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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1910-02-01 · Heft 2 (Februar 1910) · p. Seite 27

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
6 (1910)
Issue
Heft 2 (Februar 1910)
Article
Die Juden im Großherzogtum Luxemburg
Date
1910-02-01
Page
Seite 27 (sequence 4)
Language
German
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— 27 — Tabelle IV. a. absolut. Familienstand Gesamtbevölkerung Katholiken Protestanten Isrealiten männl. | weibl. j Zus. männl. j weibl. | Zus. männl.; weibl. j Zus. mannl. i weibl."Y"Zus. ledig...... verheiratet . . . verwitwet . . . geschieden . . . 79456 41367 5312 85 70415! 149871 40082! 81449 9626; 14938 112 i 197 77845 40316 5244 79 69416! 147261 39361! 79677 9514! 14748 108 187 974 643 28 4 575; 1549 449 i 1092 55 83 3 7 353; 341 227 ■ 220 21! 48 , 694 447 69 Zusammen . . . ledig...... verheiratet . . . verwitwet . . . geschieden . . . 126220 120235! 246455 32,24 28,57; 60,81 16,79 16,26 i 33,05 2,16 3,91 6,06 0,04; 0,05; 0,08 123484 b. 32,18 16,67 2,17 0,03 118399 i 241883 relativ. 28,70! 60,88 16,27! 32,94 3,93 | 6,10 0,05 j 0,08 1649! 1082; 2731 35,66! 21,06 \ 56,72 23,54 i 16,44 1 39,98 1,031 2,01! 3,04 0,15 0,11 | 0,26 601 j 609 29,17; 28,18 18,76; 18,18 1,74 3,97 1210 57,35 36,94 5,71 Zusammen . . . 1 100,00 | 1 100,00 | 100,00 j 100,00 klasse 1—10 : 22,78%,) zweitens auf das späte; Heiraten der Bevölkerung; so betrug beispiels- \ weise i. J. 1903 die Zahl der Heiratenden im } Alter unter 20 Jahren nur 5,26%, und drittens : auf die große Zahl von fremden Arbeitern, I welche in den Gruben arbeiten. Diese sind i zumeist ledig. Es zeigt sich daher auch, daß; der Anteil der männlichen Ledigen erheblich j stärker als jener der weiblichen ist. Von den j 60,87% Ledigen machten nämlich die mann-! liehen Ledigen 32,24, die weiblichen nur 28,57 j aus. Dasselbe sehen wir bei der katholischen Bevölkerung. Bei den Protestanten aber ist ' der Prozentsatz der Ledigen beträchtlich ge-; ringer. Da der Anteil der Protestanten unter; 10 Jahren also 23,03% mehr als bei der Ge- \ samtbevölkerung beträgt, hätte eigentlich der [ Prozentsatz der Ledigen höher sein müssen , als bei der Gesamtbevölkerung. Aber gerade dieser Umstand weist darauf hin, daß die; zugewanderten, protestantischen Arbeiter verheiratet sind — und zwar in jugendlichem Alter, wie aus dem weiblichen Altersaufbau hervorgeht, denn sonst ließe sich der hohe Kinderbestand nicht erklären. Bei den Juden ist ebenfalls der Prozentsatz der Ledigen kleiner als bei der Gesamtbevölkerung. Bei ihnen erklärt sich dies daraus, daß, wie der Altersaufbau zeigt, der Anteil der Kinder viel geringer als bei der Gesamtbevölkerung und den Protestanten ist, und andrerseits in den für das Heiratsalter in Betracht kommenden Klassen Gleichgewicht herrscht. Während die Luxemburgische Statistik über den Stand der Bevölkerung sehr ausführliche Ausweise bringt, enthält sie keinerlei Angabe über die Bewegung der einzelnen Konfessionen, so daß uns eine Untersuchung hierüber unmöglich ist. Statistisches Archiv. '■~ : i Die Juden in den Vororten von Berlin. Preußen Nach der Volkszählung von 1905 betrug :i-==i-: der prozentuale Anteil der jüdischen Be* vöikerung an der Gesamtbevölkerung in Berlin Chariottenburg Schöneberg Wilmersdorf Rixdorf Steglitz Groß'Llchterfelde 4,6 6,5 4,9 6.8 Ofi 0,8 0,6 in Boxhagen-Rummelsburg 0.6 „ Lichtenberg 0,8 „ Weißensee 1,3 Am dichtesten ist also die jüdische Bevölkerung in den unmittelbar an Berlin grenzenden westlichen Vororten. An erster Stelle steht Wilmersdorf; dann folgen Charlotten* bürg und Schöneberg Der Zug nach dem Westen ist so stark, daß diese drei Vororte Berlin bereits Oberflügelt haben. Von den nichtwestlichen Vororten hat nur Weißensee einen nennenswerten jüdischen Bevölkerungs* anteil.

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