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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1907-03-01 · Heft 3 (März 1907) · p. Seite 47

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
3 (1907)
Issue
Heft 3 (März 1907)
Article
Wohltätigkeitspflege in Amsterdam
Date
1907-03-01
Page
Seite 47 (sequence 2)
Language
German
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— 47 — Tabelle IV. Es standen für Wohltätigkeitszwecke zur Verfügung an den Protest. Kathol. Alt- KathoL niederl. Israelit. portug. Israelit. Beiträgen u. Subskription. absolut "pn^ £ w oo_gg w o«^ § - öoM 1904 1905 1190311904 183908 129236 1561 91068 8741 178641 132184 1539 81805 0,61 0,59 1,10 1,08 2,33 1,68 9123! 1,79 2,29 1,51 1,86 Vermächtnissen absolut f+tt—t <jj © :0 ° co M o«2 o ä . 1903 11904 1903 1904 228753 36783 257 31954 600 37139 87922 260 50253 700 0,72j 0,13 0,31'j 0,73 0J 0,59 0,12 0,39 0,93 0,14 (Die betreffenden Angaben für die Jahre 1902 u. 1903 finden sich in Heft VII des II. Jahrgangs dieser Zeitschrift). . Baden. in Karlsruhe in Baden im Jahre 1870 1880 1890 1895 1900 1905 Die Ergebnisse der Volkszählung üom 1./12. 1905 in Baden werden vom Großherzogl. Statist. Landesamt mitgeteilt Die Zahl der Juden betrug in absolut. Zahlen 25 703 27 278 26 735 25 903 26 132 25 893 i°/o Gesamtbev. 1,76 1,74 1,61 1,50 1,40 1,29 Sie hat sich also von 1900 bis 1905 vermindert, während die Gesamtbevölkerung von 1867 944 auf 2 010 728 Seelen gestiegen ist. Die Folge ist, daß der prozentuale Anteil der Juden die rückläufige Bewegung, die er seit dem Jahre 1870 einhält, auch von 1900 bis 1905 fortgesetzt bat und von 1,40% auf 1,29% gesunken ist. Auf die einzelnen Landeskommissariate verteilten sich Gesamtkevölkerung und Juden wie folgt: Landeskommissariat Gesamtbevölkerung darunter Juden in absolut. Zahi.jjn Prozent Konstanz Freiburg Karlsruhe Mannheim 311318 543 305 567 397 588 708 1748 5165 6 717 12 263 0,56 0,95 1,18 2.08 Zusammen 2 010 728 25 893 | 1,29 Die jüdische Bevölkerung konzentrierte sich also hauptsächlich im Landeskommissariate Mannheim, in welchem die Stadt Mannhein allein unter 163 693 Einwohnern 5 998=3,66 % Juden zählte. Außer Mannheim haben noch mehr als 500 Juden die Orte Gesamtb evölkerung Juden Konstanz 24807 583 Gailingen 1655 572 Freiburg 74098 1122 Bruchsal 14931 724 Karlsruhe 111249 2 850 Pforzheim 59389 660 Heidelberg 49 527 _ 997 insgesamt wohnen also 13 506=52,16 % aller badischen Juden in den 8 Orten, in denen sich mehr als 500 Juden befinden. Bemerkenswert ist die hohe Zahl der Juden in der kleinen Ortschaft Gailingen, wo sie über ein Drittel, nämlich 34,56 % der Gesamtbevölkerung ausmachen. Es gibt keinen anderen Ort im deutschen Reich, in dem die Juden bei einer Seelenzahl von mehr als 500 einen so hohen Prozentsatz der Gesamtbevölkexung erreichen. Ergebnisse der Volkszählung von 1905 in miirfcmberg. Die Zahl der Juden in Württemberg betrug absolut in % der Gesamtbev. 0,67 0,71 0,66 0,66 0,67 0,67 0,62 0,55 0,52 Württemberg. 1832 1846 1858 1864 1871 1880 1890 1900 1905 10670 12356 11088 11610 12245 13331 12639 11916 12053 Der kleinen absoluten Zunahme der Juden von 1900 bis 1905 steht also eine relative Abnahme gegenüber. Es betrug von 1900—1905 die Vermehrung bei den Evangelischen 5,71 %, bei den Katholiken 7 %, bei den Israeliten 1,15%. Die Mitteilungen des Königl. Statist. Landesamts in Stuttgart bemerken hierzu: Die Israeliten, wohl der beweglichste Teil der Bevölkerung, haben eich seit 1890 erstmals wieder in Württemberg (+137) etwas vermehrt. Dieses Anwachsen ist aber auf die großen Gemeinden des Landes beschränkt; in den 37 Gemeinden des Landes mit je über 5000 Einwohnern saßen 1900 6668 von 11 916 gezählten Israeliten; in den 41 derartigen Gemeinden am 1. Dezember 1905 aber von 12 053 7631. Demnach fanden sich in den Gemeinden mit je unter 5000 Einwohnern im Jahre 190,.) noch 5 258, im Jahre 1905 nur noch 4 422 Israeliten. In den Orten mit der größten Zahl von Juden stellten sich die Zahlen wie folgt : 1900 1905 Zunahme oder Abnahme + 395 + 57 + 4 — 30 Stuttgart (neuen Umfangs) 3500 3895 Heilbronn...... 815 872 Ulm........ 609 613 Laupheim...... 443 413 Die drei größten Gemeinden des Landes beherbergen also nunmehr beinahe die Hälfte aller Israeliten, die Zunahme derselben in den 3 Städten von 1900 bis 1905 betrug 456, im Landesreste dagegen (alle übrigen Gemeinden zusammen) die Abnahme 319. Die schon früher in Württemberg und sonst beobachtete Erscheinung d.-s Zuges der Israeliten nach den größeren Städten zeigt sich also auch von 1900—1905 in Württemberg.

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