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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1910-06-01 · Heft 6 (Juni 1910) · p. Seite 96

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
6 (1910)
Issue
Heft 6 (Juni 1910)
Article
Von Jerusalem nach Rom [Rezension]
Date
1910-06-01
Page
Seite 96 (sequence 2)
Language
German
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— 96 - liberalen Theologie. Er sieht den Ursprung des Christen^ tums in einer eigenartigen K'euzung außerjüdischer und jüdischer Elemente, die eine neue Religion geschaffen ha?. Dieser Gedanke wird an der Geschichte der ersten christlichen Generation durchgeführt. Das Buch ist mit derselben Gründlichkeit und Darstellurgskraft wie der erste Band geschrieben Daß wir mit den Anschauungen des Verfassers vielfach nicht ücereinstimmen, ist bereits bei der Be* sprechung des ersten Teils hervorgehoben worden. B. fiorodezki, S. A. Rabbi Hadiman oon Braziat». Berlin. M. Poppelauer. 1910. 87 Seiten, gr. 8°. Preis broch, 2,50 M, geh 3,20 M Die Person des Rabbi Nachmann von Brazlaw spielt in der jüdischen Mystik eine hervorragende Rolle, Seine Märchen sind durch Martin Buber bekannt geworden. In der vorliegenden Schrift aber werden sein ganzes Leben, sein Wirken und sein Lehren sowie seine Bedeutung für den Chassidismus vortrefflich geschildert. Das Buch ist auch zur Einführung in die Gedankenwelt des Chassidismus geeignet. B. Die Judenpogrome in Rußland. Herausgegeben im Auftrage des Zionistischen Hilfsfonds in London von der zur Erforschung der Pogrome eingesetzten Korn* mission. Köln u Leipzig. — Jüdischer Verlag. 1910. 2 Bande, gr. 8°. XXI+»40 Seiten. — Preis 8 M. Der Zionistische Hilfsfonds in London hat unmittelbar nach den Oktoberpogromen des Jahres 1905 eine Kommission eingesetzt, welche in vierjähriger mühevoller Arbeit die Ursachen und Wirkungen der Pogrome an Ort und Stelle studiert hat. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen liegen jetzt in zwei starken Bänden vor, von denen der erste einen allgemeinen Teil und der zweite Darstellungen der einzelnen Pogrome enthält. Die letzteren bilden ein hervorragendes Quellen* material, während in dem allgemeinen Teil der gesamte Stoff systematisch bearbeitet ist. Hier ist namentlich der Abschnitt über die Stellung der russischen Behörden zu der Pogromorganisation hervorzuheben. Das Werk ist unentbehrlich für jeden, der die Leidensgeschichte der russischen Juden Kennen lerr.en will. Wir behalten uns vor, auf das Werk noch ausführlich zurückzukommen. B. Mitteilungen. I. Am 2. Mai d. J. fand die diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung des Vereins fürStatistlk der Juden in Berlin statt. Der ausführliche Be* rieht über die Versammlung Hegt dieser Nummer besonders bei. II. Der vor einigen Jahren verstorbene Professor an der Universität Berlin Dr. Wilhelm Meyerhoffer hat in seinem Testament den Betrag von 20000 Francs ausgesetzt zur Gründung eines wissenschaftlichen Bureaus für das Judentum, welches hauptsächlich jüdische Statistik pflegen und zur Evidenzhaltung derjenigen christlichen Familien dienen soll, welche jüdisches Blut besitzen. Der Betrag ist dem „Verein für Statistik der Juden" in Berlin überwiesen worden, welcher damit eine besondere Stiftung errichtet hat. Berichtigung. Die in Heft 5 veröffentlichte Notiz über den Etat der Berliner jüdischen Gemeinde enthält eine Reihe unrichtiger Angaben, die darauf zurückzuführen sind, dass uns der „Haushaltsetat der jüdischen Gemeinde zu Berlin für die Jahre 1910—12" im Original nicht vorlag. Nachdem uns derselbe jetzt von der Gemeinde zur Verfügung gestellt ist, sind wir in der Lage, die richtigen Angaben zu bringen. Wir veröffentlichen daher die rSotiz noch einmal in berichtigter Gestalt: Der Etat schllesst in Einnahme und Ausgabe für das Jahr 1910/11 mit 4377089,31 M, für 1911,12 mit 4408108.64 M., für 1912/13 mit 4448378,89 M. Ansteuern sind aufzubringen: 1910/11: 2475300,8lM., 1911/12: 2498910 54 Ii., 1912/13: 2548980,79 M. Für Kultus und Ritualien werden vorgesehen 1910/12: zusammen 2647956li.,für Beerdlgungswesen und Friedhofs' Verwaltung 2023119 M.fürünterrichtswesen 1205254,12 M., für Armenpflege 921685,55 Ii., für Wohltätigkeitsanstalten und Waisenpflege 2270223,40 M., für Vermögensverwaltung 2384 553,77 M. Die Kultusausgaben erfordern für 1910/12 einen Mehr* aufwand von 548634 Ii., der Schuletat von 273781,92 M., das Armenwesen von 87313,55 M. Der Gesamt' mehrbedarf beträgt Ii. 2584581,89 An Zuschüssen erfordern die verschiedenenSynagogen: Alte Synagoge 22239 M., Neue Synagoge 30063 Ii., Synagoge Kaiserstrasse 12465 M., Synagoge Linden- Strasse 5040 M., Synagoge Rykestrasse 31158 M. Die Synagoge Lützowstrasse hat einen Ueberschuss von 5136M. Für Fest- und Jugendgottesdienst sind bereitgestellt 1910/11 199250 M , 1911/12 204250 M., 1912/13 219 250 Ii« Für Subventionen an Religionsvereine sind beantragt 120 000 M. jährlich. Die Gemeindebibliothek erfordert 20 000 ü. jährlich. Die Durchreisenden' Kommission soll 21520 M. jährlich, die Fürsorgekommission 13920-15220 — 16720 M. in den drei verschiedenen Etats jähren erhalten Das Hospital erfordert einen Jahreszuschuss von 22700 M., die Altersversorgungsanstalt 6000 M. Das Krankenhaus erfordert einen Gemeindezuschuss von 110590 M. Für offene Waisenpfiege werden 63000—65000—67000 M. gefordert. Das Reichenheimsche Waisenhaus erhält 32835,90 M. — 32 935,90 — 33 615,90 M, das zweite Waisenhaus erhält jährlich 49800 M. Es werden im ganzen verausgabt für mildtätige Zwecke 1910/11 466875,90 M., 1911/12 475275,90 Ii., 1912/13 484455,90 Ii. Für das herauszugebende Gemeindeblatt werden 40000 M. eingestellt. Für die Redaktion verantwortlich Rechtsanwalt Dr. Bruno Blau, Berlin-Charäottenburg. - für Statistik der Juden, Berlin. — Expedition und Kommissionsverlag von Louis Lamm Friedrichstrasse 61 — 63. — Druck von E. Grüner, Bernau. Verlag des Bureaus in Berlin C. 2, Heue

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