Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 6 (1910)
- Issue
- Heft 3 (März 1910)
- Article
- Inhalt
- Date
- 1910-03-01
- Page
- 33 (sequence 1)
- Language
- German
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HfirDairaU Erscheint monatlich. —Abonnementspreis — für das ganze Jahr 6,—M. für das halbe Jahr 3,50 M- Herausgegeben vom Bureau für Statistik der Juden Berlin C. 2, An der Spandauerbrücke 15. Zu beziehen durch das Bureau für Statistik der Juden, Berlin C. 2, An der Spandauerbrükce 15. Begründet von Dr. Arthur Ruppin. — Redigiert von Dr. Bruno Blau. 6. Jahrgang, März 1910. Heft No. 3. INHALT: (Die nicht von den Verfassern gezeichneten Artikel sind Arbeiten des Bureaus für Statistik der Juden.) I. Abhandlungen. Dr S. Weißenherg, Eiisabethgrad: Das Stadtchen Krasnopolje. — Dr. Felix TheiJhaber, München: Beiräge zur jüdischen Rassenfrage. II. Statistisches Archiv. Geburten und Sterbefälle in Berlin 1905 und 19o6. — Geburten und Sterbefälle in Breslau 1906 und 1907. — Austritte aus dem Judentum in Wien in den Jahren 1903—1907. — Eheschließungen in Amsterdam von 1899—1908. — Wohltätigkeitspflege in Amsterdam im Jahre 1906 und 1907. III. Literatur. Die Juden im Heere. — Freund: Zur Geschichte des Ehegüterrechts bei den Semiten. Nachdruck der Abhandlungen ist nur mit besonderer Genehmigung, des übrigen Inhalts nur mit vollständiger Quellenangabe gestattet. Dss Siödtctien Krasnopolje. Von Dr. S. Weißer Unter obigen Namen ist eine statistischj ökonomische Untersuchung eines typischen jüdischen Städtchens des Gouvernements Mohilew erschienen, die Heft 4 der von der I c a in verständnisvollerWeise herausgegebenen statistischen Forschungen über die russischen Juden bildet. Der Verfasser, Dr. L. Rochlin, war während der Jahre 1900—1903 Arzt und Kronrabbiner in dem betreffenden Städtchen, welche Eigenschaften es ihm ermöglichten, das volle Vertrauen der Bewohner zu gewinnen. Der Versuch, das Leben nnd Tieiben eines jüdischen Städtchens auf Grund mehrjähriger gewissenhafter und genauer Studien zu schildern, ist als vollkommen gelungen zu betrachten und die gelieferte Arbeit ist aus mehrfachen Gesichtspunkten zu begrüßen. Um auf zwei solcher Punkte nur hinzuweisen, haben wir erstens manche nur einem Detaillberg, Elisabethgrad. j Studium zugängliche Korrektion der offiziellen Statistik gewonnen und zweitens Einblicke in solche Lebensverhältnisse erhalten, die nur einem intimen Freunde gewährt werden können. Im Glauben, daß die mühevollen Forschungen des Dr. Rochlin auch einem weiteren Kreise von Interesse sein werden, suche ich im Folgenden deren Ergebnisse an der Hand von Tabellen kurz zu beleuchten. Den — nach anderweitigen Veröffentlichungen des Autors zu urteilen, höchst wichtigen — Abschnitt über die sanitären Verhältnisse hat die Redaktion in kurzsichtiger Überhebung — eine für russische Redakteure charakteristische Eigenschaft — leider ganz ausgelassen. Zum eigentlichen Inhalte des Buches übergehend, wollen wir dessen Einteilung im Allgemeinen beibehalten.