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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1907-04-01 · Heft 4 (April 1907) · p. Seite 64

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
3 (1907)
Issue
Heft 4 (April 1907)
Article
Mischehen in Ungarn im Jahre 1904
Date
1907-04-01
Page
Seite 64 (sequence 1)
Language
German
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— 64 — _ _^ jHifdidien in Ungarn Im Jahre 1904. , Ungarn. y^, brachten in No. 4 und 10 des ii_—■■—----~ 1. Jahrgangs dieser Zeitschrift Angaben über die Mischehen in Ungarn für den Zeitraum vom Jahre 1895, in dem die neuen Ehegesetze in Ungarn in Kraft treten, bis zum Jahre 1903. Auf Grund des Ungarischen Statistischen Jahrbuchs für 190-1 (Budapest 190(5) können nunmehr auch die Zahlen für das Jahr 1904 angegeben werden. Ks wurden geschlossen Ehen: zwischen jüd. Mann u. jüd. Frau 69G-A „ jüd. Mann u. christl. Frau 210 „ christl. Mann u. jüd. Frau „ christl. Mann n. christl. Frau 150/9 Die Mischehen machten hiernach (5,87% der rein Jüdischen Eh-n aus (1903 : 7,06%); unter je 100 heiratenden j üdisehenM äimern heirateten 3,41(1903:3.40 %), unter je 100 heiratenden jüdischen Frauen 3,24 •vi903: 3,24%) einen nichtjüdischen Ehegatte]]. Gegen das Jahr 1903, in dem 0472 rein jüdische Ehen und 240 Mischehen zwischen jüdischem Mann und christlicher Frau, sowie 233 Mischehe]] zwischen christlichem Mann und jüdischer Frau geschlossen wurden, hat sich die absolute Zahl sowohl der rein jüdischen Ehen wij der Mischehen vermehrt: der Frozentsatz der Mischehen zu den rein jüdischen Ehen ist von 7,00% auf (5.87% zurückgegangen. Bei den Misckcheschließungen mir jüdischem Manne war die Frau in 187 Fällen römisch-katholisch, in 4 Fällen griechisch-katholisch, in 8 Fällen griechischorientalisch, in 48 Fällen evangelisch, in 10 Fällen sonst christlich oder konfessionslos; beider Mischehesohließungen mit jüdischer Frau war der Mann in 155 Fällen römisch-katholisch, in 8 Fällen griechischkatholisch, in 9 Fällen griechisch-orientalisch, in 60 Fällen evangelisch, in lf) Fällen sonst christlich oder konfessionslos. Von der gesetzlichen Befugnis, bei der Schließung einer Misch ehe eine Vereinbarung über die Konfession der zu erwartenden Kinder zu treifen, wurde in 114 Fällen, (57 Mal in den Mischehe]] mir jüdischem Mann und 57 Mal in den Mischehen mit jüdischer Frau) Gebrauch gemacht und zwar mit dem Ergebnis, daß hei den erstgenannten 57 Fällen die Kinder 8 Mal dem Judentum und 49 Mal dem Christentum, in den letztgenannten 57 Fällen die Kinder 4 Mal dem Judentum und 53 Mal dem Christentum zugewiesen wurden. hj TGeisteskrankheiten bei den Juden in i 'Mgier,;j Higier. Nach Marly, Arzt des Bürger-;.hospitals zu Constantino, ist auch hei den Juden in Algier die Zahl der Geisteskranken höher als bei den übrigen Volksteilen Algiers. Es beträgt nämlich die Zahl der Geisteskranken auf 1000 Personen desselben Volkes bei den Juden 1,7 „ „ Franzosen 1,5 r „ Arabern 0,07 „ . Fremden 0.Ü2 Hoppe. "" .; Die Baron Hirsch-Schukri in 6aü- Galizien. j| z\en. Dem Bericht des Kuratoriums •i=7====^:-:--c}er ßaron Hirsch-Stiftung zur Beförderung des Volksschulunterrichts im Königreiche Galizien und Lodomerien für die Zeit vom 1. 9. 190 4 bis 31. 8. 1905 ist zu entnehmen, daß die Stiftung im Berichtsjahre 48 Volksschulen unterhielt, in denen von 205 Lehrpersonen und zwar 1(35 Lehrpersonen für die Volksschulgegenstände und 40 Lehrpersonen für das Hebräische in 169 Klassen 7859 Schüler unterrichtet wurden. Die Kosten der Volksschulen betrugen 438411 Kronen: dazu traten noch ca. 100000 Kr. für Unterstützung der Schulkinder durch Kleidung und Speisung. Neben den Volksschulen werden von der Stiftung Abendschulen für Kinder und Erwachsene sowie Handwerkerschulen unterhalten; die letztere" waren am Ende des Berichtsjahres von 232 Lehrlingen besucht, von denen 55 dem Schneider-. 34 dem Tischler-, 31 dem Klempner-, 12 den) Uhrmacher-, je 10 dem Schuhmacher- und Schlosser-Handwerk und die übrigen sonstigen Handwerken angehörten. Mitteilungen. Der Verein für die Statistik der Juden in München (E. V ) versendet soeben seinen Jahresberichtfür das Jahr 1900. Wir entnehmen demselben, dass der Verein im vergangenen Jahre eine Reihe von. anthropologischen und statistischen Arbeiten durch Subventionen gefördert und unter den jüdischen Studierenden in .München eine Anzahl gut besuchter Vortragsabende veranstaltet hat, in welchen über statistische und wirtschaftliche Probleme referiert wurde. Zahlreiche Mitglieder des Vereins haben auch durch Einsendung von Beiträgen an dieser Zeitschrift mitgearbeitet. Verecniging voor Statistiek en Demographie der Joden in Nederland. Unter diesem Namen hat sich vor kurzem unter Führung holländischer XLttionalökonomen und Rabbiner ein Verein gebildet, der sich in Fühlung mit dem Verband für Statistik der Juden in Berlin die Aufhellung der sozialen Verhältnisse der Juden in Holland zum Gegenstande macht. Der Sitz des Vereins ist Haasr.

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