Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 7 (1911)
- Issue
- Heft 3 (März 1911)
- Article
- Inhalt
- Date
- 1911-03-01
- Page
- 33 (sequence 1)
- Language
- German
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Irilllirik^lli Erscheint monatlich. — bonnementspreis — für das ganze Jahr 6,—M. für das halbe Jahr 3,50 M. Herausgegeben vom Bureau für Statistik der Juden Berlin C. 2, An der Spandauerbrücke 15. Zu beziehen durch das Bureau für Statistik der Juden, Berlin C. 2, An der Spandauerbrücke 15, Begründet von Dr. Arthur Ruppin. — Redigiert von Dr. Bruno Blau. 7. Jahrgang. März 1911. Heft No. 3. INHALT: (Die nicht von den Verfassern gezeichneten Artikel sind Arbeiten des Bureaus für Statistik der Juden.) I. Abhandlungen. Dr. Arthur Cohen, Privatdozent der Nationalökonomie in München: Georg von?layr und die Statistik. (Zu seinem 70. Geburtstag.) — Dr. Rudolf Wassermann, München: Ist die Kriminalität der Juden Rassenkriminalität? — Dr. Salomon Margolin, St. Petersburg: Die neuesten Angaben über die Bevölkerungsbewegung in Rußland. — Dr. Heinrich Loewe, Berlin: Die Juden Preußens im Jahre 1817. II. Statistisches Archiv. Geburten Im Größherzogtum Hessen 1908 und 1909. — Konfession der Gefangenen in den Zentralstrafanstalten Badens 1907. — Zahl der Juden in Tunis. — Geburten der nicht-muselmännischen Bevölkerung in den verschiedenen Gemeinden Alexandriens 1903—1908. Nachdruck der Abhandlungen ist nur mit besonderer Genehmigung, des übrigen Inhalts nur mit vollständiger Quellenangabe gestattet. Georg von Mayr und die Statistik. (Zu seinem 70. Von Dr. Arthur Cohen, Pri/atdozent der Nationalökonomie in München. Geburtstag.) Der Vorzug der auf „angewandter Naturwissenschaft" beruhenden Technik vor der bloßen Routine des Handwerkers, der rohen Empirie vergangener Zeiten, beschränkt sich nicht auf das Gewerbe im engeren Sinn, sondern auch auf vielen anderen Gebieten des menschlichen Tuns können wir den Siegeszug des Rationalismus, der Rechenhaftigkeit, wie Sombart sich ausdrückt, beobachten. Auch der moderne Staat, der neuestens gerne mit einem großen Unternehmen verglichen wird (Naumann), will sich nicht mehr dem Strome der historischen Entwicklung und dem Steuer der Staats k u n s t überlassen; die Politik soll exakte Methoden anwenden. Aber dieses ist nur möglich auf der Grundlage ein er Wissenschaft von der Gesellschaft. Wie jede Wissenschaft, so hat auch die Gesellschaftswissenschaft die Aufgabe, Tatsachen zu sammeln und Erkenntnisse daraus abzuleiten. Die gesellschaftlichen Tatsachen aber haben zwei Seiten, eine allgemeine Seite und eine besondere Seite. Je mehr letztere zurücktritt, desto leichter eine zahlenmäßige Erfassung und Darstellung der gesellschaftlichen Tatsachen, eine Statistik. So verhält sich die Statistik zur Politik, wie die angewandte Naturwissenschaft, zur Technik. Daher sehen wir überall, wo Staaten existieren, wo ein Staatsleben sich regt, in jedem soziologisch besonders gearteten Volk oder Volksteil eine statistische Organisation entstehen. Mit der Erstarkung des jüdischen Selbstbewußtseins entstand die jüdische Statistik. Das Bureau für Statistik der Juden und die Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden sind ihre Hilfs-