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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1910-10-01 · Heft 10 (Oktober 1910) · p. Seite 151

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
6 (1910)
Issue
Heft 10 (Oktober 1910)
Article
Die Hauptergebnisse der Volkszählung von 1905 in Bulgarien
Date
1910-10-01
Page
Seite 151 (sequence 2)
Language
German
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— 151 — lieh die Griechisch-Orthodoxen aus. Ihre Zahl belief sich auf 3 344 790, jene der Römisch-Katholischen auf 29 684, der Protestanten auf nur 5644. Die Entwicklung der Gesamtbevölkerung und der einzelnen Konfessionen in Bulgarien seit 1881 erhellt aus folgender Tabelle: Rumänien, jähr d. Volkszählg. Ges. Bevölkerung Gr.Orth.iR.Kath. Prot. j Israel. % Israel. 1881 2007919 1404409 5562 359!14342 0,72 1887 3154375 .2424371 18505 1358!24352 0,77 1892 3310713 2606786 22617 2384! 283<)7 0,86 1900 3744283 13019999 28569 4524!33663 0,90 1905 4035575;3314790 i 29684 5644 I37656 i 0,93 Die Gesamtbevölkerung hat sich in 25 jähren verdoppelt, die jüdische Bevölkerung nahezu verdreifacht. Sie ist von 14 342 auf 37 656 angewachsen. Auch ihr prozenJuaier Anteil ist von Volkszählung zu Volkszählung gestiegen. Auf die einzelnen Departements verteilte sich die Bevölkerung 1905 folgermaßen: Departe5 ment Bourgas Varna Vidin Vratza Kustendil Plovdiv Pleven Rousse" Sofia St. Zagora Tirnovo Chumen Ges. Bevölke- : rung; Gr.Orth. Kath. Prot. : o/ Israel. . 0 , I Israel. 3359585 3051341 216077; 285461! 21366Ü 418547: 338979; 378932; 433361: 420372 422769! 2663241 290772; 182252 205646; 268959! 209500 348780! 313633! 211007: 412504: 383536 390438 128492: 631 2591 608 682; 310! 152 3182 407 73 60 12743 900 2248 984 783 417 26141011 1111 558 5917 133 434 81! 3422 2250 2402 644 2581! 6132; 605 i 4164! 11846! 2136; 205! 1269! 1,02 0,74 1,11 0,23 1,21 1,47 0,1 S 1,10 2/73 0.51 0,05 0,48 Zus. j4035575:33415519 29684;5644; 37656 ä 0,93 Die Juden sind nicht in allen Departements gleichmäßig stark vertreten. Ihr prozentualer Anteil ragt über den Durchschnitt hinaus in Bourgas, Vratza, Pleven, St. Zagora, Tirnovo und Chumen. Am dichtesten ist die jüdische Bevölkerung im Departement Sofia (2,73 %). in Sofia, der Hauptstadt, wohnten 10 703, d. h. 12,96 Prozent Juden, als fast ein 1/3 der gesamten jüdischen Bevölkerung. Dies laßt darauf schließen, daß die Agglomeration der Juden auch in Bulgarien eine ganz bedeutende sein muß. Und in der Tat wohnten i. J. 1905 in den Städten 36 097 Juden, in den Dörfern nur 1559. ISur die protestantische Bevölkerung ist in demselben Maße städtisch, während von den Griechisch-Katholischen und Katholiken nur der vierte Teil in den Städten wohnt. Was die Verteilung der Geschlechter in Bulgarien anlangt, so herrscht innerhalb der Gesamtbevölkerung ein wenn auch geringer Ueberschuß des männlichen Geschlechts. Es betrug nämlich die Zahl der männlichen Personen 2 057 092, der weiblichen 1 978 4S3. Dies ist zurückzufuhren auf den Ueberschuß