Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 6 (1910)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1910)
- Article
- Inhalt
- Date
- 1910-12-01
- Page
- 177 (sequence 1)
- Language
- German
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für DflifflliS id Erscheint monatlich. —Abonnementspreis — für das ganze Jahr 6,—iVL für das halbe Jahr 3,50 M. M er ausgegeben vom Bureau für Statistik der Juden Berlin C. 2, An der Spandauerbrücke 15. In beziehen durch das Bureau für Statistik der Juden, Berlin C. 2, An der Ssandauerbrücke 15, Begründet von Dr. Arthur Ruppin« — Redigiert von Dr. Bruno Blau. 6. Jahrgang. | Dezember 1910. Heft No. 12. INMALT: (Die nicht von den Verfassern gezeichneten Artikel sind Arbeiten des Bureaus vir Statistik der Juden.) I. Abhandlungen. J. Lestschinsky, Charlottenburg: Die Auswanderung der Juden nach Galveston. — Dr. Hugo Nathan söhn, Berlin: Die jüdischen Spar- und Darlehnskassen in Rußland und Galizien, II. Statistisches Archiv. Aus dem Verwsltungsbericht des Vorstandes der jüdischen Gemeinde zu Berlin für die Zeit vom 1. April 1907 bis 31. März 1910. — Israelitischer Kultus in Bremen 1905 und 1906. — Die bremische Bevölkerung nach dem Religionsbekenntnis 1900 und 1905. — Die Einwanderung von Juden in die Vereinigten Staaten im Jahre 1908/09. — Konfessionelle Verteilung der Bevölkerung in Böhmen von 1869 bis 1900. — Konfession der Studierenden auf den Hochschulen im Kgr. Böhmen in den Jahren 1901/02 bis 1906/07. Nachdruck der Abhandlungen ist nar mit besonderer Genehmigung, des übrigen Inhalts nur mit vollständige? Quellenangabe gestattet. Sie Äusu/anderiing der Von J. Lestsc hin Mögen die Leute, welche behaupten, das; jüdische Problem könne nur als ein Emigrationsproblem, oder vielmehr als ein Emigrantenproblem, aufgefaßt werden, im Recht sein oder unrecht haben, es wird doch kein denkender Jude unserer Zeit daran zweifeln dürfen, daß die Lösung dieses Problems die wichtigste, ja sogar die entscheidendste Aufgabe der gegenwärtigen Generation ist. Man hat sogar schließlich einsehen müssen — und selbst den in ihren Assimilationsbestrebungen sehr fortgeschrittenen Elementen des Judentums ist die Überzeugung durch die Wucht der Ereignisse aufgezwungen worden —, daß die Auswanderung der großen Mengen von Juden aus Rußland keineswegs als eine zeitweilige, nur vorübergehende Erscheinung betrachtet werden kann. Als Ursache tiefer bedeutsamer historischer Umwälzungen aber MM MO: GfllVSSton. 3 ky , Charlottenburg. I mag diese für unsere Zeit charakteristische Erscheinung ein Anrecht auf größere Beachtung und ernstere Berücksichtigung haben, als es bisher der Fall gewesen ist. Es ist leider auf diesem Gebiete sehr wenig — ja fast gar nichts — getan worden, und — es muß ausdrücklich betont werden — was auch getan worden ist, es stand nicht immer und überall mit den Interessen der Juclenheit im Einklang. In letzter Zeit sind von verschiedenen jüdischen Organisationen Versuche gemacht worden, dahin zielend, den Strom der Auswanderer, der wild und ziellos dahinbrauste, in eine ruhige Bahn zu leiten und Ordnung und Zweckbewußtsein an Stelle des Chaos zu setzen. Mag es uns hier gestattet sein, festzustellen, daß unter jenen Versuchen der von der Ga3 vestoner Emigration sgesellsehaft unter-