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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1909-10-01 · Heft 10 (Oktober 1909) · p. Seite 159

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
5 (1909)
Issue
Heft 10 (Oktober 1909)
Article
Juden in der Schweiz
Date
1909-10-01
Page
Seite 159 (sequence 2)
Language
German
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- 159 — Tabelle IV. j — i Heimat Von protest je 1000 Einwohnern waren katholisch lisraelUisch; andere Schweizerb. Ausländer 616 285 380 6S9 i 2 | 19 2 7 Gesamte Wohnbev. 578 416 1 4 i 2 Die in der Schweiz wohnenden Ausländer gehören j also zu mehr als 2/3 der katholischen Konfession an. Sehr hoch ist auch die Zahl der ausländischen, in der Schweiz wohnenden Israeliten, die den einheimischen j und naturalisierten Schweizer Israeliten numerisch weit j überlegen sind. In den einzelnen Kantonen wurden; gezählt: j Israeliten tn C/5 o < o C/5 > < o — > -* Si £ 3* £ 3 -n 2a c £1 tiländer usländer elitisch aren eizerbg.j je 1000 elitisch V* 1 ä 3 o 3 je 1000 Zürich 1066 1867 2 19 Bern 470 1073 3 27 Luzern 172 147 1 44 Uri — 1 1 23 Schwyz 3 6 0 Obwalden — — 0 2 Mitwaiden — — _ Glarus — 3 _ Teh 13 6 2 Israeliten _ 1 > 3 C ST:! £ 3 1 °-! 3 rt! ß. -i 1 o —J Von je 1000 Schweizerbg, waren israelitisch Von je 1000 Ausländern waren israelitisch Freibach 58 109 1 3 Solothurn 85 74 0 25 Ba:el-Stadt 859 1038 1 18 Basel-Land 75 55 12 24 Schaffhausen — 22 2 7 Außerrhoden 8 23 — 3 Innerrhoden — — 0 9 St. Gallen 282 274 — — Graubunden 7 107 1 10 Aargau 754 236 0 7 Thurgau 17 96 4 23 Tessin 2 16 0 6 Waadt 373 703 0 1 Wolli 6 19 2 23 Neuenburg 448 572 0 2 Genf 274 875 4 43 3 16 Demzufolge werden von den inländischen Israeliten die Kantone Zürich mit 1066, Basel-Stadt mit 859, Aargau mit 754, Bern mit 470, Neuenburg mit 448, Waadt mit 373 etc. als Wohnplätze bevorzugt, von den ausländischen insbesondere die drei Universitätsstädte Zürich, Bern und Basel. Der höchste Prozentsatz der inländischen Israeliten unter den Schweizerbürgern befindet sich in Basel-Land [1, 12], der der ausländischen Israeliten unter den Ausländern nicht in einer der Universitäts- Städte, sondern in Luzern [44]. N. W. Literatur. Sichel, Dr. Max. Die Geisfesförungen bei den Juden. Eine klinisch - historische Studie. Leipzig. M. W. Kaufmann. 1909. 8°. IV -4- 81 Seiten. Preis 2 Mark. In einem historischen Teil stellt der Verfasser zunächst zusammen, was sich aus dem jüdischen Schrifttum über geistige Erkrankungen ergibt. Der darauf folgende statistische Teil der Arbeit hat zur Grundlage eine von Sichel veranstaltete Rundfrage bei den öffentlichen und privaten Anstalten des deutschen Reiches. Danach befanden sich am 1. August 1908 in 342 Anstalten unter 116010 Personen 2766 Juden, und zwar 1386 Männer und 1380 Frauen; der Prozentsatz der jüdischen Anstaltsinsassen war also 2,38, derjenige der männlichen 2,28 und der der weiblichen 2,49. Der Verfasser macht indes selbst darauf aufmerksam, daß der Verwertung dieses Resultates mancherlei Bedenken entgegenstehen, und er hält es nicht für angängig, aus den von ihm mitgeteilten Zahlen den Schluß zu ziehen, daß die Geisteskrankheiten bei den Juden häufiger seien als bei ihrer Umgebung.! Der klinische Teil der Untersuchung S i c h e 1 s j bezieht sich auf das Krankenmaterial der städtischen \ Irrenanstalt zu Frankfurt a. M. An diesem Material hat j Sichel insbesondere eingehende Beobachtungen über j die Beteiligung der jüdischen Geisteskranken an den einzelnenKrankheitsformen gemacht und ist hierbei zu folgenden Ergebnissen gelangt: Zu der Paralyse, dem manischdepressiven Irresein, der dementia praecox, dem an* geborenen Schwachsinn, der Hysterie und zur Neurasthenie stellen die Juden ein verhältnismäßig großes Kontingent, während sie an der Epilepsie und dem Aikoholismus in geringem Maße beteiligt sind. Sichel stellt weiter fest, daß sich bei den jüdischen Kranken häufig eine erbliche Belastung nachweisen ließ und daß ihre Selbstmordgefährlichkeit eine hohe ist. B. B. Alsberg, Moritz, Jtlilifäruntauglidikeif und Gröbst adteinfluf}. Leipzig und Berlin. B. G. Teubner. 1909. 27 Seiten. Gr. 80. — Preis 1 Mk. Wenn die vorliegende Schrift sich auch nicht mit der Militärtauglichkeit der jüdischen Bevölkerung unmittelbar befaßt, so ist sie für die Behandlung dieses Problems doch insofern von Bedeutung, als sich unter den Juden Deutschlands verhältnismäßig weit mehrGroßstadtmenschen finden als unter der übrigen Bevölkerung. Alsberg geht von der fortschreitenden Entartung der Rasse aus, welche er für erwiesen hält, und gelangt auch zu der Ansicht, daß der Militärtauglichkeitskoeffizient im Abnehmen begriffen ist. Er stellt weiter den Satz

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