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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1910-08-01 · Heft 8-9 (August 1910) · p. Seite 120

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
6 (1910)
Issue
Heft 8-9 (August 1910)
Article
Die Ergebnisse der Berufszählung von 1907 in Bayern, Sachsen und Württemberg
Date
1910-08-01
Page
Seite 120 (sequence 8)
Language
German
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— 120 — Tabelle XIV. Berufsabteilung Königreich Württemberg Von je 100 in der nebenbez. Berufs-j! Es trafen auf die nebenbez. Berufsabteilung Erwerbstätigen waren!|abteilung von je 100 Erwerbstätigen Christen j Evang. j Kathot. i Andere Israel. Christen Evang. Kathol. Andere Israel. A. Land- und Forstwirtschaft .... 65 06 34,64 0,28 0.02! 39,75 B. 70,03 29,40 0,30 0,27 36,52 C. 68,11 27,87 0,32 3,70 8,27 D. Lohnarbeit wechselnder Art . . . 71,70 27 79 0,33 0,18 0,70 E. Oeffentlicher Dienst u Freie Berufe 68,20 30,98 0,31 0,56 5,11 F. Beruflose Selbständige ..... 69,03 29,57 0,36 1,04 9,65 45,41 32,91 7,26 0,58 4.97 8,87 38,88 35,17 8,63 0,72 5,23 11,37 0,62 19.07 63,41 0,23 5,75 10,92 A—F............|j 67,67 I 31,54 Es üben dalier hier in noch stärkerem Maß j als in Bayern die Handeisfunktion aus, 63,417o Israeliten aller erwerbstätigen Juden beschädigen sich mit Handel. Die mangelnde Konkurrenz bringt es mit sich, daß die Juden in dieser Berufsabteilung sich kräftig entwickeln. Die soziale Schichtung weist nach Tabelle XII! 0,30 0,49 ji 100,00! 100,00 | 100,00 100,00 dieselbe Zusammensetzung wie in Sachsen auf. Aber auch hier üben die geringen absoluten Zahlen der in der Landwirtschaft tätigen Juden einen ungünstigen Einfluß auf die Gestaltung des Gesamtbildes aus. Es ist die soziale Stellung der Juden in Württemberg annähernd dieselbe wie in Preußen. Zar Untersuchung öer im des jüdlsi Von Dr. Salomon M a r g o Ii n, St. Petersburg. I. Die dringende Notwendigkeit einer Untersuchung des jüdischen Handwerkerlebens wird heute in Kußland von den weitesten jüdischen Kreisen anerkannt. Es handelt sich dabei nicht nur darum, den in der jüdischen Gesellschaft und Presse herrschenden Wirrwarr von subjektiven Meinungen über die Lage des jüdischen Handwerkes durch objektive Kenntnisse und feste Begriffe zu ersetzen, sondern vornehmlich auch darum, Woge und Ziele der praktischen sozialpolitischen Tätigkeit aufzufinden. Während also über die Notwendigkeit einer I solchen Linter suchung alle einig sind, so j herrschen die größten Meinungsverschieden-! heiten in bezug auf die Frage nach den Mei thoden und den Verfahrungsweisen derselben, j Jedoch laufen alle Streitigkeiten auf die beiden! Fragen hinaus, nämlich ob diese Untersuchung j den Charakter einer Volkszählung oder den j Charakter einer Enquete haben soll. Oder | :hen HantakersiaiKles in Rußland. (Aus dem Russischen von dem Verfasser übersetzt), mit andern Worten: soll die Untersuchung auf die Zählung aller jüdischen Handwerker ausgehen oder soll sich dieselbe die Erforschung der Lage der verschiedenen Berufe, an welchen die Juden teilnehmen, zur Aufgabe stellen? Denn die beiden Untersuchungsverfahren sind nicht bloß keineswegs identisch, sondern sie führen auch zu verschiedenen Ergebnissen, jedes stellt an seine Verwirklichung verschiedene Anforderungen. Jedes hat seine eigentümlichen Vorzüge wie auch seine Mängel. Eine Zählung hat den Vorzug der Vollständigkeit — sie kann bei gelungener Durchführungein vollständiges Bild ergeben, das sowohl die Gesamtzahl wie die wirtschaftliche Lage aller Handwerker, als auch ihre Gliederung nach verschiedenen Gewerben, ihre territoriale Verteilung auf verschiedene Ansiedlungspunkte, auf Städte mit verschiedener Bevölkerungszahl, abspiegelt. Doch kann einerseits auch die ausführlichste

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