Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 2 (1906)
- Issue
- Heft 11 (November 1906)
- Article
- Inhalt
- Date
- 1906-11-01
- Page
- 161 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- chapter
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2650397-3187651-3187662--0837-3189072- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Erscheint monatlich. — Abonnementspreis — für das ganze Jahr 6,— M. für das halbe Jahr 3,50 M. -4 Herausgegeben vom Bureau für Statistik der Juden Berlin-Haiensee, Georg-Wilhelmstrasse 22. Redaktion: Dr. Arthur Ruppin. Zu beziehen durch das Bureau für Statistik der Juden, Berlin-Halensee, Georg Wiihelmstr. 22. Für die Umschlagseiten werden Inserate — vorzugsweise von Buchhändlern und Verlegern — entgegengenommen- Insertionspreis für 1 Nummer pro ganze Seite 30 Mk, pro halbe Seite 15 Mark, für 2 Nummern 50 und 25 Mark. 2. Jahrgang. November 1906. Heft No. 11. INHALT: (Die nicht von den Verfassern gezeichneten Artikel sind Arbeiten des Bureaus für Statistik der Juden.) I. Abhandlungen. W. Smelianski, Jaffa: Die jüdische Bevölkerung in Jaffa. — Dr. Arthur Ruppin, Berlin: Ergebnisse der Volkszählung in Preußen. — Arnold Wadler, München : Die Juden in Serbien. — Dr. Jakob Thon, Berlin: Schulbesuch christlicher und jüdischer Kinder in Baden. II. Statistisches Archiv. Jahresbericht der Jewish Colonization Association. — Die Zahl der Juden in Tripolis. — Einwanderung von Juden nach Argentinien. — Austritte und Uebertritte zum Judentum in Deutschland im Jahre 1904. Nachdruck der Abhandlungen ist nur mit besonderer Genehmigung, des übrigen Inhalts nur mit vollständiger Quellenangabe gestattet.- Die jüdische Bevölkerung In Jaffa. Von W. Smel Aus dem hebräischen Manuskript übers Vorliegende Untersuchung bildet den ersten in Palästina unternommenen Versuch zur Feststellung der Zahl, Lebensweise und Erwerb szweige der jüdischen Bevölkerung von Jaffa. Wir führten diese Arbeit mittels Fragebogen aus, mit denen wir von Haus zu Haus, von Familie zu Familie gingen. Besonders wichtig erschienen uns die Hauptfragen, welche die Entwickelung der jüdischen Bevölkerung in Jaffa und ihre Existenzbedingungen betreffen. Wir ermittelten davon folgendes: Zahl der jüdischen Familien und ihrer Mitglieder, Alter und Geschlecht, Gemeindezugehörigkeit, Zeit der Niederlassung in Jaffa, Beschäftigung, ökonomische Lage (hierbei fragten wir nicht nach der Höhe der Einkünfte, sondern ordneten nach Berufen), kulturelle Verhältnisse, Wohnungs- und Ladenmiete, Zahl der Wohnräume, Anzahl der Personen mit Nebenbeschäftigungen, Haus und Geschäftspersoiial, Immobilien und ähnliches. ianski, Jaffa. etzt von Curt riammerstein, Berlin. Die Arbeit übernahmen einige Lehrer der Mädchenschule in Jaffa und einige andere von den Gebildeten. Doch sie ließen bald davon ab, und besonders, nachdem sie einige Male Verhöhnungen, selbst Beschimpfungen hatten anhören müssen, zogen sie sich von der Arbeit zurück, sodaß der Verfasser dieser Abhandlung das Werk unter großen Schwierigkeiten allein zu Ende führen mußte. I. Stärke und Zeit der Einwanderung. Vor 70 Jahren gab es in Jaffa überhaupt keine jüdische Bevölkerung. Alle Reisenden, die die Stadt zu jener Zeit besuchten, bezeichnen den Mangel an Juden als auffallend, sodaß der Schriftsteller Dickson in seinem. Buche „Das heilige Land", das vor 50 Jahren erschien, unter den Sehenswürdigkeiten Jaffas, wie der Mauer, dem Markt, den Klöstern u. s. w., auch 2 neu angekommene Juden aufzählt, die sich damals dort niedergelassen hatten. Als sich nach dem Krimkrieg-e die Mächte über