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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1910-02-01 · Heft 2 (Februar 1910) · p. 17

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
6 (1910)
Issue
Heft 2 (Februar 1910)
Article
Inhalt
Date
1910-02-01
Page
17 (sequence 1)
Language
German
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Erscheint monatlich. — Abonnementspreis — für das ganze Jahr 6,~ M. für das halb e Jahr 3,50 M. Herausgegeben vom Bureau für Statistik der Juden Berlin C. 2, An der Spandauerbrücke 15 Zu beziehen durch das Bureau für Statistik der Juden, Berlin C. 2, An der Spandauerbrükce 15. Begründet von Dr. Arthur Ruppin. — Redigiert von Dr. Bruno Blau. JT Heft No. 2. 6. Jahrgang, Februar 1910. INHALT: (Die nicht von den Verfassern gezeichneten Artikel sind Arbeiten des Bureaus für Statistik der Juden.) I, Abhandlungen. Emil fiollack, Kgl. Baugewerkschullehrer in Königsberg i. Pr,: Zur Vorgeschichte der Juden in Ost' und Westpreußen. — Dr. oec. publ. JaRob Segaü, Berlin: Die Juden im GroOherzogtum Luxemburg. II. Statistisches Archiv, Die Juden in den Vororten von Berlin. — Konfession und Todesursachen in Berlin 1906. — Die Mischehen und die Konfession der Kinder aus Mischehen in Breslau. — Eheschließungen in Deutschland 1907. — Eheschließungen in Sachsen 1907. — Berufszahlung in Bayern 1907. — Die Geburten im GroQherzogtum Baden im jähre 1908. — Sterbefälle im Großherzogtum Baden im Jahre 1908 — Die prozentuale Verteilung der Bewohner im Hamburgischen Staate nach den Volkszählungen von 1871—1905. -- Altersaufbau im Hamburgischen Staat 1905. — Der IX. Zionisten-KongreQ. III. Literatur. Holzman, Dr. M.: Geschichte der Jüdischen Lehrer-ßildungsanstalt in Berlin. — Maurenbrecher, Max: Von riazareth nach Golgatha. — Cohen, Israel: Israel in Italien. Nachdruck der Abhandlungen ist nur mit besonderer Genehmigung, des übrigen Inhalts nur mit vollständiger Quellenangabe gestattet. Zur Vorgescnichte der Juden Von Emil Hollock, Kgl. Baugewerl Nach Lucas David (Preußische Chronik, j VI, 152/153, Ausgabe von Henning) war \ den Juden in Preußen Handel und Wandel j verboten, ausgenommen in Thorn, „dahin sie im Jahrmarkt trium regum doch mit Geleite vnd mit einem gewissen Zeichen, daran sie mögen erkannt werden, zu kommen Inen ist zugelassen worden." Diese Nachricht, die auch Jolowicz a. a. O., 5, Fußnote 1 auf Treu und Glauben nacherzählt, stimmt jedoch nicht; denn dagegen sprechen die Akten der Ständetage Preußens. So kurz auch die Notizen sind, denen man hier begegnet, so erhellt doch daraus, daß, wenigstens bis zum Jahre 1435, ein großer Teil des Handels, der von Polen nach Preußen flutete, in jüdischen Händen gewesen ist, und daß man sie in Preußan in Ruhe gelassen hat. Am 23. Oktober des genannten Jahres fand ein Städtetag statt, wahrscheinlich zu Thorn, doch steht der Ort nicht fest. Von Städten, die daran teilnahmen, In Ost- und Mreussen. schullehrer in Königsberg 1. Pr. (Schluß), werden genannt Culm, Elbing, Danzig und Thorn. Einer der Thorner Vertreter ist der durch Ernst Wicherts Roman bekannt gewordene Tilemann vom Wege. Man rerständigt sich auf diesem Städtetage mit den Polen über eine neue Zusammenkunft zu Sluzewo am 6. Dezember desselben Jahres. Außerdem erörtern die Städte eine Anzahl beim Frieden- Schluß zu berücksichtigender Artikel, klagen über Güteraufhaltung" u. s. w. Zur Diskussion kommt u. a. das Verlangen Krakaus, daß kein preußischer Kaufmann von einem ausländischen Handelsmann Kupfer kaufen möge, er sei denn Bürger von Krakau. Man beschließt nun — denn Polens Hand lag schwer auf Preußen —, den Gebietigern anzuempfehlen „und daß keyn Jude in das landt czu Pruszen kome, koufmannsschacz doselbist zu treiben nach alder Gewönne i t.u (Akten I, 701). Diese Worte „nach alder Gewonheitu eines amtlichen

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