Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 3 (1907)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1907)
- Article
- Die Bewegung der jüdischen Bevölkerung in Rumänien
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 14 (sequence 3)
- Language
- German
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— 14 — den ländlichen Städtern sehr stark unterscheiden, während dies hei den Juden nicht der Fall zu sein scheint. Die Moi'talitätsverhältnisse der Juden sind günstige. Sie haben, wie die nachstehende Von je 1000 Einwohnern der nachbezeichneten Konfession starben Stadt und auf dem in den Land zus. Lande Städten 1898; 1899 1898 1899 1898 j 1899 orthodox 2,7 | 2.8 2,7 2,8 2,8! 2.9 katholisch 2,5 | 2.5 2,7 2,6 2,3 i 2,3 protestantisch 2,1! 2,5 2^4 2,3 2,0! 2,6 armenisch 3,5! 3,1 2,3 2,8 3,9! 3,8 lipowanisch 3.5 I 3,4 2,9 2,9 7,1 | 6,5 jüdisch 2,2 i 2,0 1,8 1,7 2,3 i 2,1 mohamedanisch sj) 3,8 2,5 3,4 4,0 5,0 Tabelle zeigt, unter allen Konfessionen die niedrigste Sterbeziffer, wobei hervorzuheben ist, daß die Sterbeziffer der Juden auf dem Lande noch niedriger ist als bei den Juden in den Städten. Zieht man die Sterbeziffer von der Geburtenziffer ab, so erhält man die jährliche natürliche Zunahme, die sonach betrug : 1898 1899 bei den Orthodoxen .... 10,0 14,7 „ „ Juden...... 18,5 20,8 „ Kathol. u. Prostest. . 8,6 10,8 „ „ sonstigen Konfessionen 4.4 6,3 also bei den Juden größer war als bei allen anderen Konfessionen. Statistisches Archiv. lliederiande. Jj Jüdisch« Studierende an der Unioersität Heiden. Von Herrn Dr. L. S. Ornstein in Haag ging der Redaktion folgende Mitteilung zu: Infolge der Redaktions-Anmerkung Seite 150 der Zeitschrift für D. u. St. d. J., habe ich die offizielle Liste des Leidener-Studenten-Korps von 1905 durchgearbeitet. Es ist darin die Religion der Studierenden nicht angegeben, doch kann ich die Juden auf Grund der Namen und privater Kenntnis ausscheiden. Die Studenten gehören zum Teil dem studentischen Korps an. Diese Zugehörigkeit zum studentischen Korps deutet in der Begel auf gute soziale Lage der Familie des Studenten hin, doch ist das Korps nicht etwa mit den studentischen Korps an deutschen Universitäten identisch. Es studierten 1905 in Leiden 1352 Studenten, darunter 40 Juden, die sich nach Korpszugehörigkeit und Fakultät wie folgt gliederten: Zahl der Studenten Mitglieder des Nichtmitghed. Fakultät Korps des Korps s zu- C Q T*"* TT» O"}» o -es zu- Oft XY\ TU flT~l c o 15 n ballJLLit'Ji büIIJIIltJIl 186 3 193 8 i Exakte Wissenschaft 45 1 149 3 i Sprachwissenschaft. 26 1 141 4 — Juristische .... 328 (18) 16 115 (68) 4 2 Theologische , . . 10 — 64 — — Zusammen 621 21 731 19 4 (Die eingeklammerte Zahl gibt die Zahl der Studierenden der indischen Regierungsbeamten schule an, die der Universität angegliedert ist.) Von den jüdischen Korpsiüitgliedern war der Beruf des Vaters: vi i , i ° £ If* i ü, C/3 5* S * 1 H \ C/f 1 IS3 i 4 ,_ _ 1 5 1 — 1 3 — 1 — 4 1 — — 1 2 — — 2 1 _ — — 1 3 — — 1 1 1 — — 4 — 1 — — 1 Parlaments-Abgeordneter . . . — 1 — — 1 Zusammen 16 3 1 1 , 21 Von den Nichtmitgliedern des Korps konnte ich den Beruf des Vaters bisher nicht ermitteln. Leipzig. Die Juden im Stadtbezirk Ceipzig. Die nachfolgenden vom Statistischen Amt der Stadt -Leipzig veröffentlichten Zahlen über die Verteilung der Konfessionen bei der Volkszählung von 1905 innerhalb der Stadt Leipzig illustrieren die schon mehrfach (vgl. für Frankfurt a. M. Heft 4, Jahrg. 1 dieser Zeitschrift) hervorgehobene Tatsache, daß sich die Juden in den Großstädten nicht gleichmäßig über die einseinen Stadtbezirke verteilen, sondern in bestimmten