Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 3 (1907)
- Issue
- Heft 4 (April 1907)
- Article
- Die Auswanderung von Rußland nach Palästina
- Date
- 1907-04-01
- Page
- Seite 57 (sequence 2)
- Language
- German
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— 57 Tabelle folgt auch die erfreuliche Tatsache, dafj die Auswanderung nach Palästina, ihren traditionellen Charakter verloren hat, indem dahin nicht ausschließlich Greise zum Sterben auf Kosten der Chalukka, sondern in überwiegender Mehrzahl im besten Alter Stehende zur Gründling eines neuen Lebens ziehen- Dafür spricht auch die professionelle Zusammensetzung sowie der Vermögenszustand der Auswanderer. Sehr zu begrüßen ist die hohe Vertretung (177) der freien Berufe (Lehrer, Arzte, Hebammen, Juristen), denn es mangelt dein Lande noch sehr an einer tüchtigen und tätigen Intelligenz. Auch ist von Interesse und von guter Vorbedeutung, daß die Händler den zweiten, die Handwerker dagegen den ersten Platz einnehmen. Was das Vermögen anbelangt, so ist die Totalsumme desselben 2 584128 Rubel, sowie die Höhe pro Kopf 750 Hube! als eine außerordentlich günstige Tabelle IL ^■esebäfeiffung1 der Auswandernden. zu betrachten. Auch eine detaillierte Gliederung zeigt günstige Resultate, indem ein Drittel der Einwanderer bis 100 Rubel mitgebracht hat, während weitere 40 Prozent ein Kapital bis zu 1000 Rubel besessen haben. Tabelle III. Vermögen der Auswanderer. Z a h 1 i ii 0/ 111 /(» Bis 100 Rubel 2!)5 34 KM'l— 1000 Wi 42,5 1000- 5000 „ 183 15 5000-20000 53 i über 20000 „ 12 v> Summa 857 100 i Z u Ii 1 ' in Händler . . . 1 50 t '! 5 Handwerker und Arbeifer . 753 53 Landwirte . . . r; 1 ') L 4 Freie Berufe ... | 117 S Summa \ 1425 100 als Ziel ihrer Reise die Niederlassung im heiligen Lande angegeben haben. Eine andere* Frage ist es. inwiefern dies ihnen glücken wird, was sich einstweilen nicht feststellen läßt. Jedoch ist in dieser Beziehung von guter Vorbedeutung, daß ein Viertel der Emigranten in Palästina schon angesessene Verwandte hat, die die Auswanderer nicht nur angezogen haben, sondern ihnen auch behilflich sein werden. Tabelle IV. Reisezweck der Auswundeniden. Zeitweiliger A ufern halt . . . Niederlassung....... Unterricht jj ->'~ j L- Zubringen der letzten Lebensjahre . ) 410 j 12 l 1()0 \ 280:> 100 Für die Tüchtigkeit der Auswanderer spricht auch der Umstand, daß 82 Prozent derselben Ufer a. MiieBStgflä der Jaden u. Christen In München im Jahre 1900. Von Carl v. Tyszfca,?»; üir-Ir'ii. Die Volkszählung vom j. Dezember 1000 ergab — nach dem Bericht des Statistischen Amtes der Stadt — für München inbezug auf die Gliederung der Juden und Christen (genauer: Andersgläubigen] nach Aller und Familienstand, die in Tabelle I dargestellten Resultate. Der hiernach berechnete prozentuale Anteil der Juden und Christen, an den vier Familienstandsklassen innerhalb der Altersgruppen ist aus Tabelle II ersichtlich. Hiernach, kamen auf 100 Juden ~ujj) Ledige und 80,23 Verheiratete, während bei den Christen die Ledigen 50.03 v. H., die Verheirateten 38.07 v. Ii. stellten. Es zeigt sich hierin also ein geringes Überwiegen der Verheirateten bei den Juden und der Ledigen bei den Christen. Aber diese allgemeinen Zahlen geben doch nur ein sehr unvollkommenes Bild von der