Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 6 (1910)
- Issue
- Heft 4 (April 1910)
- Article
- Inhalt
- Date
- 1910-04-01
- Page
- 49 (sequence 1)
- Language
- German
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Hkßipii Erscheint monatlich. — Abomiemenispreis — für das ganze Jahr 6,—M. für das halbe Jahr 3,50 M. -V Herausgegeben vorn Bureau für Statistik der Juden Berlin C. 2, An der Spandanerbrücke 15. Zu beziehen durch das Bureau für Statistik der Juden, Berlin C. 2, An der Spandauerbrücke 15, V^r Begründet von Dr. Arthur R u p p i n. — Redigiert von Dr. Bruno Blau. 6. JahrgangT] April 1910. leit No. 4. INHALT: (Die nicht von den Verfassern gezeichneten Artikel sind Arbeiten des Bureaus für Statistik der Juden.) I. Abhandlungen. Dr. Ign. Schwarz, Wien: Zur Mortalitätsstatistik der Wiener Ghettobewohner 16-iS—1669. Dr. Sara Rabinowitsch'Margolin, St. Petersburg: Die Heiraten von Juden in Russisch-Polen. H. Statistisches Archiv. Ehescheidungen in Berlin 1897—1906. Nachdruck der Abhandlungen ist nur mit besonderer Genehmigung, des übrigen Inhalts nur mit vollständiger Quellenangabe gestattet. Zur KortniiigissMistik der Wien Von Dr. I g n. S Im Anhange zum 2. Teile meines im Vor- 1 jähre erschienenen Buches „D a s W iener j G-hettcr1) habe ich aus einer bisher nur j sporadisch benützten Quelle, dem städtischen j Totenprotokoll die auf die Juden bezüglichen } Beschaudaten veröffentlicht.2) Die mortalitäts- I -------- I 2) Das Wiener Ghetto. Seine Häuser und I seine Bewohner, i. Das Judenviertel in der inneren I Stadt bis zu seiner Aufhebung im Jahre 1421. Nach i den Eintragungen der Wiener städtischen Grundbücher j und anderen archivaliscnen Quellen. — II. Die Judenstadt | im unteren Werd. 1625—1670. Das Grundbuch dtr j judenstadt (1632,). — Urkundliche Nachrichten zur Gej schichte der Judenhäuser. — Die auf Juden bezüglichen I Eintragungen des stadtischen Totenprotokolls. 1648—1669. i Mit 2 Plänen und 7 Textillustrationen Wien und Leipzig,! Wilhelm Braumüller 1909. Gr.-S. XII u. 314 S. Preis : M. 6 — -) Abgesehen von der fallweisen Benützung des [ Totenprotokolls zur Feststellung des Todesdatums der ■ einen oder anderen Person wurde dasselbe bisher in größerem Umfange von H a j d e c k i für die auf bildende; Künstler bezüglichen Daten exerpiert, allerdings meist i mit willkürlicher Weglassung der Todesursachen (Quellen; er Gbettobewoluier 1648-1668.; h w ä r z , Wien. statistische Verarbeitung 'dieser interessanten Daten innerhalb des Rahmens meines rein historisch-topogr aphischen Werkes wäre über das mir vorgesteckte Ziel weit hinausgegangen. Ich unternehme es nun an dieser, jüdisch-statistischen Untersuchungen gewidmeten Stelle aus den trockenen Daten des Totenprotokolls ein annäherndes Bild der Sterblichkeitsverhältnisse des zweiten Wiener Ghettos zu entwerfen. >< zur Geschichte der Stadt Wien. I. Abt. VI. Band), — Merkwürdigerweise hat S e n f e I d e r in seiner Arbeit .,Das niederösterreichische Sanitätswesen und die Pest im XVI. u. XVII. Jahrhundert" (Blätter des Vereines für Landeskunde von Niederösterreich. 23. Jahrg. S. 35 u. ff.) diese wichtige und bequem zugängliche Quelle ganz übersehen; die im Anhang seiner Arbeit mitgeteilten „Statistische Daten über die Sterblichkeit in Wien im Jahre 1679<( (nach den Berichten eines Pestpaters) dürften auf Grund des offiziellen Totenprotokolls so manche Korrektur erfahren.