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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1907-10-01 · Heft 10 (Oktober 1907) · p. Seite 158

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
3 (1907)
Issue
Heft 10 (Oktober 1907)
Article
Bewegung der jüdischen Bevölkerung in Russland im Jahre 1901
Date
1907-10-01
Page
Seite 158 (sequence 3)
Language
German
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— 158 — bei den bei den Mohamedanern 1/302 Juden 837 Orthodoxen 1000 Protestanten 814 Köm.-Kathol. 840 Es s t a r b e n im europäischen Rußland 02065 Juden oder 15,3 °/OÜ der jüdischen Bevölkerung (85242 Männer und 26823 Weiber). Auch hier ist das Verhältnis der beiden Geschlechter richtig zu stellen, in dem wahrscheinlich auch die Sterbefälle der bei der Geburt nicht angemeldeten Kinder weiblichen Geschlechtes nicht zur Anmeldung gelangen. Nach dieser Korrektur würde die Zahl der gestorbenen jüdischen Weiber 33250, die der verstorbenen Juden überhaupt 68492 und die Sterbeziffer 18,08% betragen. Damit haben die Juden noch immer die günstigste Sterblichkeit, denn es gab Sterbelalle bei den in abs. Zahlen unt. je 1000 Orthodoxen 283G402 33,9 Mohamed. 96811 25,3 Kö mis cli-K ath. 1125/5 24,2 Protest. 70272 20,1 Dank dieser günstigen Mortalität vermehren sich die Juden sehr rasch, indem sie einen großen Überschuß der Geburten über die Sterbefälle aufweisen. Wird die durchschnittliche Geburtsziffer (in Wirkl. 47,9) und durchschnittliche Sterbeziffer der Ges.-Bev. (in WirkL|= 32,1) gleich 100 gesetzt, so betrug die bei den Geburtsziffer Sterbeziffer Orthodoxen 104 106 Mohamed. 94 79 Eöm.-Kath. 76 75 Protest. 63 62 Juden 64 48 Durch Abzug der Sterbequote von der Geburtenquote erhält man die natürliche Vermehrungsziffer, auf je 1000 Konfessionsangehörige bezogen. Sie betrug bei den bei den Mohamedanern 19,8 Röm.-Kathol. 12,0 Juden 18,1 Protestanten 10,0 Orthodoxen 14,9 Statistisches Archiv. Der achte ZioniftenkorujreJj tagte im Haag vom j 14 bis 21. August 1907. An 400 Delegierte (etwa I die Hälfte der am Vll. Kongreß anwesenden) kamen im Haag zusammen. Insbesondere war Rußland bei i weitem schwächer als auf früheren Kongressen vertreten, j Nach dem zum ersten Mal in solcher Ausführlich- : keit vorliegenden Kassenbericht des Zionistischen! Zentralbureaus in Köln belief sich der Etat dieses; Bureaus in Einnahme und Aufgabe im letzten Jahre (1/VII. 190(> — 30. VI. 1907) auf Mk. 81110. — : Die Haupteinnahmen bilden die Sehekelbeiträge, die \ in Höhe von Mk. 20535. — nachträglich für das; vorletzte Jahr und in Höhe von Mk. 83750 für das Jahr 1907 eingegangen sind. Diese Sehekelgelder sind jedoch nicht in vollem Betrage an das Zentralbureau abgeführt worden, sondern nach Abzug von 11 ückVergütungen au die Landesfcderationen nur in Höhe von Mk. 11382 für das Vorjahr und .Mk. 63038.— für dieses Jahr. Die Einnahmen waren um 33(50 Mk. höher als die Ausgaben. Unter den Ausgaben weisen die höchsten Beträge auf die zur Unterhaltung des zen tralen Parreibhutes „Die Welt" und der im I. Jahrgänge , erscheinenden hebräischen Wochenschrift «Ha-OIani** | aufgewendeten Mehrkosten von Mk. 15255 — resp. ' Mk. 5668, ferner Gehälter Mk. 16533.—. j Die Zahl der eingegangenen S c h e k e 1 hat im ' Kongreßjahr 100263 betragen. Es hat sich somit die Zahl der schekelzahlenden Zionisten gegen das Jahr des Vll. Kongresses, in welchem man 160000 Sehekelzahb r zählte, sehr erheblich vermindert. Dieser Rückgang ist nur auf Rußland, wo infolge der Pogrome und"Revolution die Schekelsammlungeii und Spenden für zionistische Zwecke stark nachgelassen haben, zurückzuführen. Die absolute Zahl der gesammelten Schekel ist noch immer in Rußland am höchsten (28275 ^lk.) es hat jedoch nur um 1160 Mk. mehr an das Zentralbureau abgeführt als die Vereinigten Staaten. Nur Oesterreich hat verhältnismäßig noch mehr als Rußland von Schekeleingängen zur Deckung der Bedürfnisse der Landesorganisatioii zurückgehalten. Prozentuell am meisten ist an dem Gesamterträge der Schekelgelder Rußland beteiligt: mit 32,10%, sodann folgen die Vereinigten Staaten mit 15,50, Oesterreich mit 13,04, England mit S,05, Südafrika mit 7,67, Deutschland mit 6,75 und Rumänien mit 5,57 %, wie aus der Tabelle;vS. 159.) hervorgeht. Im Verhältnis zur jüdischen Bevölkerung der betreffenden Länder steuert am meisten zu den Einnahmen aus Sc: ekelgeldern Südafrika bei, wo an Schekelgeid etwa 14 Pfennige auf den Kopf der jüdischen Bevölkerungentfallen und Canada mit etwa 13 Pfg. Durch ziemlich hohe Beträge ragen noch hervor: die Schweiz mit 6,6 Belgien „ 4,5 Serbien „ 3,5 England „ 3 Pfennigen

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