Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 5 (1909)
- Issue
- Heft 9 (September 1909)
- Article
- Inhalt
- Date
- 1909-09-01
- Page
- 129 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- chapter
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2650397-3187664-3187674--2318-3190292- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
U Erscheint monatlich. —Abonnementspreis — für das ganze Jahr 6,—M. für das halbe Jahr 3,50 M. Herausgegeben vom Bureau für Statistik der Juden Berlin-Charlottenburg, Witzlebenstr. 19. Zu beziehen durch das Bureau für Statistik der Juden, Berlii-CMottentjurg, Witzlebenstrasse 19. Begründet von Dr. Arthur Ruppin. — Redigiert von Dr. Bruno Blau. 5. Jahrgang. September 1909. Heft No. 9. INHALT: (Die nicht von den Verfassern gezeichneten Artikel sind Arbeiten des Bureaus für Statistik der Juden.) I. Abhandlungen. Dr. S. Weissenburg, Elisabethgrad: Die autochthone Bevölkerung Palästinas in anthropologischer Beziehung. — Dr. Arthur Ruppin: Jüdische Schulkinder in preußischen Schulen, IL Statistisches Archiv. Der Zu- und Abzug von Juden in Breslau in den Jahren 1906 und 1907. — Ehetrennungen von Juden in Ungarn im Jahre 1907. — Die Budapester Juden nach ihrer Nationalität. — Jahresbericht der Alliance Isra6lite Universelle für 1908. — Der IV. Jüdische Turntag. — Die jemenitischen Juden. III. Literatur. Statistische Uebersichten der Bevölkerungs- und Medizinalstatistik In graphischer Darstellung. Nachdruck der Abhandlungen ist nur mit besonderer Genehmigung des übrigen Inhalts nur mit vollständiger Quellenangabe gestattet. Im Streite über die Kassenzugehörigkeit der Die autochthone Bevölkerung Palästinas In anthropologischer Beziehung. (Fellachen, Juden, Samaritaaer.) Von Dr. S. Weissenberg, Elisabethgrad. Betrachtung und hat seitdem immer mein1 und mehr Anhänger gewonnen die Theorie v. Luschans, wonach die Juden schon im grauen Altertum aus einem Gemisch aus den kurzköpf igen Hethitern, den blonden Amoritern und zum geringsten Teil aus echten Semiten entstanden sind. Wie so oft in der Wissenschaft, so galt auch diese Theorie, einmal von autoritativer Seite, obgleich ohne stringente Beweise aufgestellt, lange Zeit als Dogma, an dem niemand zu rütteln wagte. Es ist deshalb wirklich ein Verdienst Auerbachs, die vielen Schwachen der v. L u s c h an' s c h e n Theorie, insofern sie auf geschichtlicher Basis ruht, aufgedeckt zu haben, und hat er wahrlich den herablassenden Ton und die beißende modernen Juden, dessen Hauptpunkte aus der im Archiv für Eassen - und Gesellschafts-Biologie (1907) erörterten Kontroverse zwischen Auerbach und v. Luschan ersichtlich sind, spielt die Frage vom Typus der Ureinwohner Palästinas die größte Eolle. Es handelt sich hauptsächlich darum, die Ursache der durchgehenden Kurzköpfigkeit der europäischen Juden zu erforschen, die mehr als 9/10 und somit die Hauptmasse der gesamten Judenheit ausmachen. Als Prototyp der alten Semiten gilt der heutige Beduine, der langköpfig ist. Wie ist also die Kurzköpfigkeit der Juden zu erklären*? Seit 1892 steht im Vordergründe der