Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 4 (1908)
- Issue
- Heft 3 (März 1908)
- Article
- Die Bewegung der jüdischen Bevölkerung in Preußen im Jahre 1906
- Date
- 1908-03-01
- Page
- Seite 45 (sequence 2)
- Language
- German
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— 45 — zür Hälfte den Christen und Juden, die unehelich Geborenen dem Religionsbekenntnis der Mutter zu, so ergibt sich, daß eheliche und uneheliche Kinder lebend geboren wurden im in absoluten Zahlen auf je 1000 Jahre christliche jüdische Christen Juden 1906 1262069 7 541 33,84 18,42 1905 1234430 7190 33,47 17,56 Die Geburtsrate zeigt hiemach bei den Christen und Juden gegen das Vorjahr eine Zunahme, nachdem sie von dem Volkszählungsjahr 1900 bis zu dem von 1905 von 36,26 %o auf 33,47 °/oo, beziehungsweise von 19,48 °/00 auf 17,56 %0 gefallen war. Setzt man die Geburtsziffer der Christen 100, so betrug die Geburtsziffer der Juden im Verhältnis dazu im Jahre 1905 52,46% „ „ 1906 54,43,, Die Totgeborenen machten aus: bei den Geborenen aus christl. Ehen 2,90 °/o bei den Geborenen aus jüdisch. Ehen 2,88 „ bei den Geborenen aus Mischehen mit christlichem Mann ... . . . 3,35 „ bei den Geborenen aus Mischehen mit jüdischem Mann ....... 2,13 „ bei den unehel. von christl. Mutter Geborenen . . .......4,31 w bei den unehel. von jüdischer Mutter Geborenen.........5,56 „ Unehelich waren von allen christl. (lebend und tot) Geborenen.........7,48 „ von allen jüdisch (lebend und tot) Geborenen......... 4,30 „ Über die Eheschließungen im Jahre 1906 und den vorangehenden Jahren geben Tabelle II u. III Auskunft. Danach haben die rein jüdischen Ehen, während sie in früheren Jahren fallende Tendenz zeigen, zugenommen. Die Zunahme war relativ stärker als bei den Mischehen, obwohl auch deren Zahl gestiegen ist. Die Mischehen machten 23,29 % der rein jüdischen Ehen aus (gegenüber 23,61 % im Jahre 1905), Es heirateten einen christlichen Ehegatten von je 100 heiratenden i in Jahre 1903 1904 1905 1906 männl. Juden . . 9,58 11,01 11,78 10,52 Jüdinnen. . . . 8,17 9,08 9,31 10,34 Juden u. Jüdinnen 8,88 10,06 10,56 10,43 Tabelle II. Eheschliessungen im Jahre 1906. F ra u $3 Mann ivangel. itholisch sonst Ii ristlich jüdisch )nst. od. l bekannt & B B «3 60 3 N V M o w CO 3 evangelisch 186077 13523 233 233 3 200069 katholisch 14289 912S8 37 62 3 105689 sonst. christL 495 73 486 19 1 1074 jüdisch 242 64 15 2739 1 3061 Sonstig oder unbekannt 11 2 1 2 13 29 201114 104960 772 3055 21 309922 Tabelle III. Es w u r d e n g e s c h 1 o s s e n rein jüdische Ehen Mischehen im jähre rein christliche Ehen Mann christlich Fran jüdisch Mann jüdisch Frau christlich 1906 1905 1904 1903 1902 1901 1900 306867 299988 291548 282361 278486 285754 290030 2739 2592 2602 2530 2578 2570 2550 i\ -i /» ÖIO 266 260 225 226 212 235 322 346 322 268 242 243 239 Wenn man die Mischehen je zur Hälfte den Christen und Juden zurechnet, so entfallen Eheschließungen im in absoluten Zahlen auf je 100 Jahre christliche jüdische 1905 300294 2898 1906 307186 3058 Christen Juden 8,14 7,08 8,33 7,46 Es haben also bei beiden Konfessionen die Eheschließungen absolut und prozentual gegen das Vorjahr zugenommeu. Die Heiratsziffer hat bei den Juden mit 7,46 %o eine seit 1901 nicht erreichte Höhe erlangt. Die Sterbefälle sind in Tabelle IV und V dargestellt. Diese zeigen insofern ein