Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 6 (1910)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1910)
- Article
- Die Ergebnisse der Berufszählung von 1907 in Bayern, Sachsen und Württemberg
- Date
- 1910-08-01
- Page
- Seite 118 (sequence 6)
- Language
- German
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— 118 — Tabelle X. Königreich Sachsen Berufsabteilung Von je 100 in der nebenbez. Berufs-! Es trafen auf die nebenbez. Berufsabteilung Erwerbstätigen waren Ijabteilung von je 100 Erwerbstätigen Christen S Evang, Kathoi. Andere A. Land- und Forstwirtschaft.... 1 92.05 ' 6,93 0.10 5. Industrie „........ / 91,16; 8,22 0,46 C. Handel und Verkehr..... i: 92,76 i ö!46 0,42 D Lohnarbeit wechselnder Art . , . |; 92,73 6,75 0,41 E. OeffentHcher Dienst u. Freie Berufe i! $4 94 4,27 | 0,4S F. Beruflose Seihständige . . . .! 94,21 4,69! 0,57 A- - F............ 1 92,ib j 7,05 0,43 0,09 23,06 52,86 0,41 5,00 18,58 sind nur unter den selbständigen Beruflosen erheblich über ihrem Durchschnitt vertreten (0,51 o/o). Die berufliche Gruppierung der Bevölkerung in Sachsen bietet ein ganz anderes Bild als in Bayern. Sachsen ist ein industriell sehr entwickeltes Land. Demgemäss macht die landwirtschaftlich tätige Bevölkerung einen viel geringeren Prozentsatz der Gesamtbevölkerung aus. Nach Tabelle YIII waren von den Evangelischen 10.81 %, von den Katholiken 10,05% in der Landwirtschaft beschäftigt, dagegen in der Industrie 50,02% bezw. 66,18%. Auch die Juden haben sich dem Wirtschaf tseharakter des Landes angepaßt. % von ihnen hatte sich der Industrie zugewendet. Dominierend waren sie aber auch in Sachsen im Handel. 00,83% der jüdischen Gesamtb evöikerung gehört dem Handelstand an Scheidet man jedoch die Dienenden für häuslichen Dienst und Kaushaltungsangehörigen aus. wie Tabel 100,00 dies in Tab. IX u. X geschehen ist, so zeigt sich, daß in Wirklichkeit nur 52,86% aller erwerbstätigen Juden dem Handel angehörten, also weniger als in Bayern. Die Divergenz zwischen den Zahlen in Tabelle YIII und Tabelle X erklärt sich folgendermaßen. In der Berufsabteilung: Handel und Verkehr ist mit dem Wegfall der Haushaltungsangehörigen, die hier, wie wir bereits zu Eingang des Artikels bemerkten, in viel stärkerem Maße als beispielsweise in der Industrie zu den Beruflosen gehören, eine erheblich geringere Zahl von Personen übrig geblieben. Daher der Rückgang von 60,83% auf 52,86%- E*ie natürliche Folge mußte sein, daß jeneKategorien, in denen überhaupt nicht oder nur in unbedeutendem Maße Haushaltungsangehörige und Dienende im häuslichen Dienst in Wegfall kamen, emporschnellten, so vor allem die Berufsabteilung: Selbständige Beruflose von 12,42% auf 18,58%. : XI. i| il Sachsen! i Württemberg Berufsabteilung |! Christen Israel. Christen Israel. il Evang. | Kathoi. Andere Evang. Kathoi. Andere A. Land' und Forstwirtschaft!Ö 68101i 5612; 16975SI 1733 257 10754 65 12 189 1 1 5 120119 1091 208049 54204 715 120387 573 7 875 14 3 20 B. Industrie Ki 219228 82076 8279101 10866 4912 86158 1124 431 4235 569 472 642 60805 19307 222398 23880 5925 97219 380 112 824 480 34!) 288 C. Mandel und Verkehr »fji b 1 ii cl| 87125' 49162; 129520 4777 2213 8677 525 258 429 2334 978 545 20640 11509 36374 8132 4083 15826 118 79 126 1961 632 580 A-C »fij Ul 374454! 136850: 1127188! 17376 7382 110989 1714 701 4853 2904 1451 1192 201564 31907 466821 86216 10723 233432 1071 198 1825 2455 984 888