Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 5 (1909)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1909)
- Article
- Die Kriminalität der Juden in Rußland
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 9 (sequence 4)
- Language
- German
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ilire hohe Kriminalität zu erklären ist."x)? Unter den Juden sind nicht die Räuber und j Mörder zu suchen, sondern sie beteiligen sich j (wie in allen übrigen Ländern ebenfalls) haupt- \ sächlich an den Straftaten, bei denen mehr; die geistige Tätigkeit als die rohe Gewalt in j die Erscheinung tritt. j Dieses Resultat ergibt sich auch aus der i neuesten Statistik über die Kriminalität der; Juden Rußlands im Jahre 1904.2) Der Verj fasser des unten zitierten Aufsatzes führt auf j Grundlage der veröffentlichten Tabellen aus:; ..Was die Kriminalität der Juden anlangt, so! x) Siehe II. Jahrgang dieser Zeitschrift, S. 140 und i obige Anmerkung. 2) Vergl. „die Kriminalität Rußlands im fahre 1904" von Dr. Arnold Wadler. (<7 Gerichtssaal" Band 72, Heft 3/6, s. 307.) können wir feststellen, daß sie sich von der allgemeinen hinsichtlich ihres Charakters scharf unterscheidet und im Ganzen fast alle diejenigen Merkmale aufweist, welche wir auch in anderen Ländern bei der Untersuchung der jüdischen Straffälligkeit konstatieren können." Wir finden auch bei Betrachtung der Kriminalität die Juden im Jahre 1904 eine Bestätigung für die Behauptimg,1) daß der Unterschied der jüdischen Kriminalität im Verhalten zu der der anderen Völker „nicht so sehr mit Einflüssen der Rasse als mit anderen Faktoren wie sozialen Zustände, ökonomischen Bedingungen, Berufsgliederung, Bildungsniveau usw. zusammenhängt.u r) Siehe II. Jahrgang S. 140. Mm Bemerkungen im Mi i. Herr Dr. E. Auerbach kommt in seiner interessanten Arbeit „Die Sterblichkeit der Juden in Budapest" (Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden, IV. 11) zu folgendem Resultat: «Aus unserer Untersuchung hat sich kaum eine einzige Tatsache ergeben, die nur durch eine besondere Rassenanlage zu erklären wäre." Ein solcher Schluß scheint mir etwas zu weit zu gehen. Einesteils weil es völlig unangängig ist, den großen Komplex der vielen verschiedentlichen Nervenkrankheiten in einen Topf zu werfen und uns lediglich eine Zahl zu bieten für mehr denn zwei Dutzend Erkrankungen, die nicht viel mehr miteinander gemein haben als die oberflächliche Bezeichnung ..Nervenkrankheit". Auf die allgemeine Seite wollen wir jedoch später kurz zurückkehren. Ais zweiter Punkt unserer Kontroverse sei eine Erscheinung, die selbst Auerbach zu denken gab, angeführt, die ganz gegen die Auffassung spricht, als gäbe es vielleicht [fei „Sterblichkeit der Juden". keine Erkrankungen, die auf Rassen anlagen beruhen. Es handelt sich hierbei um die Seltenheit des Uterus-Carcinoma (Gebärmutterkrebses) bei den Jüdinnen. Diese Erscheinung stammt hier aus den Statistiken der Pathologen, sie stellt die an diesen gefährlichen Geschwülsten Gestorbenen dar. Nun führt Auerbach selbst an, daß Berliner Kliniker dieselbe Erfahrung ihm mitteilten (womit z. B. die Annahme, die Jüdinnen ließen sich ihre Geschwülste, die notabene sehr bösartig sind und meist chirurgisch nicht mit Erfolg entfernt werden oder zu entfernen sind, operativ beseitigen, widerlegt wird). Meine Kenntnis der interessanten geringen Verbreitung der Gebärmutterkrebse unter den Jüdinnen stammt aus dem Jahre 1905, als der Gynäkologe Hof rat Dr. Theilhaber in Vorlesungen für Ärzte strikte betonte, daß er auf Grund jahrzehntelanger Beobachtungen zu der Überzeugung gelangt sei, es handle sich hier um eine rassenbiologische Erscheinung. Unter verschiedenen Gründen führt er an, daß alle; die Momente, die diese rätselhafte Krankheit