Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 2 (1906)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1906)
- Article
- Die Einwanderung von Juden in die Vereinigten Staaten im Jahre 1904/05
- Date
- 1906-05-01
- Page
- Seite 79 (sequence 3)
- Language
- German
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— 79 - 1460 Bäcker 1219 Kunsttischler 1016 Klempner 1009 Hut- und Mützenmacher, während die anderen Berufe weniger als 1000 Berufszugehörige zählten. Zu den Angehörigen verschiedener Berufe stellten das stärkste Kontingent die Tagelöhner mit 8159 Personen, denen sich 8000 Bedienstete und Dienstmädchen sowie 4596 Händler und Makler anschließen. Der Einwanderungsbericht giebt schließlich, um den Prozentsatz an ungeeigneten Elementen unter den Einwanderern jeder Nation festzustellen, Angaben darüber, wieviel Ausländer sich in den Gefängnissen, Irrenanstalten und Armenhäusern der Vereinigten Staaten befanden. In solchen Anstalten befanden sich im ganzen 2765 6 % Juden und zwar 1669 Männer und 1096 Frauen* 1206 darunter waren unter 21 Jahre, 1559 über 21 Jahre alt. In Gefängnissen waren wegen leichter Delikte 170, wegen schwerer Delikte 389, zusammen also 559 Juden, die damit 6 % aller Insassen ausmachten. Juden in Irrenanstalten gab es 932 5 % der Insassen, in Armenhäusern 1274 8 % der Insassen. Da der Prozentsatz der Juden unter der Gesamteinwanderung in den letzten 5 Jahren 11,2 % betrug, so bleibt ihre Zahl in den genannten Anstalten in erfreulicher Weise erheblich hinter dem Durchschnitt zurück. Statistisches Archiv, Berlin. Ueber Unterhaltungs- und Verpflegungskosten in jüd. und christlichen Krankenhäusern bringt die neue Zeitschrift für „Soziale Medizin, Medizinalstatistik, Arbeiter Versicherung, soziale Hygiene und die Grenzfragen der Medizin und Volkswirtschaft etc." einen Aufsatz Prof. Dr. Buttstädts: „Die Betriebskosten der öffentlichen Heilanstalten und die Verpflegungssätze für Kranke." Da unter den angegebenen Heilanstalten auch vier jüdische sich befinden, seien die Daten, die Guttstadt über dies8 letzteren bringt, hier zusammengefaßt: 1903 Gesamt- Zahl der S bß 'S Ä Verpfle- Kranken¬ C2 Ö © -u> © © 9 . CD <~ bß « g co B O bß gungskost:Dsatz} häuser ausgabe Bettei erpfleg äs Cu «o bD CD C2 > Ö Selbstk Verpfle der verlaDgt wird Jt. > bD Jt Jt. 1. Berlin: Krankenhaus d. jüd. Gemeinde 218762 157 1689:53840 4,06 2,50 2. Breslau: Israelit. Anstalt (Fränckelsches Hospital) 55582 50 52214575 3,81 0,40 3. Cöln; Israelitisch. Asyl f. Kranke u. Altersschwache 66000 44 571112486 5,29 1,50-2,00 4. Posen: Jüd. Kranken - u. Siechenhaus 69000 55 40044647 4,71 1,40—2,00 Zum Vergleich seien aus der Tabelle, die die Ziffern von 192 nichtjüdischen Krankenhäusern bringt, die entsprechenden Ziffern der 5 städtischen Krankenhäuser Berlins hervorgehoben: Ge¬ Zahl der a bc *© 5 Verpfle- Städtische e © ö v; S) - c. gungs- Krankensamt¬ CS pflegte; o bß kostensatz, häuser in aus - gäbe ette <c -5 Cm OJ sbß © ö > S <p & ~k ® der verlangt wird Berlin pq © Jt. > bß Ut. Jt. Friedrichs¬ \ hain 987288 940111286 298787 3,30 2,2,50 u. 3 Moabit 983091 9351 9984 282201 3,48 r. Urban 744440 712! 9261 286084 3,15 9 Gitschinerstr. 141591 1521 1905 48106 2,94 „ Kaiseru.Kai- 1 serin Friedrichs-Kinder¬ 1 krankenhaus 138369 240! 2734 58770 2,35 „ Bs ergibt sich bei Nebeneinandersteliang der zwei letzten Kolumnen von beiden Tabellen: der Durchschnitt der Selbstkosten für einen Verpflegungstag — ohne Verzinsung des Anlagekapitals — ist bei den 4 jüdischen Krankenhäusern . . 4,47 M. „ , 5 nichtjüd. „ . . 3.04 „ Der Durchschnitt des verlangten Verpflegungskostensatzes ist bei den 4 jüdischen Krankenhäusern . . 1,58 M. „ „ 5 nichtjüd. „ . . 2,50 „ Geschäftsbericht des Hüfsvereins Deutschland. der Deutschen Juden für 1005. Der Hilfsverein hat sich in den wenigen Jahren seines Bestehens zu einem der größten