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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1907-04-01 · Heft 4 (April 1907) · p. Seite 60

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
3 (1907)
Issue
Heft 4 (April 1907)
Article
Hilfsverein der deutschen Juden
Date
1907-04-01
Page
Seite 60 (sequence 1)
Language
German
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— 60 — Statistisches Archiv« \y ~ "" ]>or iÜ'if5l?2r£Ifi dsr ÜviUffdlCF! Berlin.; jU{fsn vollendete mit dorn abge- ' " -:---" laufeuen Jahre sein fünftes Gc schäftsjahr. Er verausgab' o in diesen ~> Jahren seines Bestehens insgesamt für humanitäre Bestrebungen im 1. fahre..... 31 152,07 Mk. 2. .. ..... 317618 82 ,. , 3. . ..... UO 750.04- . „ 4. .....ui0 2i4,2i .; „5........1 4;0 138.47 Zur Lindum?ig 4er .N für diesen Zweck vom Hilf biegu veraus^-br Verden den ■:■!;!- im lahre 11)03 278 (H M) Mk. „ * 1004 115 000 [[ 1005 1OÖ0O00 ü looo 1 312 000;? Die Zahl der Mitglied»1!* stieg im Jahre IlKn> auf über 130;>0, die zusammen -?8000 Mk. an Jahreshpifragen und 28 503 Mk. an einmalig!'!: Beiträgen aiiimria-hten. Hiervon sind 57545 Mk. als Subventionen an Schulen und andere gemeinnützige Ansialren verwendet werden, 32400 Mk. für sUnitliche \>r\valtu!!gsunkosten :Geh älter, Rcmunerationein Porro, Depeschen, Roisespesen, Propaganda, M ieto usw.) und für das Jahr 1907 ist ein Uebersehuß von 53 702 Mkgeblieben. Der Spezialfonds für die russischen Juden weisi: eine Bilanz von 001 528 Mk. auf. Das Kapitalkonto dieses Fonds betrug' Ende 10 hru.ir 1.007 503S7V? Mk, die Baivnla v-m Cohn- Oppeiilicim-Siiftuug hatte ein Vermögen von 307428 Mk. Die Taügkcir des Hiitsvereims erstreckte sich in erster Linie auf die ttc<reiung der Auswanderung. Im Jahre 1004 wurden über Ii 000, im Jahre 1905 über 13 000, im Jahre 1000 über 18 000 Auswanderer von den Komitees des Hiltsvereius der Deutschen d uden befördert. Ueber 00 000 Auswanderer, namentlich Frauen und Kinder, sind in dem letzten Jahre von seinen Komitees verpflegt worden. I)ur<di sein Zentralbttro für jüdische Auswand<Tungsangelegenheireu erteilt der Hilfsverein Informaf Ion cn über die Auswanderungsverhältnisse Einzelpersonen, der Presse, den Komitees und Organisationen. In den Ländern des Orients sorgt der Kiltsvcrcin der Deutschen Juden für die Hebung der Bildung der Juden und für die Förderung .lihres wirtschaftlichen Fortkommens durch Sehulgrüudungen. Es werden von ihm unterhalten oder unterstützt: 0 Kindergarten, 11 Knaben- und Mädchenschulen, 1 kommerzielle Mittelschule, 1 Handelsschule, 1 1 Laushai rungsschule, 1 Handwerkers'hule. 1 Kv.usr geweH.■eschnie („Beza'lel") und 2 Seminare, insgesamt 3500 Zöglingen. Ii Anstalten mit mehr als In Gemeinschaft mit der Großlogc für Deutschland und dem österreichischen Hilisvorein hat der Hilfsverein durch Einführung von Hausindustrien dem Elend der galizischen Juden entgegenzuwirken gesucht. Die daghesfanifdieri Juden. In Heft 3—4, 1905, des ..Russisch anthropologischen Journals" schildert K. Xurdow den anthropologischen Typus der daghestanisehen Bergjuden folgendermaßen: Sie haben fast durchgängig dunkles Haar und dunkle Augen und mittlere Körpergröße; ihre Kopfmaße sind im allgemeinen groß, wobei die Kopiform hoch und sehr kurz ist: das Geskht ist breit, die Stirn offen, die Augen- >palte horizontal; die Wangenbeine etwas vorstehend; die Nase gerade, von mittlerer Größe; der ]\I und breit, die Lippen dick, die Ohren breit; der Rumpf ist sehr lang, die Brust sehr gut entwickelt; die Amte sind hing, die Beine aber von mittlerer Länge. Sie zeigen also im Vergleich mit ihren europäischen Brüdern viele abweichende Punkte. Die genauere anthropologische Analyse der 180 gemessenen Bergjuden läßt erkennen, daß unter ihnen hauptsächlich zwei Typen vertreten sind, wobei der eine mongolische Merkmale aufweise und mit den Kirgisen nahe verwandt ist, wogegen der andere für eine Kreuzung mit den übrigen kaukasischen Bergvölkern spricht. Dabei hat aber der Bergjude auch etwas ganz spezifisches, was ihn zu gleicher Zeit von seinen westlichen Brüdern wie von den Nachbarvölkern unterscheidet. Sehr verbreitet ist unter ihnen die Zahncaries und der Kopfgrind. S. W. i| lUifdiehen in Trtesf. In Oesterreich Triesf. sind bekanntlich Mischehen zwischen - •-- ••—----- - Juden und Christen verboten; sie können zwischen einem christlichen und eitiem jüdischen Verlobten nur auf dem Uniwege geschlossen werden, daß der eine Verlohte entweder zur Konfession des anderen Verlobten übertritt oder zu den Konfessionslosen austritt. Während im allgemeinen in Oesterreich die Mischehen zwischen Juden und Konfessionslosen ziemlich selten sind, zeigt sich in Triest und Gebiet, das im Jahre 1900 unter 178 599 Einwohnern 4 954 Juden zählte, eine ganz eigenartige Häufigkeit dieser Mischehen. Es wurden nämlich geschlossen 1887-1890 1891—1895 1800-1898 1900—1903 rein jüd. Ehen 138 122 106 106 Ehen zwisch. Jud* u. Konfessionslos' •16 47 31 46 Die Mischehen machten also in der Zeit von 1887 bis 1003 26,4% der rein j üdischen Ehen aus. Dabei bleibt dieser Prozentsatz noch erheblich hinter dem wirklichen Prozentsatze der Mischehen zurück, denn er läßt alle Fälle, in denen der christliche Verlobte vor der Eheschließung zum Judentum oder der jüdische Verlobte vor der Eheschließung zum Christentum oder zu den Konfessionslosen übertrat, unberücksichtigt. Die Zahl dieser Personen ist nicht gering, denn von den 0)9 Personen, welche vom Jahre 1899—1902 aus dem Judentum ausgetreten, oder den 22 Personen, welche in der gleichen Zeit zum Judentum übergetreten sind, dürfte ein großer Teil durch die bevorstehende Vereheliehung mit einem Verlobten anderer Konfession zum Uebertritt veranlaßt sein. Wahrscheinlich sind die eben geschilderten Verhältnisse auf die Nähe

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