Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 2 (1906)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1906)
- Article
- Inhalt
- Date
- 1906-08-01
- Page
- 113 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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ttiifrDeinirittOIkJii Erscheint monatlich. — Abonnementspreis — für das ganze Jahr 6,— M. für das halbe Jahr 3,50 M. Herausgegeben vom Bureau für Statistik der Juden Berlin-Halensee, Georg-Wilhelmstrasse 22. Redaktion: Dr. Arthur Ruppin. Zu beziehen durch das Bureau für Statistik der Juden, Berlin-Halensee, Georg Wilhelmstr. 22. Für die Umschlagseiten werden Inserate — vorzugsweise von Buchhändlern und Verlegern — entgegengenommen. Insertionspreis für 1 Nummer pro ganze Seite 30 Mk, pro halbe Seite 15 Mark, für 2 Nummern 50 und 25 Mark. 2. Jahrgang. J August/September 1906. Heft No. 8/9. INHALT: (Die nicht von den Verfassern gezeichneten Artikel sind Arbeiten des Bureaus für Statistfk der Juden.) I. Abhandlungen. S. Rosenbaum, London : Ein Beitrag zur Statistik der Juden in Grossbritannien. — Dr. Leopold Katz, Giessen: Die rechtlichen Verhältnisse der Israeliten als Religionsgemeinschaft im Grossherzogtum Hessen. — Dr. Arthur Ruppin, Berlin : Begabungsunterschiede christlicher und jüdischer Kinder. — Dr. S. Weissenberg, Elisabethgrad: Die zionistische Bewegung in Russland. — Prof. Henry iMinor Huxley : Zur Anthropologie der Samaritaner. — Leopold Ambrunn, München: Die Kriminalität der Juden in Russland. IL Statistisches Archiv. Nichtermiitelung der Konfession bei der deutschen Berufszählung von 1907. — Fürsorge- Erziehung in Preussen 1903. — Bewegung der Bevölkerung in Bayern im Jahre 1904. — Die Zahl der Juden in den Niederlanden. — Die Beteiligung der Juden am rumänischen Handel. — Rückgang der jüdischen Bevölkerung in Dänemark. — Über die kaufmännische Beanlagung der Juden. — Zur Anthropologie der osteuropäischen Juden. Nachdruck der Abhandlungen ist nur mit besonderer Genehmigung, des übrigen Inhalts nur mit vollständiger Quellenangabe gestattet. Ein Beitrag zur Statistik der Juden in Großbritannien. Von S. Rosenbaum in London. (Nack einem in der Royal Statistical Society in London gehaltenen Vortrage mit Erlaubnis des Autors in etwas gekürzter Form ins Deutsche übersetzt). 1. Der Begriff „Jude". werden, und die Anzahl der Juden, die nur Da in England bisherbei den Volkszählungen „koscheres" Fleisch essen, wiederum bedeutend niemals nach dem Religionsbekenntnis del-Ein- : geringer ist als jede der beiden vorigen Katewohn er gefragt wurde, so ist eine Schätzung! gorien. Wenn nun also sowohl eine Statistik der Zahl der Juden nur dadurch möglich, daß 1 über den Konsum an koscherem Fleisch wie einige religiöse Akte, über die, weil sie zuj über jüdische Heiraten und Beerdigungen vorgleich weltliche Bedeutung haben (z. B. Ehe-; banden ist, so ist hieraus doch kein Übereinschließungen, Beerdigungen, koschere Schlach- \ stimmender Rückschluß auf die jüdische Betungen), statistische Angaben vorliegen, zu; völkerung zu ziehen. Es muß daher der Begriff weiteren Schlußfolgerungen benutzt werden.; „Jude" in dem Sinne definiert werden, wie er Die Schwierigkeit, mit der man hierbei in \ in der vorliegenden Arbeit aufgefaßt worden erster Linie zu kämpfen hat, besteht darin, | ist. Nach einiger Überlegung bin ich zu der daß die Juden, die ..nach jüdischem Ritus j Überzeugung gekommen, daß sowohl in der heiraten", nicht gleichbedeutend sind mit denj Praxis als auch für statistische Zwecke derjenige jenigen, die in jüdischen Friedhöfen beerdigt j am zutreffendsten als Jude zu bezeichnen ist,