Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 4 (1908)
- Issue
- Heft 4 (April 1908)
- Article
- Inhalt
- Date
- 1908-04-01
- Page
- 49 (sequence 1)
- Language
- German
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0 und OK Erscheint monatlich. — Abonnementspreis — für das ganze Jahr 6,— M. für das halbe Jahr 3,50 M. -*t) Herausgegeben vom Bureau für Statistik der Juden Berlin-Halensee, Johann Sigismundstr. 3. Zu beziehen durch das Bureau für Statistik der Juden, Berlin-Halensee, Johann Sigismundstr. 3. Redigiert von Dr. Arthur Ruppin und Dr. Bruno Blau, 4. Jahrgang. April 1908. Heft Mo. 4. INHALT: (Die nicht von den Verfassern gezeichneten Artikel sind Arbeiten des Bureaus für Statistik der Juden.) I. Abhandlungen« Dr. Arthur Ruppin, Berlin : Die berufliche Gliederung der Juden in Hessen. — Dr. Jakob Thon, Berlin: Der Anteil der Juden arn landtäflichen Besitz in Galizlen. — Dr. Bruno Blau, Berlin: Schulbesuch christlicher und jüdischer Schüler im Großherzogtum Baden (1905/1906). — Norbert Weidler, Berlin: Die Geisteskrankheiten unter den Juden Oesterreichs in den Jahren 1882/1902. II. Statistisches Archiv. Frequenz der öffentlichen höheren Mädchenschulen in Preußen 1906. — Frequenz der Universität Straßburg. — Eheschließungen in Elsaß-Lothringen. — Die Baron Hirsch-Schulen in Galizien. — Die wirtschaftliche Lage der jüdischen arbeitenden Klasse in Rußland. — Die Juden im russischen Militärdienst. III. Berichtigung. Nachdruck der Abhandlungen ist nur mit besonderer Genehmigung, des übrigen Inhalts nur mit vollständiger j Quellenangabe gestattet Die berufliche Gliederung der Juden In Hessen» Von Dr. Arthur Ruppin, Berlin. Die Berufsgliederung der Bevölkerung im deutschen Reich ist zuletzt im Jahre 1895 festgestellt worden. Für die hessischen Juden hat sich dabei das in Tabelle I dargestellte Resultat ergeben. Danach waren erwerbstätig (oder Selbständige ohne Beruf und Beruf sangabe) 7622 jüdische Männer und 2297 jüdische Frauen. Der Prozentsatz der Erwerbstätigen betrug somit1) l) Der Verhältnisberechnung für die Juden ist da eine Zählung mit Unterscheidung des Geschlechts für das Jahr 1895 nicht existiert, der Durchschnitt der Volkszählungen von 1890 und 1900 zugrunde gelegt (25531 bezw. 24486 Juden und 966466 bezw. 1094493 Christen). 62,99 % aller männlichen Juden 17,79 „ „ Jüdinnen, während er bei den Christen 67,21 % aller Männer und 27,26 „ „ Frauen betrug. Dies Verhältnis ist deshalb überraschend, weil mit Rücksicht auf die geringere Zahl von Kindern und größere Zahl von Erwachsenen bei den Juden eigentlich zu erwarten gewesen wäre, daß unter ihnen verhältnismäßig mehr Erwerbstätige vorhanden wären als unter den Christen. Wenn statt dessen sich das Umgekehrte herausstellt, so muß dies, was zunächst die jüdischen Männer anbetrifft, darauf zurückgeführt werden, daß