Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 3 (1907)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1907)
- Article
- Probleme der Anthropologie der Juden
- Date
- 1907-07-01
- Page
- Seite 104 (sequence 4)
- Language
- German
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— 104 — tum zurückgebliebenen Personen mit weniger j als 160 cm Körpergröße ist dann besonders ■ bezeichnend, wenn man sie mit anderen Ein- 1 wohnern Europas vergleicht, unter welchen sehr selten eine so große Zahl von kleinen Personen gefunden wird, ausgenommen vielj leicht die Lappen, Magyaren und Sardinier.! Die russischen Militärbehörden haben dieses \ charakteristische Merkmal der Juden erkannt j und stellen sie in das Heer ein, selbst wenn; sie ein paar cm unter dem Mindestmaß j bleiben, das für nichtjüdische Rekruten vorj geschrieben ist. j Körpergröße der Jüdinnen. Die Jüdinnen sind in ähnlicher Weise wie die männlichen Juden von kleinem Wüchse. Die absolute Verschiedenheit in der Größe der Männer und Frauen ist bei allen Rassen ungefähr dieselbe. Aus Denikers Studien an 33 Reihen von Messungen an Frauen ist zu j entnehmen, daß in 20 Fällen unter 35, d. h. j beinahe in 2/3 aller Fälle, die Verschiedenheit in der Körpergröße zwischen den beiden Geschlechtern in jeder beliebigen Bevölkerung kaum größer ist als 7—13 cm. In 14 Fällen unter 35 schwankt sie nur zwischen 11—12 cm, sodaß eine Verschiedenheit von 12 cm als die I durchschnittliche Verschiedenheit angesehen werden kann. (J. Deniker, Menschenrasse, London 1899, S. 33). Messungen an Jüdinnen ergaben dieselben Resultate, indem sie ungefähr 11 cm kleiner waren als die männlichen Juden. Fishbergs Messungen an 435 Jüdinnen ergaben eine Durchschnittsgröße von 153,5 cm gegen 164,5 cm bei den männlichen Juden. Hiernach ist das Verhältnis der Größe von Männern und Frauen wie 1 : 0,931 oder wie 16: 14,88, was genau dem Verhältnis von erwachsenen Männern und Frauen in England entspricht. Dort ist die Größe der Männer 170 cm und der Frauen 160 cm, das Verhältnis also wie 16 :14,88. (Siehe Report of the Antropometric Commiteeof British Association, 1883). Die Jüdinnen in Polen waren nach den Messungen von Elkind 150 cm groß, 11 cm kleiner als die männlichen Juden; die in Weiß-Rußland und Klein-Rußland gemessenen Jüdinnen zeigen ungefähr dasselbe Verhältnis (Talko Hryncewicz, Yakowenko). Es ist auch bezeichnend, daß die Zahl der großen Frauen unter den Jüdinnen sehr klein ist, genau wie es sich unter den männlichen Juden gezeigt hat. Nur 23% unter 435 in die Vereinigten Staaten einwandernden Jüdinnen waren über 157 cm groß, und unter den Jüdinnen in Polen waren es nur 9% (Elkind), in Weiß-Rußland 13% (Yakowenko) und in Klein-Rußland 15,53% (Talko Hryncewicz). Jüdinnen unter dem Durchschnitt sind sehr häufig; sie erreichen über 50 % bei einer Reihe von Beobachtungen. Kleine Frauen von 140 cm und darunter finden sich unter den Jüdinnen zu 1—3%. (Genauere Zahlen hierüber vergleiche bei Fishbergs „Materials for the Physical Anthropology of the Eastern European Jews", S. 195—198.). (Fortsetzung folgt.) Die Kriminalität der Christen und Von Dr. Jakob Das Ungarische Statistische Jahrbuch für das Jahr 1904 (Budapest 1906) gibt auch die Konfession der von den kgl. Gerichtshöfen und Bezirksgerichten in Ungarn wegen Verbrechen und Vergehen (mit Ausnahme der Ehrenbeleidigung) im Jahre 1904 verurteilten Juden in Ungarn im Jahre 1904. Thon, Berlin. Personen an. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, die Kriminalitätsverhältnisse der Juden in Ungarn in ähnlicher Weise wie dies für Deutschland (Jahrgang I, No. 1 dieser Zeitschrift) imd Österreich (Jahrgang II, No. 1) geschehen ist, festzustellen. Zur Aufhellung