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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1908-07-01 · Heft 7 (Juli 1908) · p. Seite 98

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
4 (1908)
Issue
Heft 7 (Juli 1908)
Article
Aufnahmen von Juden in den österreichischen Staatsverband und Entlassungen aus demselben
Date
1908-07-01
Page
Seite 98 (sequence 2)
Language
German
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— 98 — Tabelle I o Ä 03 Es wurden Juden in den aus dem österreichischen Staatsverband aufgenommen entlassen e absolut prozentualer absolut prozentualster 1885 771 28,22 218 6,23 1886 741 21,59 290 7,13 (540)*) (202) 1887 1225 33,49 185 4,63 (834) (124) 1888 1187 35,01 224 5,94 (818) (151) 1889 794 26,36 196 6,68 (587) (127) 1890 580 24,37 173 5,92 (411) (116) 1891 897 26,46 208 6,07 (658) (143) 1892 787' 26,73 237 6,52 (573) (168) 1893 761 25,86 342 7,04 (555) (173) 1894 688 23,05 213 7,05 (484) (158) 1895 946 26,76 257 9,56 (683) (188) 1896 659 20,62 243 7,56 (476) (171) 1897 616 16,10 281 9,11 (447) (186) 1898 293 10,32 291 8,17 (210) (205) 1899 113 4,41 354 7,96 (63) (231) 1900 175 8,21 341 6,87 (115) (237) 1901 230 7,91 390 8,11 (147) (272) 1902 845 15,59 390 8,18 (610) (268) 1903 1102 17,10 352 7,62 (812) (245) *)Die eingeklammerten Zahlen geben die in den anderen enthaltenen Familienzugehörigen der jüdischen Familienhäupter an. fremde Staatsangehörige. Dies bestätigt die bekannte Tatsache der starken Beweglichkeit des jüdischen Elementes. Dreiviertel (75,7%) aller jüdischen Ausländer waren ungarische Staatsangehörige, von allen christlichen die Hälfte (50,6 %)• Die jüdischen Ausländer erscheinen als ein Bindeglied von nicht unwesentlicher Bedeutung zwischen den beiden Reichshälften der österreichisch-ungarischen Monarchie. Unter den aus dem österreichischen Staatsverband Entlassenen nahmen die Juden einen ganz erheblich geringeren Prozentsatz ein als unter den Aufgenommenen, jedoch ist zu beachten, daß die Angaben über die Entlassungen weit weniger verwertbar sind, als die über die Aufnahmen und nur als Mindestgrenze dienen können. Aus einer Darstellung der Aulnahmen und Entlassungen im Jahrzehnt 1893/1902 mit detaillierter Angabe derKronländer undStaaten , auf die sie sich beziehen, wie sie in Tabelle II und III gegeben ist, folgt, daß das wichtigste Aufnahmegebiet Nieder-Österreich, das wichtigste Entlassungsgebiet Gralizien ist. Im übrigen fanden mehr Aufnahmen als Entlassungen statt in: Triest, Mähren, Schlesien und der Bukowina; aus Böhmen wurden in diesen 10 Jahren 530 Juden mehr entlassen als neue aufgenommen. Es wurden nämlich Juden in den Jahren 1893/1902 entlassen 187 Triest 101 34 Böhmen 217 747 Mähren 812 420 Schlesien 207 109 Galizien 195 1437 Bukowina 82 39 Was die frühere und neuerworbene Staatszugehörigkeit der Aufgenommenen oder Entlassenen betrifft, so findet der regste Austausch zwischen den österreichischen Kronländern und Ungarn statt, von wo jedoch 2971 jüdische Bürger in diesen 10 Jahren mehr aufgenommen wurden als dorthin entlassen (4481 gegen 1510\ \ O O / An zweiter Stelle erscheint Deutschland, wohin sich 624 Juden aus Österreich gewandt haben gegen 270, die aus Deutschland nach Österreich entlassen wurden. Nur Preußen, das höchst ausnahmsweise jüdischen Ausländern das Bürgerrecht verleiht, hat mehr nach Österreich entlassen als aus Österreich aufgenommen (170 gegen 123), in Bayern dagegen wurden aus Österreich 242 jüdische Bürger aufge- Kronland Nleder-Österreäch aufgenommen 3632

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