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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1907-03-01 · Heft 3 (März 1907) · p. Seite 43

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
3 (1907)
Issue
Heft 3 (März 1907)
Article
Die Bewegung der jüdischen Bevölkerung in Preußen im Jahre 1905
Date
1907-03-01
Page
Seite 43 (sequence 2)
Language
German
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Tabelle I. ehelich Geborene unehelich Geborene aus christl. Ehen aus jiid. Ehen aus Mischehen von christl. Mutter von jüd. Mutter im Jahre Geborene darunter Geborene i+ a> j3 — ® 3 fco £3 f-* O £ H T3 Mann chribtl. Frau jüdisch Manu jüdisch Frau christlich Geborene J-i a> o E % o »~ S a s 3 i-i & u (V _Q 1 § « EH TS überhaupt Totgeh. überhaupt Geborene 1 darunter öberhpt.! Totgeb. Geborene darunter Oberhaupt Totgeb. überhaupt Ii 1905 1904 1903 1902 1901 1900 1180 258 1 204 558 1177 494 1195 765 1 199 535 1182 121 34 228 35 775 35 198 35 870 36 404 35 847 6 752 6 913 6 854 7 286 7 200 7 234 193 193 194 214 221 177 384 18 368 17 331 13 351 9 382 11 337 9 386 375 306 337 372 348 10 5 7 8 17 8 91 943 92 214 89 424 91 865 93 356 93 591 3 914 4163 4 034 4111 4 045 4146 269 269 257 310 267 263 9 10 7 16 15 13 1905 11,40 % aller Geborenen aus rein jüdischen Ehen aus (gegenüber 10,75 % im Jahre 1904 und 9,29 % im Jahre 1903). Rechriet man die Kinder aus Mischehen je zur Hälfte den Christen und Juden, die unehelich Geborenen dem Religionsbekenntnis der Mutter zu, so ergibt sich, daß eheliche und uneheliche Kinder geboren wurden im Jahre in absoluten Zahlen auf je 1000 christliche j jüdische Christen Juden 1905 1904 1903 1902 1901 1900 1234 430 1 257 194 1 227 995 1 244 984 1 252 805 1236 055 7190 7 339 7 219 7 701 7 594 7 643 33,47! 17,56 36.89 1 18,71 36,03 | 18,40 36,53 | 19,63 36,76! 19,36 36,27 j 19,48 Die Geburtsrate zeigt hiernach bei den Christen und Juden gegen das Vorjahr eine nicht unerhebliche Abnahme, wobei allerdings in Betracht zu ziehen ist, daß im Jahre 1904 zur Verhältnisberechnung noch die (zu kleinen) Zahlen der Volkszählung von 1900 herangezogen werden mußten, für das Jahr 1905 dagegen bereits die Zahlen der neuen Volkszählung 1905 eingesetzt wrerden konnten. Daß die Geburtsrate der Juden (17,56 %) um die Hälfte kleiner ist als die der Christen, ist eine bekannte, sich nun schon seit Jahren wiederholende Erscheinung. Setzt man die Geburtsziffer der Christen 100, so betrug die Geburtszifrer der Juden im Verhältnis dazu im Jahre 1903 51,07 „ „ 1904 50,72 „ „ „ 1905 52,46 „ 0/ /u Die Totgeborenen machten aus bei den Geborenen aus christl. Ehen 2,90% „ „ „ jüdisch. „ 2,86 „ beid. Gebor, a. Mischehenm. Christ. Mann 4,69 „ » v v * » » 3üdr, 2>59 » „ „ unehel. v. christl. Mutter Geborenen 4,26 „ „ „ „ „ jüdisch. „ „ 3,34 „ Unehelich waren von allen christl. (lebend u. tot) Geb. 7,45 % „ „ jüd. (lebend u. tot) Geb. 3,74 „ Sowohl die etwas geringere Zahl der Tot- Geburten wie die um die Hälfte geringere Zahl der unehelichen Geburten bei den Juden dürfte in der Hauptsache darauf zurückzuführen sein, daß die Juden den besser skalierten und gebildeten Gesellschaftsschichten angehören, womit sowohl ein erhöhter Schutz der Schwangeren als strengere Verpönung des außerehelichen Geschlechtsverkehrs verbunden ist. Über die Eheschließungen im Jahre 1905 und den vorangehenden Jahren gibt Tab. II Auskunft. Tabelle IL Es wurden geschlossen im Jahre rein christliche Ehen rein jüd. Ehen Mischehen Mann christl JMann jüdisch, Frau jüdisch. Frau christl. 1905 299 988 2 592 266 346 1904 291 548 2 602 260 322 1903 282 361 2 530 225 268 1902 278 486 2 578 226 242 1901 285 754 2 570 212 243 1900 290 030 2 550 235 239

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