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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1906-11-01 · Heft 11 (November 1906) · p. Seite 165

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
2 (1906)
Issue
Heft 11 (November 1906)
Article
Die jüdische Bevölkerung in Jaffa
Date
1906-11-01
Page
Seite 165 (sequence 5)
Language
German
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— 165 — Es kamen nach Jaffa aus den Städten g r- ~ ~ % i o •2 ' r 2 % 5 S 5 3 •~' ~B ~ *^ 5 'w' Ü; 5 y: w ~ N Jerusalem 274: 120 40 7 : 11 458 Hebron 25 14 5 —; - 44 Saicd 20 4 8 — 1 1 42 Tiberias lü 7 2 — - 11) Haifa 1 3 7 — - 11 Sichern 1 3 9 — — 13 Akko 3 — 1 — — 4 Lydda o O — : — — — 3 Ramleh 2 — 1 — — 3 Gaza — — 1 : — — 1 Zusammen 34:8 157 i 74 7 12 5^)8 Aus der obigen Tabelle ersehen wir. daß von den Juden, die aus palästinensischen Städten nach Jaffa kamen, die meisten (ca- 70%) aus Jerusalem stammten. Dies hat folgende Gründe: Erstens ist Jerusalem diejenige Stadt Palästinas, die die stärkste jüdische Bevölkerung hat, und zweitens ist es Jaffa zunächst gelegen und steht mit dieser Stadt in beständigem Verkehr. Die Städter, die sich in Jaffa niedergelassen hatten, waren meist in diese Stadt gezogen, um dort eine Beschäftigung zu linden. In der Tat haben alle von ihnen, die im erwerbsfähigen Alter stehen, einen Beruf gefunden. Die übrigen sind teils Frauen, die mit ihren Ehemännern, teils Kinder, die mit ihren Eltern nach Jaffa gekommen waren. Aus den Kolonieen kamen meist junge Leute nach Jaffa, nämlich 90" „ unter 15 Jahren. Darunter sind vier Bauerntöehter, die Einwohner von Jaffa heirateten. Die übrigen sind Knaben, und Mädchen, die in den Kolonien geboren wurden, als ihre Eltern dort Beamte, .Kaufleute, Lehrer, Arbeiter. Handwerker, wenige auch Bauern waren, und mit ihren Eltern nach Jaffa zogen. Bauern sind nur vier nach Jaffa gekommen. Sie haben jetzt noch Bodenbesitz in den Kolonieen und haben sich in Jaffa niedergelassen, weil sie dort gute Stellungen und Berufe gefunden haben. Die Kolonisten, die nach Jaffa kamen, waren nur Aschkenasim, Sephardim und Occidentalen, die anderen Gemeinden waren nicht vertreten. Es kamen nach Jaffa ■z .2 i - 33 aus den Kolonien -% '1 i | c ~ r3 c | < §! o £ 55 O Sichrem-Jaak ob 11 i 1 i 1 13 Petach-Tikwah 12 - — 12 Rischon-Lezijon 8! - 1 9 Ekron 0 - — 6 Medialen 6 i - — o Rüsch-Pinrnüi 3 -; 3 Chederali 1 - j — 1 <>ederah 1 — — 1 Zusammen 48 1 2 51 Zählen wir die 51 Kolonisten zu den 598 Städtern hinzu, so ergibt sich folgendes: Es! sind aus anderen Orten Palästinas nach Jaffa i | gekommen: Aschkenasim 394, Sephardim 1(50, I Occidentalen 70, Jemeniten 7, Orientalen 12, zusammen also 049. Zählt man zu den in Jaffa selbst Geborenen die jetzt in Jaffa Lebenden, aber an anderen Orten Palästinas geborenen Personen, so erhält man: Es sind in Palästina geboren: Aschkenasim 1280, Sephar- | dim 599, Occidentalen 575, Jemeniten 79, Ori- I entalen 45, zusammen also in allen Gemeinden I 2 078. Die übrigen 2 087 kamen aus dem Aus- \ lande nach Jaffa.; III. Einwanderung aus dem Auslande. ■ In Jaffa haben sich Juden aus fast allen! Ländern der Diaspora niedergelassen. Eine j Zentralisation von Menschen aus den ver- | schiedensten Weltgegenden ist sonst nur in I Städten üblich, die sich in äußerst kurzer j Zeit entwickeln. Solch eine Zentrale muß I natürlich Vorzüge aufweisen, durch die die! Meinung aufkommen kann, daß es an dem | Orte möglich wäre, sich unter viel günstigeren! Bedingungen niederzulassen, und dann ziehen | die in ihrer Heimat oder ihrem Wohnort Un- | zufriedenen an solche Orte. | (Schluß folgt.) i i

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