Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 4 (1908)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1908)
- Article
- Die Gebrechlichen unter den Juden Rußlands
- Date
- 1908-05-01
- Page
- Seite 74 (sequence 3)
- Language
- German
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— 74 — Auf je 100000 der Bevölkerung gab es B 1 in d e : in Preußen (1895) bei Juden 104,8, „ „ (1895) „ Christen 65,3, „Ungarn (1890) „ Juden 76,7, „ „ (1890) „ Nichtjuden 85,8, „ Rußland (1897) „ Juden 101,0, „ „ (1897) „ Nichtjuden 197,0. Das hier vorgebrachte Beobachtungsmaterial erstreckt sich über eine Volksmasse von über fünf Millionen Seelen, die Angaben verdienen deswegen eine ganz besondere Beachtung. Interessant ist die Tatsache, daß bei allen Grebrechlichkeitsarten die jüdischen Frauen besser wegkommen, als die Männer. Das Vorkommen der Geisteskrankeren, sowie der Stummheit und Blindheit ist bei den jüdischen Frauen viel seltener als bei den jüdischen Männern, Vielleicht liegt in dem Bewahren des kräftigen Muttergeschlechts die Lösung des günstigen Resultats der hier vorgebrachten Ziffern. Die bestehenden Mischehen in Preußen und Von Dr phih Arthur R u p p i n, Gelegentlich der Volkszählung von 1905 hat in Preußen wieder wie bei den früheren Volkszählungen eine Ermittelung der bestehenden Mischehen und der Konfession der im Haushalt ihrer Eltern lebenden Kinder aus Mischehen stattgefunden. Die Ergebnisse werden in der Zeitschrift des königl. preuß. statistischen Landesamts 1907, 4. Heft, mitgeteilt. Wir geben daraus die auf Mischehen mit Juden bezüglichen Daten wieder. Vi O » . v> «£' N £ Vi 5ö 3 3 a> 3 CO cn CO CD o cn Vi O 3 u> sc £5 o sr <m o CL tn Vi 3 3 3 3 4 » 52 3 3 fi S * K 5T »-*■ SO CO 3 3 C 3 er £ * 3 3 O < Stt =f 3 O CTA a Vi 3» O 3 3 2. 2 2» I § ff 3 O Q* C o. Vi S£. S o BT N 3 Es P* 3 E 3 3 o 21 < Er 2. £ C: Q- 3 - - INS O CD O h-1 CO &S ff fcp es h-i M- Ol * CD CO CD CD CO CD CO cd CO tO 3L i &l a» <t> Z* -v <-e 3 0» a o r* sr «-« 3 3 o Ö5 C </> £: 3* 3 £L °* f& CD ~* U M. Ct> CS3 P ■fcrt—-i 0) H 05 Ö 05 CD. P er* CD es CTQ £ feO h—»> CO Ol CO 1>SC71 OO tO H -1 Ü~T OO ^COHOOOcßGQCJiH CT cp?s ■ C •o die konfessionelle Erziehung der Kinder. Rechsanwalt, zur Zeit in Jaffa. Im Vergleich zu früheren Volkszählungen ist die Zahl der Mischehen erheblich gestiegen, denn es gab in Preußen Mischehen mit jüd. Mann mit jüd. Frau überhaupt 1885 1100 1011 2111 1890 1505 1258 2763 1895 1757 1530 3287 1900 2242 1810 4052 1905 2931 2186 5117 Besonders stark war hiernach die Zunahme bei den Mischehen eines jüdischen Mannes mit einer nichtjüdischen Frau; diese haben sich von 1900 bis 1905 um 30,7 % die Mischehen eines nichtjüdischen Mannes mit einer jüdischen Frau nur um 20,8 %, beide Arten Mischehen zusammen um 26,3 % vermehrt. Von den im Haushalte ihrer Eltern lebenden Kindern aus Mischehen waren . der Konfession nach, wie im einzelnen aus Tabelle I. hervorgeht, in absoluten Zahlen prozentualster bei den iMischehen bei den Mischehen mit jüd. Mann . mit jüd. Frau überh. mit jüd. Mann mit jüd.. Frau überh. jüdisch Christi, freirelig. 972 2897 80 619 2332 116 1591 5229 196 24,61 73,36 2,03 20,18 76,04 3,78 22,67 74,53 2,80 zusani. | 3949 3067 7016 100,00 100,00 100,00 Insgesamt waren hiernach von sämtlichen im Haushalte ihrer Eltern lebenden Kindern