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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1906-10-01 · Heft 10 (Oktober 1906) · p. Seite 153

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
2 (1906)
Issue
Heft 10 (Oktober 1906)
Article
Der Stand der jüdischen Bevölkerung in Bayern am 1. Dezember 1905
Date
1906-10-01
Page
Seite 153 (sequence 2)
Language
German
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— 153 — der Abwanderung vom Lande in die Stadt und zum Teil vielleicht auch auf eine vermehrte Zuwanderung in die Landbezirke zurückzuführen sein. Der Grund für diese abweichende VVanderbewegung ist wohl in der geringen Nachfrage nach industriellen Arbeitern zu suchen, die wieder auf das Darniederliegen der Industrie zurückzufül iren i st. Daß die Juden von dieser Erscheinung unberührt bleiben mußten, ist ohne weiteres klar und zum Überfluß noch aus Tal)eile I ersichtlich. (Zunahme in den unmittelbaren Städten 1000—0."): <172 °„, 181)5—11)00 : 7,02 °((). Ebenso hat bei ihnen wie im letzten Jahrfünft in den Geineinden unter 5000 Einwohnern die Abnahme und zwar sogar verstärkt (7 gegen 5 f,„) angehalten. Damit hängt auch die aus Tabelle IIa ersichtliche Erscheinung zusammen, daß sich die jüdische Bevölkerung Bayerns immer mehr auf Oberbayern und Mittel franken konzentriert (heute wohnen dort 48,78 r'„ aller bayerischen Juden, 1818 wenig über 20°/,-,, 1840: 21,77 %), während die jüdische Bevölkerung der 5 anderen Kreise stetig relativ und absolut zurückgeht. (Niederbayern nimmt zwar zu, ist aber ganz bedeutungslos). Heute steht denn auch Mittelfranken mit 18 075 Ein wohner jüdischen Glaubens an erster Stelle und es ist nur noch eine Frasre der Zeit, wann das verdrängte Unterf ranken auch seinen zweiten Platz wird an Oberbayern abgeben müssen. Tabelle IIa. — Die Verteilung der Juden auf die einzelnen Regierungs-Bezirke in den Jahren 1840 u. 1005. Von je 100 bayerischen Juden wohnten in den nebenstehenden Regi e n i n gs- B c z i rken 1840 1905 Oberhayern 2.58 19,02 Pfalz 25,07 17,80 Mittelfranken li),lo 24,71 Unter franken 27,71 28,10 in den übrigen Kegierungs-Bez. 24,5:2 15,72 Sa. 100,00 100 00 Dies möge folgende Zusammenfiel i ung illustrieren: Zunahme bezw. Abnahme im Jahre 1000 a) absolut b) in % OberbayeiTi -!- 1152) + (Uli Xiederbayern -r 85 + 0,01 Pfalz — 5)02 -0,18 Oberpfalz Oberfranken — 8! — 1-IR — 0,02 — 0,00 Mittelf.ranken + 504 — o,oo Unterfranken — 800 — 0,21 Schwaben u. X. — 201 — 0,05 Sa. -f- Ii:] — 0,04 Warum gerade Unterf ranken einen so starken Rückgang aufzuweisen hat. ist aus Tabelle IIb rat'el'o Uli. — Die- Verteilung der Juden in den einzelnen Regiermigsbe/irken. lebe n Jude n Von je 100 ,iuu. leben R e g i e ruii g s- Bezirk. in unm. Städten Von je 100 absolute der unm. Zxlil Städte sind juden in Bezirksämtern Von je iOO absolute Einw. in d> ^a^| BezirKs-Ä. sind Juden zusammen Von je 100 absolute Einw. des nebenst.R.- B. sind Jud. i! in in unm. Bezirksstädten v , Ämtern Niederbavern .... Pi'alz . ..... Oberiranken .... Mittelfranken .... Unterfranken .... 10279 i 1,7 219 0,8 4804 1/7 7(57 OS) LS19 : 1.4 10548 2,4 4001 8.1 v.m i',5 250 0,0:3 1()0 0,08 4712 : OSO 071 : o!l4 1357 0.20 8127 0,72 8744 :!,(>() 1730 i 0,81 1O520; 0.70 :-m 0 05 000c;! 1,00 14.88 0.25 8170 0,40 13(575 : i7)2 12885 1,88 . 8708 0,40 «7 r, 2.4 57;8 42,2 50,0 41), 1 58,8 40,7 57,2 42,8 : 70,8 28,2 81,0 (>S,1 58,8 4(i,7 Sa. 31500 1,8 20751 0,45 55841 , 0,85 02,5. 87,5

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