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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1907-01-01 · Heft 1 (Januar 1907) · p. Seite 12

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
3 (1907)
Issue
Heft 1 (Januar 1907)
Article
Probleme der Anthopologie der Juden
Date
1907-01-01
Page
Seite 12 (sequence 6)
Language
German
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— 12 — beiden, den Blonden und den Dunkelhaarigen, ungefähr gleich. Dasselbe ergibt sieh, wenn man die Farbe der Augen zum Wüchse in Beziehung setzt.. (Tabelle VI.) Tabelle VI. Wuchs Farbe der Augen (Prozent) Blau Grau j Dunkel Klein...... 22,78 25,44 22,47 Unter Mittel . . . 33,14 29,57 29,09 Uebor Mittel . . . 26,33 25,43 28,97 Groß...... 17,75 19,54 19,47 Durchschmttswuchs 163,8 163,8 165,1 Anzahl der beobachteten Individuen . . 338 389 801 Nach dieser Tabelle ist die durchschnittliche Größe der Dunkeläugigen 165,1 cm. gegenüber 163,8 cm. bei den Grau- oder Blauäugigen. Das Verhältnis der großen Individuen, die 165 cm. und darüber messen, beträgt 48,44% unter den Dunkeläugigen und nur 45 % unter den Helläugigen. — Kleine Personen, die weniger als 165 cm. messen, sind vorhanden zu einem Prozentsatz von 51,50% unter den Dunkeläugigen, dagegen zu 55,92% unter den blauäugigen .Individuen. Es ist auf diese Weise ersichtlich, daß der sogenannte teutonische oder arische Typus, der eine Verbindung von hohem Wüchse, blondem Haar, hellen Augen nncl Langköpngkeit ist, unter den Juden nicht zu finden ist. Auf der anderen Seite scheint bei ihnen die Regel zu sein, daß die großen Personen schwarzes Haar und dunkle Augen und einen kleineren Prozentsatz von langköpfigen Individuen haben. Die Personen von kleinem Wüchse haben dagegen einen helleren Typus und zeigen einen größeren Prozentsatz von langköpfigen Individuen. Dies alles deutet darauf hin, daß der sogenannte arische Einfluß als Ursache für die Existenz von blonden Juden abzuschalten ist, wobei allerdings betont werden muß, daß damit in keiner Weise slawische Beimischung ausgeschlossen ist, denn es ist bei verschiedenen slawischen Völkern beobachtet worden, daß großer Wuchs häufig zusammen mit schwarzem Haar und andererseits kleiner Wuchs in Verbindung mit blondem Haar vorkommt. (Fortsetzung folgt.) Die Bewegung der jüdischen Von Dr. Arthur Erst jetzt werden durch eine Veröffentlichung des rumänischen statistischen Amts (Mouvement de la population de Roumanie 1898 u. 1899. Bukarest 1906.) Einzelheiten über die Bevölkerungsbewegung in den Jahren 1898 und 1899 bekannt. (Über die Jahre 1896 und 1897 sowie 1900—1902 vgl. Zeitschrift 1. Jahrg. 4. Heft). Ehesehl i eßungen fanden statt im Jahre 1898 43761 und im Jahre 1899 50140. Darunter waren: 1898 1899 Eheschl. zwisch. jtid. Mann u. jüdisch. Frau 1598 1446 „ „ » orthodox „58 , , „ kathol. „ 5 2 Bevölkerung in Rumänien. R u p p i n , Berlin. 1898 1%9 Eheschl. zwisch. jüd. Mann u. protest. Frau 2 1 „ „ orthod. „ „ jüdisch. „ 6 10 „ kathol. „ „ v „ 6 1 „ „ protest. „ „ » „ 1 2 Da bei der Volkszählung Ende 1899 die Zahl der Juden 269015 und die Zahl der. Nichtjuden 5 643 505 betrug, so entfallen im Durchschnitt der Jahre 1898 und 1899 auf je 1000 Juden 5,70 Eheschließungen „ Nichtjuden 8,05 „ Mischehen zwischen Christen und Juden sind selten. Von den 25 Mischehen des Jahresl898 wurden 10, von den 24 Mischehen des Jahres 1899 17 in der Hauptstadt Bukarest abge-

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