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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1908-02-01 · Heft 2 (Februar 1908) · p. 17

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
4 (1908)
Issue
Heft 2 (Februar 1908)
Article
Inhalt
Date
1908-02-01
Page
17 (sequence 1)
Language
German
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Erscheint monatlich, — Abonnementspreis — für das ganze Jahr 6,~ M. für das halbe Jahr 3,50 AI. Herausgegeben vom Bureau für Statistik der Juden Berlin-Halensee, Johann Sigismundstr. 3. Redaktion: Dr. Arthur Ruppin. Zu beziehen durch das Bureau für Statistik der Juden, Berlin-Halensee, Johann Sigismundstr. 3. 4. Jahrgang. Februar 1908. lieft No. 2. INHALT: (Die nicht von den Verfassern gezeichneten Artikel sind Arbeiten des Bureaus für Statistik der Juden.) I. Abhandlungen. Dr, Arthur Ruppin, Berlin : Die Mischehe. — Dr. Arkadius Elkind, Moskau : Versuch einer anthropologischen Parallele zwischen Juden und Michtjuden. (Schluß.) II. Statistisches Archiv. Aikoholismus unter den Juden in Deutschland. — Juden unter den wegen Verbrechen und Vergehen gegen Reichsgesetze verurteilten Personen in Preußen. — Judische Lehramtskandidaten in Preußen. — Juden unter den bayrischen Zwangszöglingen. — Haarfarbe jüdischer Schulkinder in Holland, — Die Anteilnahme der jüdischen Studierenden an den Universitätsunruhen in Rußland, — Schulbesuch in Bulgarien. — Jüdischer Religionsunterricht in Philadelphia. — Eheschließungen in Neu-Südwales. — Jahres^ bericht der Jewish Colonization Association. III. Literatur. Julius Moses : Die Lösung der judenfrage. — Aron Markus : Die moderne Entwicklungstheorie in der jüdischen Wissenschaft. Nachdruck der Abhandlungen ist nur mit besonderer Genehmigung, des übrigen Inhalts nur mit vollständiger Quellenangabe gestattet. Sie Mi Von Dr. Arthur Bis gegen Ende des 18. Jahrhunderts war in ganz Europa die soziale Kluft zwischen Christen und Juden so groß, daß eine Ehe zwischen Christen und Juden, selbst wenn sie nicht durch religiöse, kirchliche und staatliche Satzungen verboten gewesen wäre, als etwas ganz unmögliches erschienen wäre — etwa so wie heute in den Kolonien der europäischen Mächte in Afrika die Ehe zwischen Eingeborenen und Weißen als abnorm gilt und kaum irgendwo vorkommt. Wohl finden sich vereinzelte Fälle, daß Juden zum Christentum übertraten und dann einen christlichen Ehegatten heirateten — aber diese Fälle fallen nicht unter den Begriff der Mischehe. Denn sdiehe. Ruppin, Berlin. das Charakteristikum der Mischehe im gebräuchlichen Sinne des Wortes ist gerade, daß von den Eheschließenden nochbei derEheschließung der eine der jüdischen, der andere der christlichen Religion angehört, und dies Charakteristikum fehlt in allen Fällen, wo der eine Eheschließende bereits vor der Eheschließung die Religion des anderen Teiles angenommen hat.1) l) Anmerkung. Von Bedeutung wäre es, wenn von den Standesbeamten nicht nur die Konfession der Ehe* schließenden zur Zeit der Eheschließung, sondern auch eine etwa verlassene frühere Konfession festgestellt würde. Aber dies geschieht bisher nirgends.

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