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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1907-01-01 · Heft 12 · p. Seite 191

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
3 (1907)
Issue
Heft 12
Article
Die jüdischen Ackerbaukolonien in Palästina
Date
1907-01-01
Page
Seite 191 (sequence 1)
Language
German
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— 191 — Ist, daß wir fast 5000 Familien mit der Durchschnittszahl von 5 Personen gezählt haben. Dies ist fast der ganze außerhalb der Stadtmauern gelegene Stadtteil, den ich sicherlich nach vier Tagen fertig haben werde. In der Stadt, d. h. innerhalb der Stadtmauern, habe ich nur 500 Familien gezählt, ich habe aber jetzt sehr gute Aussichten und hoffe, in ungefähr 2 Wochen auch damit fertig zu werden. Sie sehen, daß wir unser Ziel, wenn auch nicht vollkommen und zur erwünschten Zeit, doch immerhin erreichen werden, ich meinerseits setze meine ganze Kraft daran, das möglichst Beste zu erlangen." Wir hoffen auf die Resultate der Zählung in einiger Zeit noch ausführlich zurückkommen zu können. —=; Über die jüdischen Rdkerbau- |j Palästina. \\ ^0\on\£n m Palästina hat Dr. Rup- ''—~ ----i: pin auf einer Reise durch Palästina im Herbst 1907 einige statistische Angaben gesammelt, die in der folgenden Tabelle niedergelegt sind. Die Angaben stammen von zuverlässigen Personen in den einzelnen Kolonien oder von Beamten der Administration. Absolute Vollständigkeit und Genauigkeit war nicht zu erreichen^ insbesondere ergaben sich Schwierigkeiten dadurch, dass in einzelnen Kolonieen das Areal noch nicht genau vermessen ist und dass die grösseren Kolonien, insbesondere Petach-Tikwah, Sichron-Jakob und Rosch-Pinah neben den Kolonisten auch eine erhebliche Zahl von jüdischen Arbeitern, Handwerkern und Händlern beherbergen, die stark fluktuiert und deshalb nicht genau bekannt ist. Immerhin kann als sicher angesehen werden, dass die Zahlen in der Tabelle bis auf unbedeutende Abweichungen der Wirklichkeit entsprechen. Die Gesamtseelenzahl der Kolonien beträgt hiernach rund 6500 und die Gesamtfläche za. 25500 ha. Hierbei sind die Ackerbauschule der Alliance Israelite Universelle in Mikweh Israel und verschiedene im Eigentum von Juden befindliche, aber nicht von Juden bewirtschaftete grössere Landstücke nicht mitgerechnet. Die^Kolonien in Judäa sind (mit Ausnahme von Ekron, Artut und Kastinie, wo Körnerbau getrieben wird) vorwiegend Wein- und Obstbau-Kolonien. In Samaria beschäftigen sich die Kolonien sowohl mit Körnerbau wie mk Reben- und Pflanzungskultur, während in den Kolonien in Galiläa fast allein Körnerbau herrscht» Die Körnerbaukolonicen entwickeln sich günstig; auch die hauptsächlich von Orangenkultur lebende Kolonie Petach-Tikwah nimmt einen grossen Aufschwung, dagegen haben die Weinbau-Kolonieen unter der .Schwierigkeit des Weinabsatzes zu leiden. I. In Judäa: Kolon.- Sonst. Gesamt- Areai Famil. Famil. Seelenzahl in ha. Rischon le Zion - - — — 800 920 Ness Ziona...... 14] Wadi C.hanin * 8 4 150 300 Teil Owiw..... 8! Rechoboth...... 51 59* 550 1300 Ekron........ 49 18 300 830 Katra......... 17 5 140 450 Kastinie....... 15 7 100 400 Artuf......... 10 2 60 450 Mozah........ 7 — 28 60 Petach-Tikwah mit Fedsche u. Jehudie 175 85 1400** 2200 II. In Samaria: Kafr Saba...... — — 30 675 Chedeia ....... 38 5 165 2900 Sichron Jakob mit Midschmal und Schweja...... 68 ca. 80 780 1700 Athlit ........ ^'(Cjfc^f* _ 30 500 Tantura....... 2 0 16 40 III. In Galiläa: Jemma........ 36 7 200 1350 ßet Dschen 15 — 60 1000 Mescha........ 23 4 150 1000 Sedschera ...... 28 15 200 1800 Melhamie...... 22 — 120 1000 P.osch Pinah mit Machanajim - 70 50 700 4000 Misch mar ha Jarden 11 10 90 220 Jessod Hamalah - 31 10 200 1000 Metuli ah......• 39 9 250 1300 6519 25455 *) darunter 14 Handwerker, 35 Arbeiter und 10 Beamte (Lehrer, Kultusbeamte usw.) **) einschließlich 150 lediger nicht zu einer Familie gehöriger Arbeiter. ***) Pächter der Jewish Coionisation Association. Literatur. Das Problem der Kriminalität der Juden von Franz v. Liszt. (Töpelmann Gießen 1907). 11 Seiten. 50 Pfennig. Franz von Liszt, der schon mehrmals in Vorträgen die Kriminalität der Juden erörtert hat, bietet uns in der vorliegenden Monographie, die ursprünglich einen Teil der Festschrift anläßlich der dritten Jahrhundertfeier der alma mater Ludoviciana zu Gießen bildete, i zum ersten Male eine wissenschaftliche Zu-! s a m in enfassinig seiner Ideen über diesen Gegenstand. Zu meiner Freude vermag ich zu konstatieren, daß v. Liszt sowohl hinsichtlich der Methode als auch hinsichtlich der Ergebnisse ganz mit dem übereinstimmt, was ich in meinem bei Reinhardt (München

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