des männlichen Geschlechts unter den Griechisch-Orthodoxen, dagegen bei den Katholiken und Israeliten herrschte Gleichgewicht der Geschlechter. Es betrug die Anzahl der männlichen Israeliten 18 753, der weiblichen 18 903. Geburten und Sterbefälle in Rumänien im Jahre 1906 und 1907. Heft 5 der ■—■=•—-—- Veröffentlichungen des Bureaus fü r Statistik der Juden: Die Juden in Rumänien enthält Angaben über d<e Geburten und Sterbefälle in Rumänien bis zum Jahre 1902. Wir wollen in folgendem den Verlauf der Bevölkerungsbewegung von 1902 bis 1907 betrachten mit besonderer Berücksichtigung der beiden letzten Jahre. Zunächst die Geburten. Jahr Es betrug die absolute Zahl der Lebendgeburten bei Es beliel sich die Zahl der Lebendgeb, auf je lOOüd. Ges.-Bev. Gr.-Orth i Kath.; Prot, i Israel. Ges.-BevJ Israel. 1903 1904 1905 1906 1907 252242 256177 247959 26243S 274487 235489;4910 674 8221 239600; 4719 666 \ 8137 231S96' 487S: 594 j7710 246504! 4773 , 610 , 7093 257897;5221 603; 7725 40,14! 32,29 40,17 32,29 38.37! 30,83 39,98 | 30,89 41,22! 31,07 Die absolute Zahl der jüdischen Lebendgeburten ist in den letzten drei Jahren konstant geblieben. Im ganzen jedoch hat ein Rückgang stattgefunden, der mit dem jähre 1900 einsetzt. Natürlich ist auch die Geburtenziffer im Rückgang begriffen. Während bis 1899 die jüdische Geburtenziffer mehr als 40%(; betrug, ja in manchen jähren wie 1884 auf 47,90 °/00 stieg, sank sie von 1900 ab ständig. Ihren tiefsten Stand erreichte sie 1905. Seitdem hat sie sich etwas erholt. Der Verlauf der Sterblichkeit ergibt sich aus folgender Tabelle. Jahr Es betrug die Zahl der Sterbefälle bei Es betrug d.Zahl d. Sterbefälle auf je 1000 der Ges.-Bev. Gr.-Orth. Kath.; Prot.; Israel. Ges.-BevJ israei. 1903 1904 1905 1906 1907 156008 148850, 3364 1559361145880; 3281 159932'148622! 3592 157204! 146474! 3818 175794164036; 3811 i i 420 4348 446 4326 420 5053 444 4302 475! 4710 24,82 24,46 24,75 23,95 26,40 17,07 17,17 20.21 17,27 18,94 Entsprechend der hohen Geburtenziffer in Rumänien ist auch die Sterbeziffer hoch. Sie ist allerdings bei der Gesamtbevölkerung in den letzten Jahren niedriger als vor 1900. Es hat jedoch seit dem Jahre 1870 öfters Perioden gegeben, in denen sie auf derselben Höhe wie jetzt stand. Außerordentlich günstig ist die Sterblichkeit bei den Juden, namentlich wenn man die immerhin doch bedeutende Geburtenziffer der Juden berücksichtigt. Außerdem können wir erfreulicherweise einen zwar langsamen aber stetigen Rückgang konstatieren. Ueber die natürliche Zunahme der Gesamtbevöikerung und einzelnen Konfessionen in Rumänien gibt folgende Tabelle Aufschluß. Jahr 1903 1904 1905 1906 1907 Es betrug die absolute natürliche Zunahme bei Ges.-Bev.iGr.-Orth.i Kath. Prot. Israel. 96234; 86639; 100241j 93720! 88027: 83274 105234100030 98693. 93861 1546 i 254! 3873 1438! 220 j 3811 1286 955 1410 174; 2657 166! 3391 128! 3015 o ■ t- — 15,32! 15,22 15,71 j 15,12 13,62 16,03 148 10,62 13,62 12,13

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