Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 2 (1906)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1906)
- Article
- Inhalt
- Date
- 1906-12-01
- Page
- 177 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Erscheint monatlich. — Abonnementspreis — fürdasganzeJahr6,—M. für das halbe Jahr 3,50M. Herausgegeben vom Bureau für Statistik der Juden Berlin-Halensee, Georg-Wilhelmstrasse 22. Redaktion: Dr. Arthur Ruppin. Zu beziehen durch das Bureau für Statistik der Juden, Berlin-Halensee, Georg Wilhelmstr. 22. Für die Umschlagseiten werden Inserate — vorzugsweise von Buchhändlern und Verlegern — entgegengenommen- Insertionspreis für 1 Nummer pro ganze Seite 30 Mk, pro halbe Seite 15 Mark, für 2 Nummern 50 und 25 Mark. 2. Jahrgang. | Dezember 1906. Heft No. 12. INHALT: (Die nicht von den Verfassern gezeichneten Artikel sind Arbeiten des Bureaus für Statistik der Juden.) I. Abhandlungen. Dr. Arthur Ruppin, Berlin: Juden und Armenier. — W. Smelianski, Jaffa: Die jüdische Bevölkerung in Jaffa. — Dr. Jakob Thon, Berlin : Die Juden in den preußischen Städten. IL Statistisches Archiv. Selbstmorde in Preußen im Jahre 1904. — Mischehen in Amsterdam. — Die Juden auf den ungarischen Hochschulen. — Opfer der Progrome in Rußland. — Auswanderung von Juden aus Bulgarien. — Die abessynischen Juden. III. Literatur. Dr. Hugo Hoppe: Alkohol und Kriminalität. — Dr. Rudolf Wassermann: Beruf, Konfession und Verbrechen. Nachdruck der Abhandlungen ist nur mit besonderer Genehmigung, des übrigen Inhalts nur mit vollständiger Quellenangabe gestaltet. Juden und Von Dr. Arth u r Das größte Hindernis für das Verständnis j der Geschicke des indischen Volkes seit seiner! .! Zerstreuung und insbesondere auch in der j Gegenwart bildet die Neigung, diese Geschicke I als ganz einzigartige zu betrachten, die in der j Geschichte anderer Volker keine Analogie j haben und mit ihr außer Zusammenhang stehen. Für die soziahvissensehaftliche Untersuchung ist es dagegen selbsverständlich, daß auch in der Geschichte des jüdischen Volkes nur die allgemeinen Regeln, die im Leben der Völker herrschen, wirksam sind, und daß das tiefste Eindringen in das Verständnis dieser Geschichte dadurch erreicht wird, daß wir verwandte Erscheinungen aus der Geschichte anderer Völker zum Vergleiche heranziehen. Zahlreich sind die Abhandlungen, die sich mit der Umwandlung des o-eistia'en Habitus; .! der mittel- und westeuropäischen Juden im > Armenier. R u p p i n, Berlin. 19. Jahrhundert beschäftigen, mit ihrer Abkehr vom orthodoxen Glauben, mit der Lockerung des bisherigen festen Gemeinschaftsgefühls und der Annäherung oder dem völligen Aufgehen in der nicht]üclischen Umgebung. Ebenso zahlreich sind die Erklärungen für die Ursache jener Erscheinung. Da dürfte es von Interesse sein, einmal darauf hinzuweisen, daß zu gleicher Zeit ein anderes Volk, die Armenier, genau denselben Entwicklungsgang durchmacht. Bekannt ist, daß die Armenier, obwohl sie der Sprache nach zu den Ariern gehören, nach der mehr und mehr zur Herrschaft gelangenden Meinung v. Luschan's die nächsten Rassenverwanden der Juden sind, sodaß sie schon deshalb ein besonderes Interesse beanspruchen dürfen. Mehrfach ist auch schon auf die Ähnlichkeit der Geschicke des jüdi-