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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1911-02-01 · Heft 2 (Februar 1911) · p. Seite 25

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
7 (1911)
Issue
Heft 2 (Februar 1911)
Article
Neue Beiträge zur Statistik der Juden in Rumänien
Date
1911-02-01
Page
Seite 25 (sequence 2)
Language
German
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— 25 - i. J. 1899 auf 228798. Darunter waren, wenn wir für die über 7 Jahre alten Personen denselben Prozentsatz von Juden annehmen wie für die Gesamtzahl der Fremden, nämlich 92,01, 210,517 Juden. Es machten also die über 7 Jahre alten Juden 80,30 % der Gesamtzahl der Juden aus. Im Jahre 1909 waren demnach unter den 283 643 über 7 Jahre alten Fremden 260 980 Juden und die Gesamtzahl der Juden betrug etwa 3 2 5 6 5 5. Es hätten demnach in dem Jahrzehnt 1899/1909 die Juden um 69 165 zugenommen. In folgendem halten wir uns an die Angaben des amtlichen Berichtes. Es wurden für das ganze Land gefunden: ~ , .. Lesens- und Ä , , 4 Gesamtzah 0 . , Analphabeten SchrelbenskuBdi£ iy 5047342 1986982=39,4% 3060360- ^,<)" ö männl. 2631166 1424994=54,2% 1206172 =-45,8% weibi. 2416176 561988-23,3% 1384188-70,7 % Nach der Nationalität Rumän. 4763699 1809431=38% 2954268-62% Fremde 283643 177551=62,7% 106092=37,8% Es ergibt sich aus diesen Zahlen, daß i. J. 1909 die Juden weit mehr Lesens- und Schreibenskundige unter sich hatten als die Rumänen. Im Jahre 1899 konnten von den Rumänen nur 19,40% lesen und schreiben, von den Juden 44,42%, i. J. 1909 war das Verhältnis bei den Rumänen 38,00 %> bei den Juden 62,7%. Für die Stadtgerneinden lauteten die Verhältnisziffern der Personen, die lesen und schreiben können, und der Analphabeten folgendermaßen: Gcsamtbev. 419623 m. u. 396276 w. zus. 815899 Analphabeten 112478 „ „ 183804 „ „ 297282 Les.u.Schrcibk.307145 n n 212472 w „ 514617 Prozentsatz d. Analphabet 26,8 % „ . 4(5,1% „ „ 36,3% dar.Les.u.Schk.73,2 0/0 „ M 53,9% „ „ 63,7% dar.Rumänen3l9132 „ „ 292551 „ „ 611683 Analphabet. 85010 (26,6) 141781 (48,4) 226794 (37,1) Les.u.Schre!bk.234122 (73,4) 150767(51,6) 384889 (62,9) fremde 100491 103725 204216 Analphabet. 27468 (27,3) 42020 (40,5) 69488 (34,7) Lcs.u,Schreibk.73023 (72,7) 61705 (59,5) 134728 (65,8) Für die Landgemeinden lauten die Ziffern: I Gesamtb. 2211543 m. u. 2019900 w. zus. 4231443 I Analphabet 1093694 (49) 1670384 (82,6) 2764078 (65,3) | Les.u.Schbk.ll 17849 (51) 349416 (17,4) 1467365 (34,7) dar.Rumän.21«7953 in. u. 1984063 w. zus. 4152016 Analphabet. 1076757 (49,6) 1650717 (83,1) 2727474 (65,6) | Les u.Schbk.1091196 (50,4) 333346 (16,9) 1424474 (34,4) Betrachten wir nun im folgenden die Verteilung der gezählten Bevölkerung nach den 5 Unterrichtsstufen (Degre d' Instruction). Vergleichen wir Tabelle b und c mitein-; ander, so sehen wir. daß unter 100 männlichen : Rumänen 46,6 Analphabeten sind, unter 100 | männlichen Juden nur 30,8. Unter 100 weibi liehen Rumänen sind 78,7 also mehr als *j 4 | Analphabeten, unter 100 weiblichen Juden 44,2, \ d. h. fast die Hälfte. In jeder Unterrichtsstufe i lauten die Zahlen für die männlichen und i weiblichen Juden günstiger als für die männlichen und weiblichen Rumänen. Namentlich | in der 4. und letzten Stufe beträgt der Prozent- \ satz bei den Juden dreimal soviel wie bei den | Rumänen. Das gegenseitige Verhältnis der I Geschlechter innerhalb der einzelnen Bildungsstufen ist bei den Juden sehr verschieden von dem der Rumänen. Namentlich was das Verhältnis der Analphabeten anlangt, so herrscht bei den Juden annähernd Gleichgewicht der Geschlechter, während bei den Rumänen die überwiegende Zahl der Analphabeten dem weiblichen Geschlecht angehört. Zum Schlüsse betrachten wir noch die Verteilung der xAnalphabeten und der Lesens¬ und Schreibkundigen nach dem Alter, ebenfalls mit Unterscheidung nach Rumänen und Fremden (Juden). Die Rumänen sind in 4 Altersklassen geteilt: 7—14 Jahre, 15—18 Jahre, j 19—21 Jahre, 21 Jahre u. darüber. Bei den I Fremden sind die beiden Altersklassen 15—18 j und 19—21 in eine zusammengezogen. Aus i folgenden Gründen ist diese Altersgruppierung \ gewählt worden: Vom 7. bis 14. Jahre besteht | direkte Schulpflicht. Vom 15.—18. Jahre hält | man eine Nachschule, etwa im Sinne unserer j Fortbildungsschule für geboten und man hat j bereits begonnen, sie teilweise einzuführen.! Vom 19. bis 21. Jahre — kurz vor der .Militär-

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