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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1909-04-01 · Heft 4 (April 1909) · p. 49

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
5 (1909)
Issue
Heft 4 (April 1909)
Article
Inhalt
Date
1909-04-01
Page
49 (sequence 1)
Language
German
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iisilii [iiiroito; - Jiilt». Erscheint monatlich. —Abonnementspreis — für das ganze Jahr 6,~ AI. für das halbe Jahr 3,50 M. Herausgegeben vorn Bureau für Statistik der Juden Berlin-Charlottenburg, Witzlebenstr. 19 Zu beziehen durch das Bureau für Statistik der Juden, Berlm-CHarloltenöiiTg, Witzlebenstrasse 19. Begründet von Dr. Arthur Ruppin. — Redigiert von Dr. Bruno Blau, 5. Jahrgang. April 1909, Heft No. 4. INHALT: (Die nicht von den Verfassern gezeichneten Artikel sind Arbeiten des Bureaus für Statistik der Juden.) I. Abhandlungen. Dr. Brunoßlau, Berlin: Die Kriminalität der Juden in Deutschland während der Jahre 1903—1906. — Dr. oec. publ. Jacob Segall, Charlottenburg: Die Einwanderun? von Juden in die Vereinigten Staaten im Jahre 1907/1908. — M. Schwe'g, Bukarest: Die jüdischen Handwerker in Rumänien. II. Statistisches Archiv. Die Juden in Braunschweig im Jahre 1905. — Die schulstatistische Erhebung im Herzog' tum Braunschweig im Jahre 1905 — Die Kriminalität der Juden in Württemberg 1898—1905. — Statistik der Prager deutschen Universität. — Austritte aus und Uebertrttte zum Judentum in Wien im Jahre 1908. — Die jüdische Bevölkerung in England und den englischen Kolonieen. — Das Schulwesen in Jerusalem. — Die Juden in Tunis. — Einwanderung nach Argentinien im Jahre 1907. HI. Zeitschriftenübersicht. IV. Druckfehler-Berichtigung. Nachdruck der Abhandlungen ist nur mit besonderer Genehmigung des übrigen Inhalts nur mit vollständiger Quellenangabe gestattet. Die Kriminalität der Juden in Deutschland wdhrend der Jahre 1903-1906. Von Dr. Bruno Blau, Rechtsanw Wenn auch in der Literatur zur Kriminalität der Juden in den letzten Jahren ein gewisser Aufschwung nicht zu verkennen ist, so begegnet man doch noch häufig genug Schlußfolgerungen, welche, sofern sie nicht überhaupt aus der Luft gegriffen oder etwa das unkontrollierbare Produkt privater „Erfahrungen" sind,*) auf einmaligen Zahlen be- *) In den „Preußischen Jahrbüchern", Juli 1908, S. ()1 behauptet 2. B. Staatsanwalt Langer, daß sich die Juden „am intensivsten verteidigen" und ähnlich Dr. Mönkemöller in Gross' „Archiv für Kriminalanthropologie und Kriminalistik", Band 30, daß die Jüdinnen zwar sehr stark an der Prostitution beteiligt seien, sich aber durch größere „Geriebenheit" auszeichneten als ihre christlichen Kolleginnen und es eher als diese verständen, „der Polizei Sand in die Augen zu streuen." Die" hier behaupteten angeblichen jüdischen Eigenschaften sind durchweg unbewiesen und unbeweisbar. alt beim Kammergericht in Berlin, ruhen. Daß indes aus derartigen, oft zufälligen, statistischen Ergebnissen, bindende Schlüsse nicht gezogen werden können, ist selbstverständlich und bedarf keiner näheren Ausführung, Aus diesem Grunde haben wir es uns in dieser Zeitschrift versagt, über die Ergebnisse der Kriminalstatistik in jedem einzelnen Jahre zu berichten, obwohl uns bekannt war, daß in dieser Unterlassung von mancher Seite*) ein Mangel erblickt wurde. Selbst der Zeitraum von vier Jahren, den wir zum Gegenstande unserer Besprechung machen, reicht nicht aus, um in einwandfreier und erschöpfender Weise sozialen Erscheinungen nachzuspüren und aus den stastitischen Ergebnissen einer *) So von Dr. Draeseke, dem ständigen Referenten für unsere Zeitschrift in A s c h a f f e n b ur g s „Monatsschrift für Kriminalpsychologie und Strafrechtsreform.

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