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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1911-12-01 · Heft 12 (Dezember 1911) · p. 169

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
7 (1911)
Issue
Heft 12 (Dezember 1911)
Article
Inhalt
Date
1911-12-01
Page
169 (sequence 1)
Language
German
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itlfftll 3 IM tki ii. Erscheint monatlich. — Abonnementspreis — für das ganz e Jahr 6,—M. für das halbe Jahr 3,50 M. Bb Herausgegeben vom Bureau für Statistik der Juden Berlin C. 2, An der Spandauerbrücke 15. Zu beziehen durch das Bureau für Statistik der Juden. Berlin C. 2, An der Spandauerbrücke 15, Begründet von Dr. Arthur Ruppin. — Redigiert von Dr. Bruno Blau. 7. Jahrgang. Dezember 1911. Heft No. 12 INHALT: (Die nichi von den Verfassern gezeichneten Artikel sind Arbeiten des Bureaus für Statistik der Juden.) L Abhandlungen. Dr. S. Weiße nberg, Elisabethgrad: Das Verhalten der Juden gegen anstechende Krank' heften. Ein Beitrag zur Pathologie der Juden. (Schluß.) Davis Trietsch, Berlin: Die jüdischen Palaestina-Bestrebungen im Lichte der Bevölkerungstatsachen und der allgemeinen Landesentwickelung. II. Statistisches Archiv. Bevölkerungsbewegung in Preußen im Jahre 1909 mit Rückblick bis 1876. — Ehe* Schließungen in Schweden von 1900 bis 1908 mit Ruckblick bis 1881. Nachdruck der Abhandlungen ist nur mit besonderer Genehmigung, des übrigen Inhalts nur mit vollständiger Quellenangabe gestattet. Oos Verhaltes der Juden gegen ansteckende Krankheiten. Ein Beitrag zur Pathologie der Juden. Von Dr. S. Weißenberg, Elisabethgrad. Der Scharlach. Und nun wenden wir uns der allerlieb- Hehsten Krankheit, dem Scharlach zu. Diese im Allgemeinen sehr tückische Krankheit stand, was die Zahl der von ihr Betroffenen anbelangt, gewöhnlich hinter den Masern und der Diphtheritis, indem jährlich die Zahl der Scharlachkranken nur etwas mehr als 100 betrug. Dagegen kam es im Herbst 1910 zur Entwicklung einer Scharlachepidemie, die in kurzer Zeit eine ungeheure Stärke erlangte und alles auf die Beine setzte. Es wurden nach russischen Begriffen verhältnismäßig rasch unentgeltliche Ambulanzen eingerichtet, Armenärzte in allen Stadtteilen eingesetzt und unentgeltliche Aufnahme ins städtische Krankenhaus angeordnet. Diesen Maßregeln ist es vielleicht zu verdanken, daß die Epidemie trotz ihrer anfangs scheinbar nicht (Schluß.) zu dämmenden Dimensionen sich ziemlich schnell hemmen ließ. Da der eigentliche Verlauf der Epidemie uns hier nicht interessiert, wird es wohl genügen, wenn wir zu ihrer Charakteristik sagen, daß während der Zeit vom September 1910 bis zum Mai 1911 mindestens 2000 an Scharlach erkrankten, von denen etwa 300 starben. Da der während dieser Zeit mehr als sonst geordnete Sanitätsdienst eine gewisse Garantie für die statistische Registrierung gibt, habe ich die im Vergleich mit diesen ungeheuren Zahlen winzige Morbidität der früheren Jahrgänge außer Acht gelassen. In Tabelle X sind die während der Epidemie beobachteten Scharlachfälle nach den Jahrgängen 1910 und 1911 sowie nach den beiden Bekenntnissen verteilt. Nun sehen wir, daß unter den im ganzen 1858 Erkrankten 952

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