Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 4 (1908)
- Issue
- Heft 4 (April 1908)
- Article
- Die Geisteskrankheiten unter den Juden Österreichs in den Jahren 1882 -1902
- Date
- 1908-04-01
- Page
- Seite 63 (sequence 3)
- Language
- German
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Tabelle IV zeigt also, daß anch die Juden in-Österreich gegenüber den Christen bei den Erkrankungen des Gehirnes — Alkoholismus, Epilepsie und Rückenmarkschwindsucht ausge* nommen — relativ stärker vertreten sind. Statistisches Archiv. Preisen. Frequenz der Sffenflidten höheren niäddtenfchuten in Preufjen 1906. Die 270 öffentlichen höheren Mädchenschulen , die in Preußen am 20./6. 1906 vorhanden waren, wurden in diesem Zeitpunkte vom 71156 Schulkindern besucht, während die 675 Privatanstalten gleicher Art 85797 Schülerinnen aufwiesen. Dem Religionsbekenntnisse nach waren von den 71156 Schülerinnen in den öffentlichen Schulen 1901 1906 evangelisch katholisch jüdisch sonstig absolut 41965 4720 6494 301 prozentual 78,47 8,83 12,14 0,56 absolut 56382 7415 7080 279 prozentual 79,24 10,42 9,95 0,39 53480 100,00 71156 100,00 Die preußische Statistische Korrespondenz vom Ir/IL 1908, der wir die obigen Angaben entnehmen, bemerkt hierzu: „Obschon hiernach die katholischen Schülerinnen seit 1901 verhältnismäßig am meisten zugenommen haben, übersteigt ihre Zahl doch kaum die der jüdischen und bleibt noch hinter einem Siebentel des Anteils zurück, der auf die evangelischen entfällt. Diese auffallende Erscheinung läßt sich vielleicht aus der Abneigung katholischer Eltern erklären, ihre Töchter den von Laien geleiteten öffentlichen Erziehungsanstalten anzuvertrauen." Ueber die Konfession der Lehrkräfte finden sich leider keine Angaben. f requenz der Dniueriitäf Strasburg. An der Kaiser WilhelmS'Universität zu Straß- Sommerhalbjahr 1907 unter 1613 Stu* Der Fakultät nach entfielen (die tifa^Lothiingen. bürg waren im dierenden 90 Juden. christlich-theologische mit 256 Hörern ausgenommen) Christen juden Christen in % Juden i" % auf die juristische Fakultät ... 336 19 26,52 21,11 auf die medizinisch. Fakultät . 4 . 190 32 15,00 35,56 auf die philosoph. Fakultät . . . 430 17 33,94 18,89 auf Mathematik u. Naturwissensch. 311 22 24,54 24,44 1267 90 100,00 100,00 (Statistisches ringen 1907). Jahrbuch für Elsaß-Loth- 61fa§-Cöthringen, eh€fch!l€|ungen in €lfafj- Cöfhringen. Der soeben erschienene erste Jahrgang des „Statistischen Jahrbuches für Elsaß- Lothringen" (1907) bringt von 1900 an die Zahl der Eheschließungen in Elsaß-Lothringen, die in folgenden Tabellen zusammengestellt sind. Es schlössen reine (ungemischte) Ehen : im Jahre Christen überhaupt unter 1000 1900 11555 6,85 169 5,24 1901 11601 6,88 217 6,73 1902 11360 Ö,73 229 7,10 1903 11027 6.54 237 7,35 1904- 11825 7,01 226 7,01 1905 11897 6,67 245 7,73 1906 12003 6,73 209 6,59 Juden überhaupt unter 1000 Es schlössen Mischehen Christen Jude n mit im jähre überunter Katho¬ Protesüberunter haupt 10000 liken tanten haupt 10000 1900 1297 7,69 5 8 13 4,03 1901 1239 7,34 4 10 .14 4,34 1902 1288 7,63 10 9 19 5,89 1903 1228 7,28 11 11 22 6,82 1904 1350 8,38 6 6 12 3,72 1905 1406 7,89 13 11 24 7,57 1906 1486 8,34 15 8 23 7,25 Während die relative Ziffer der reinen Ehen bei Juden und Christen im Durchschnitt der Jahre 1900 bis 1906 nur wenig differiert, indem bei den ersteren 6,67%0t bei den letzteren 6,77 %0 reine Ehen schließen, zeigt die Tabelle der Mischehen die Erscheinung, daß im Laufe der angegebenen Zeit die Christen durchschnittlich mehr Mischehen eingehen (7,79 unter 10000) als die Juden (5,76 unter 10000). Die Erklärung hierfür ist in dem Umstände zu suchen, daß Elsaß-Lothringen ein konfessionell gemischtes Land ist, in welchem Mischehen von Protestanten mit Katholiken ziemlich häufig sind. Galizien» Die Baron Hirfch-Sdiulen in öalizien. Auf eine Anfrage des Bureaus für Statistik der Juden teilt die Baron Hirsch- Stiftung mit, daß sie gegenwärtig 47 Schulen unterhält, an denen 181 Lehrer wirken. Seit Aktivierung der Stiftung