Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 6 (1910)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1910)
- Article
- Inhalt
- Date
- 1910-07-01
- Page
- 97 (sequence 1)
- Language
- German
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■ lliiiiuil Erscheint monatlich. — Abonnementspreis — für das ganzeJahr6,—M. fürdas halbe Jahr3,50M. Herausgegeben vom Bureau iur Statistik der Juden Berlin C. 2, An der Spandauerbrücke 15. Zu beziehen durch das Bureau für Statistik der Juden, Berlin C. 2, An der Spandauerbrücke 15. Begründet von Dr. Arthur Ruppin. — Redigiert von Dr. Bruno Blau. 6.Ja Juli 1910. Heft No. 7. INHALT: (Die nicht von den Verfassern gezeichneten Artikel sind Arbeiten des Bureaus für Statistik der Juden.) I. Abhandlungen. Dr. oec. p u b 1. jacob Segall, Berlin: Die Ergebnisse der ßerufszählung von 1907 für die Juden in Preußen. — Dr. Hugo Nathan söhn, Berlin; Die unehelichen Geburten bei den Juden. — Judische Studierende an den Hochschulen und sonstigen höheren Lehranstalten in Wien. — Die Tätigkeit des Hilfsvereins der Deutschen Juden im Jahre 1909. II. Statistisches Archiv. Bewegung der Bevölkerung in Amsterdam von 1899 bis 190S. — Die Bewegung der jüdischen Bevölkerung in Lemberg in den Jahren 1906 und 1907. — Organisation und Personalverhältnisse der israelitischen Kultusgemeinden in Ungarn mit Ende des Jahres 1908. — Austritte vom und üebertritte zum Judentum in Ungarn im Jahre 1908. III. Zeitschriftenübersicht. Nachdruck der Abhandlungen ist nur mit besonderer Genehmigung, des übrigen Inhalts nur mit vollständiger Quellenangabe gestattet. Die Ergebnisse der BerufszäMung von 1907 für die Juden in Preußen. Von Dr. oec. publ. Ja Im Band 20G der Statistik des Deutschen Eeiches veröffentlicht das Kaiserliche Statistische Amt die Tabellen über die berufliche Gliederung der einzelnen Konfessionsgruppen in den Bundesstaaten. In folgendem wollen wir zunächst die Ergebnisse der Berufszählung für Preußen betrachten. In einem zweiten Artikel gedenken wir die übrigen Bundesstaaten zu behandeln und zum Schluß eine Zusammenstellung über die berufliche und soziale Stellung der Juden Deutschlands zu geben. Es erübrigt sich an dieser Stelle darzulegen, von welch eminenter Wichtigkeit die Ausscheidung der jüdischen Bevölkerung nach dem Beruf für die Kenntnis der gesamten wirtschaftlichen und sozialen Lage der Juden ist. Wer dies leugnen wollte, leugnet zugleich den Wert der Berufsstatistik überhaupt; denn was für die Bevölkerung im icob Segal 1, Berlin. ganzen gilt, gilt auch für ihre Teile. Es dürfte noch in Erinnerung sein, daß vor der letzten Bejrufszählung über die Frage lebhaft debattiert wurde, ob man eine Kombination zwischen Beruf und Konfession vornehmen sollte, und daß in der Kommission nur eine kleine Majorität für die Ausscheidung der beruflich Tätigen nach der Konfession gewonnen wurde. Aus diesem Grunde sind auch die Angaben, welche das Kaiserliche Statistische Amt über die berufliche Gliederung der einzelnen Konfessionsgruppen macht, nicht ausführlich. Nur die Zahlen der im Hauptberuf tatigen Personen wurden publiziert, ferner der beiden Gruppen von Personen, welche zu den im Hauptberuf Tätigen in Beziehung stehen. Man unterschied nämlich bei der Berufszählung zwei Kategorien von Personen: solche, die im Hauptberuf tätig