Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 2 (1906)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1906)
- Article
- Inhalt
- Date
- 1906-07-01
- Page
- 97 (sequence 1)
- Language
- German
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iJill. Erscheint monatlich. — Abonnementspreis — für das ganze Jahr 6 — JVL für das halbe Jahr 3,50 AL Herausgegeben vom Bureau für Statistik der Juden Berlin-Halensee, Georg Wiiheimstrasse 22. Redaktion: Dr. Arthur Ruppin. Zu beziehen durch das Bureau für Statistik der Juden, BerHn-Halensee, Georg Wilhelmstr. 22. Für die Umschiagseiten werden Inserate — vorzugsweise von Buchhändlern und Verlegern — entgegengenommen. Insertionspreis für 1 Nummer pro ganze Seite 30 Mark, pro halbe Seite 15 Mark, für 2 Nummern 50 und 25 Mark. 2. Jahrgang. Juli 1906. Heft No. 7. I X II A Ii T : (Die nicht von den Verfassern gezeichneten Artikel sind Arbeiten des Bureaus für Statistik der Juden.) I. Abhandlungen. Die jüdische Bevölkerung in Amsterdam. - Max Hirschberg, München: Der Selbstmord bei den Jnden mit besonderer Berücksichtigung- Bayerns. — Regiernngsrat Knöpfel, Darmstadt: Die jiidi-chen Mischehen im Deutschen Reich nnd die konfessionelle Erziehung der Kinder. — Dr. jur. Bruno Blau. Berlin: Der Einfluß des Antisemitismus auf die Gestaltung der Krimlnalstatistik. II. Statistisches Archiv. Jahresbericht des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes. — Die Zahl der Juden in Leipzig. — Todesursachen der Christen und Juden in W en im Jahre 1903- — Die Schulen der Alliance Israelite Universelle. — üeber anthropologische Messungen an den Juden in der Oase Mza'». Nachdruck der Abhandlungen ist nur mit besonderer Genehmigung, des übrigen Inhalts nur mit vollständiger Quellenangabe gestattet. Die jüdische Beoäili Über die Juden in Amsterdam brachten wir bereits vereinzelte ISTotizen in Heft VI. und VIII. des ersten Jahrgangs dieser Zeitschrift Auf Grund des neuesten (8. Jahrgangs) des Statistisch Jaarboekder Gemeente Amsterdam (Amsterdam 1905), in welchem das Amsterdamer statistische Bureau neu aufgefundenes Material für frühere Perioden verwertet, sind wir in der Lage, unsere Angaben teils durch ältere Daten zu vervollständigen, teils durch neuere zu ergänzen. Die Angaben über die Amsterdamer Juden haben insofern ein besonderes Interesse, als diese Stadt wohl die einzige in der Welt ist, in der die jüdische Bevölkerung überwiegend oder mindestens zu einem sehr erheblichen Teile dem Fabrikarbeiterstande angehört, da die Arbeiter in der Diamantschleifindustrie, die in Amsterdam ihr Zentrum für die ganze Welt hat, vornehmlich Juden sind. Obwohl die genaue Zahl der in den Diamantschleifereien beschäftigten Juden nicht feststeht, läßt sich schätzungsweise soviel sagen, daß die Zahl sicher hinter 10 000 nicht viel zurückbleibt, wenn nicht noch darüber hinausgeht, sodaß einschließlich der Frauen und Kinder 30 000—40 000 Juden, d. h. 1/2—2U aller Juden in Amsterdam von dieser Industrie leben. rung in ämMam. Tabelle I. gibt die Zahl der Juden in Amsterdam seit dem Jahre 1796 an. Danach ist Tabelle I. Es betrug die Zahl der Juden in Amsterdam im Jahre niederl. Juden portug. Juden zusammen in % der Ges.-Bevölk. 179G 20 749 2800 23 549 11,74 1809 18 920 2534 21454 10,64 1812 16 882 2423 19 305 9,94 1815 15312 2394 17 706 9,83 1826 18 978 2520 21498 10,70 1829 18 962 2625 21 587 10,64 1819 22 407 2749 25 156 11,23 1859 24 029 2696 26 725 11,08 1869 26 743 3009 29 952 11,32 1879 37 018 3300 40 318 12,71 1889 49 946 4533 54 479 13,35 1899 54 166 4899 59 065 11,56 die Zahl in den ersten 20 Jahren, d. h. in der Zeit der politischen Umwälzungen in Frankreich und dem übrigen Europa, absolut und relativ zurückgegangen. Der relative Rückgang wäre noch stärker, wenn nicht auch die christl. Bevölkerung Amsterdams in jener Periode abgenommen hätte. Von 1815 ab setzt ein langsames Anwachsen der jüdischen Bevölkerung ein, doch ist erst im Jahre 1849 der alte Stand vom Jahre Udo wieder erreicht. Seit 1849 wird das Anwachsen dann ein stärkeres; vergleicht man