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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1910-06-01 · Heft 6 (Juni 1910) · p. 81

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
6 (1910)
Issue
Heft 6 (Juni 1910)
Article
Inhalt
Date
1910-06-01
Page
81 (sequence 1)
Language
German
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ttsclittani i. Erscheint monatlich. — Abonnementspreis — für das ganz e Jahr 6,—M. für das halbe Jahr 3,50 M. Herausgegeben vorn Bureau für Statistik der Juden Berlin C. 2, An der Spandauerbrücke 15. Zu beziehen durch das Bureau für Statistik der Juden, Berlin C. 2, An der Spandauerbrücke 15. Begründet von Dr. Arthur Ruppin. — Redigiert von Dr. Bruno Blau. 6. Jahrgang. Juni 1910. Heft No. 6. INHALT: (Die nicht von den Verfassern gezeichneten Artikel sind Arbeiten des Bureaus für Statistik der Juden.) I. Abhandlungen. Dr. oec. publ. Jacob Sega II, Berlin: Die Statistik im Dienste der jüdischen Gemeinden. Dr. Arthur Ruppin, Jaffa: Der Rassenstolz der Juden. II. Statistisches Archiv. Die Bewegung der jüdischen Bevölkerung in Preußen im Jahre 1908. — Die Bewegung der jüdischen Bevölkerung in Frankfurt a M. im Jahre 1909. — Erwerb und Verlust der Staatsangehörigkeit in Baden im Jahre 1909. — Bewegung der Bevölkerung in Ungarn im Jahre 1908 mit Rückblick auf die Jahre 1896—1908. III. Literatur. Maurenbrecher, Max, Von Jerusalem nach Pom. —- Horodezki, S. A., Rabbi riachman von Brazlaw. Die Judenpogrome in Rußland. IV, Mitteilungen. V. Berichtigung. Nachdruck der Abhandlungen ist nur mit besonderer Genehmigung, des übrigen Inhalts nur mit vollständiger Quellenangabe gestattet. Die Statistik im Dienste d Von Dr. oec. publ. J. Will man eine Untersuchung darüber anj stellen, welche Aufgaben die Statistik im j Dienste der jüdischen Gemeinde zu erfüllen I hat, so wird man zuvörderst die Frage beantworten müssen, worin der Nutzen der Kommunalstatistik überhaupt besteht. Die jüdische Gemeinde ist nämlich ein Organismus, der in seiner Entstehung, Verfassung, Verwaltung und vor allem in seinen Zwecken eine Fülle von Analogien mit der Stadt- oder politischen Gemeinde aufweist. Aus diesem Grunde hat die Statistik, sofern sie in den Dienst der jüdischen Gemeinde tritt, eine große Anzahl von Aufgaben zu erfüllen, die auch der Kommunalstatistik obliegen. Es wird infolgedessen in der Beantwortung der oben gestellten Frage ein sehr erheblicher | Teil der Aufgaben, welche die Statistik im Dienste der jüdischen Gemeinde erfüllen soll, er jüdischen Gemeinden. Sega 11 in Berlin. zur Darstellung gelangen. Andrerseits besteht aber zwischen der jüdischen Gemeinde und derStadtgemeinde ein wesentlicher Unterschied. Die jüdische Gemeinde ist nämlich nicht nur eine Organisation, welche die jüdische Bevölkerung eines Ortes nach außen hin vertritt und öffentlich-rechtliche Funktionen ausübt, sondern auch ein Religions verband und umfaßt als solcher einen Tätigkeitsbereich, welcher der politischen Gemeinde gänzlich entfällt. Es obliegen daher der Statistik im Dienste der jüdischen Gemeinde noch besondere Aufgaben — die Pflege der Kultusstatistik —, welche eine gesonderte Behandlung verlangen. Es ergibt sich aus diesen Betrachtungen von selbst die Gliederung unserer Untersuchung in folgende zwei Teile: 1. Aufgaben der Statistik im Dienste einer politischen Gemeinde,

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