Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 3 (1907)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1907)
- Article
- Verband für Statistik der Juden
- Date
- 1907-01-01
- Page
- None (sequence 1)
- Language
- German
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Verband füp Statistik der Juden. Beplin-Halensee. |ie Erfahrungen der letzten Jahre haben es als unabweisbare Notwendigkeit ergeben, die sozialen Verhältnisse der luden in oerschiedenen Cändern statistisch zu erforschen Es handelt sicli 'frierbei nicht nur um Erreichung wissenschaftlicher Zwecke, sondern vor allem um die Schaffung der unentbehrlichen Informationsgrundlage für alle auf die Beseitigung des jüdischen Hlassenelends und auf die kulturelle Hebung der jüdischen Bevölkerung gerichteten Bestr^JjiiBg^^ Ohne genaue statistische Angaben läßt sich das planlose Almosensystem durch systematische/soziaie Hilfe nicht -ersetzen. Man muß die Zah\, die Verteilung, die Erwerbs-, Berufs- und Bifdungsverhältnisse der notleidenden Gruppen der judischen Bevölkerung kennen, um zu wissen, in wefeher Weise die Hilfe eingreifen soll. Diesen praktischen Aufgaben hat sich der vor wenigen Jahren gegründete „Verband für Statistik der Juden** (Berlin^Halensee) mit Erfolg gewidmet. In steter Fühlung mit den großen jüdischen Organisationen führt das vom Verband geschaffene Bureau für Statistik der Juden (Berlin-Halensee) jene Untersuchungen durch, die die Lage unserer Glaubensgenossen erforderlich macht. So veröffentlichte es, als in Preußen über das Schulgesetz verhandelt wurde, eine Arbeit über den „Rnfeil der Juden am llnferrichtsmesen in Preußen", die alle einschlägigen Tatsachen in übersichtlicher Gruppierung den Vertretern der jüdischen Interessen unterbreitete. Für die große Hilfsaktion, welche die furchtbaren Katastrophen im Osten notwendig machten, bot das Werk „Die sozialen IJerhältnisse der Juden in Kurland" die brauchbarste Richtschnur. In ähnlicher Weise werden zur Zeit die Ver häl tnis se der J ude n inGalizien bearbeitet. Die bedrohliche Landflucht und Konzenträtion der Juden in größeren Städten, die sich in Deutschland und insbesondere in Hessen bemerkbar macht, veranlafite eine eingehende Erforschung der diesbezüglichen Verhältnisse. Ferner liefert das Bureau statistische Handbücher, welche den Zwecken der Verwaltung und der Wohlfahrtspflege innerhalb der jüdischen Gemeinden dienen, wie cias „Statistische Jahrbuch deutscher Juden" (1905) und die* Schrift „Die jüdischen Gemeinden und Vereine in Deutschland". Der große Wert, ja die Unentbehrllchkeit dieser Arbeiten springt in die Augen. Darum ist es eine Pflicht dem „Verband für Statistik der Juden*4 beizutreten. Der jnifgliedsbeitrag. (Jährlich [ mindestens f!!k. 6) berechtigt zum Bezug der Publikationen zu Vorzugspreisen (unter Erlassung von 25% des Ladenpreises). Diese Ermäßigung bezieht sich sowohl auf die Bücher wie auf die Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden**, die in jeder Nummer eine PüHe wichtigen Materials über die Verhältnisse der Juden aller Länder veröffentlicht. Das Kuratorium des Verbandes: Sanitätsrat Dr. Maretzki, Geh. Sanitätsrat Dr. Blumenthal, Erster Vorsitzender. Zweiter Vorsitzender. Prof. Dr. Baginski. Siegmund Bergel. Oscar Berlin. Benno Braun. Justizrat Dr. €ugen fuchs» justizrat Dr. Max Fuchs. Geh. Kornmerzjenrat Goldberger. Dr. Hirsch Hildesheimer. Rechtsanwalt Dr. Hlax Hönoitz. Prof. Dr. Hlartin Philippson. Sanitätsrat Dr. Poliadt. Rabbiner Dr. Ztfeisse. Oer Vorstand des Verbandes: Dr. Rlfred Hossig, Dr. Julius Hothhclz, Erster Vorsitzender. Zweiter Vorsitzender. Dr. Kurt Alexander. Dr. Bruno Blau. Dr. H. ß. Heyötänn. Dr. Bernhard Kahn. Dr. Walter IHunk. Priv.- Doz. Dr. L Schur. Dr. Hlorjtz Sobernheim, Dr. Theodor Ziocisti. 'Anbei eine Beitrittserklärung, die wir auszufüllen bitten. Mitgliedsbeiträge und Spenden sind zu adressieren an den Schatzmeister des Verbandes BENNO BRAUN, Berlin, Mausvoigteiplatz 12.