 18 25 1 191 13 4 8 4 15 3 1 10 2 1 2 6 5 12 1 58 6 2 2 15 1 22 7 1 255 256 218 217 222 3 9 85 74 70 63 76 16 5 19 11 16 5 1 4 4 2 auf 668, im Jahre 1904 auf 748 und im Jahre 1905 auf 819, also ziemlich erheblich gestiegen. Unter diesen 819 Eheschließungen waren 458 solche zwischen jüdischen Mann und christlicher Frau, 361 zwischen christlichem Mann und jüdischer Frau. Das größte Kontingent zu den Mischehen stellt Berlin und die Provinz Brandenburg (mit den Berliner Vororten.) Nicht weniger als 356 43,47 aller Mischehen (und zwar 143 zwischen jüdischem Mann und christlicher Frau, 126 zwischen christlichem Mann und jüdischer Frau) sind in Berlin und der Provinz Brandenburg geschlossen worden. In Berlin und der Provinz Brandenburg haben unter je 100 heiratenden jüdischen Männern 19,10, unter je 100 heiratenden jüdischen Frauen 16,17 einen christlichen Ehegatten geehelicht. Für ganz Deutschland betrug dieser Prozentsatz dagegen nur 10,26 bei den jüdischen Männern und 8,46 bei den jüdischen Frauen. (Siehe Ii. Jahrgang, Heft 10, S. 158 und I. Jahrgang, Heft 4, S. 8.) Ungarn. Die israelififchen Kultusgemdnden in Ungarn im Jahre 1906. Nach dem Ungarischen Statistischen Jahrbuch, NeueFolge, XIV gab es im Königreich Ungarn am Ende des Jahres 1906 579 Muttergemeinden und 1769 Filialgemeinden. Von den Muttergemeinden waren 271 reformiert und 308 orthodox, von den Filialgemeinden 499 reformiert und 1270 orthodox. Unter den 411 Rabbinern waren 170 reformiert und 241 orthodox; unter den Rabbinatsverwesern, deren Zahl im ganzen 1241 beträgt, gab es 377 reformierte und 864 orthodoxe. Das orthodoxe Element überwiegt also in Ungarn bei weitem. Ungarn. 658 betrug und st im Jahre 1903 Verwandtenehen in Ungarn im lahre 1906. Im 3. Jahrgang, Seite 46 dieser Zeitschrift finden sich Angaben über die Blutsverwandtschaft der Eheschließenden in Ungarn für die Jahre 1901—1904. Die dort gebrachten Zahlen können auf Grund des Ungarischen Statistischen Jahrbuchs, Neue Folge, XIV für die Jahre 1905 und 1906 ergänzt werden. Dispense von dem durch Verwandtschaft begründeten Ehehindernisse wurde erteilt: a) an Brautleute, die Onkel und Nichte oder Tante und Neffe waren überhaupt davon an Juden im Jahre 1905 96 28 29% „ „ 1906 50 17 34 „ b) an Brautleute, die Cousin oder Cousine waren: überhaupt davon an Juden im Jahre 1905 1270 215 17% „ „ 1906 1060 244 23,, Auch diese Zahlen zeigen die verhältnismäßige Häufigkeit der Verwandtenehen unter den Juden. Ungarn. Chefrennungen oon Juden in Ungarn. An den durch Ungiltigkeitserklärung, Auflösung oder Trennung von Tisch