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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1906-03-01 · Heft 3 (März 1906) · p. Seite 47

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
2 (1906)
Issue
Heft 3 (März 1906)
Article
Bewegung der jüdischen Bevölkerung in Berlin im Jahre 1904
Date
1906-03-01
Page
Seite 47 (sequence 1)
Language
German
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47 - Statistisches Archiv, "" %m ~ Bewegungder jüdischen Bevölke- Berlin, jj rung in Berlin im Jahre 1004. Nach dem Statistischen Jahrbuch der Stadt Berlin (29. Jahrgang, Berlin 1905) waren im Jahre »901 in Berlin 1488 Geburten aus rein jüdischen Ehen (darunter 30 Totgeborene) und 8v uneheliche Kinder (mit 2 Totgeborenen) von jüdischer Mutter zu verzeichnen. Kinder aus Mischehen mit jüdischer Mutter gab es 87 (darunter 2 Totgeborene), mit jüdischem Vater 134 (darunter 3 Torgeborene'. Unter Zugrundelegung der bei der Volkszählung 1900 festgestellten Zahlen für die christliche und jüdische Bevölkerung in Berlin entfielen daselbst im Jahre 1904 auf 1000 Christen 27,30 Geburten, auf 1000 Juden dagegen nur 17,02. Somit hat die jüdische Bevölkerung in Berlin eine noch geringere Geburtenziffer als die jüdische Bevölkerung in ganz Preußen, bei der sie in demselben Jahre 18,71 betrug'. Rechnen wir die Geburten aus Mischehen je zur Hälfte den Christen und Juden zu, so betrag unter den gesamten 1570 jüdischen Geburten die Zahl der Totgeburten 34 (=" 2,16 °/0), wogegen bei den Christen" auf 100 Geburten 3,65 Totgeburten entfielen. Uneheliche Geburten kommen bei den Juden verhältnismäßig; dreimal seltener vor als bei den Christen (5,55 gegen 16,70 %). Es starben im Jahre 1904 in Berlin: Christen Juden männlich.; weiblich männlich i weiblick unter 15 Jahren über 16 Jahre . 7 404 9 467 6 135 9 189 140 j 109 532 447 Summa . 16 871 15 324 672! 556 :;;j Ueber die Einkommens- und Be« Batien jj Steuerungsverhältnisse im Gross- ±-^=========^ Herzogtum Baden brachten wir in No. Vi des 1. Jahrgangs eine tabellarische Uebersicht für die Jahre 1895-1903, die wir durch nachfolgende Angaben für 1904 und 1905 (mit Wiederholung der Zahlen für 1903) auf Grund des 35. Jahrgangs des Statistischen Jahrbuchs für das Großherzogtum Baden ergänzen. Für die Kirchensteuer der einzelnen Konfessionen standen zur Verfügung: Unter je 1000 Christen starben 17,12, unter je 1000 Juden nur 13,32; die Gestorbenen unter 15 Jahren machten bei den Christen 42,05 %. bei den Ju/«en dagegen noch nicht die Hälfte, nämlich 20.28 % aller Gestorbenen aus. Eheschließungen fander statt 029 zwischen jüdischem Mann und jüdischer Frau 151 „ „ „ christlicher „ 95 „ christlichem „ „ jüdischer Von den 151 christlichen Frauen, die Mischehen mit Juden eingingen, waren 120 evangelisch, 12 katholisch, 10 dissidentisch; von den 95 christlichen Männern, die Jüdinnen heirateten, waren 83 evangelisch, 11 katholisch und 1 dis?identisch. Im ganzen heirateten hiernach unter je 100 heiratenden jüdischen Männern 19,4 (also etwa jeder fünfte) und unter je 100 heiratenden jüdischen Frauen 13,1 einen nichtjüdischen Ehegatten. Unter 1376 Ehescheidungen, die im Jahre 1904 in Berlin stattgefunden haben, betrafen 49 Ehen zwischen jüdischen Ehegatten, 11 Mischehen mit christlichem Mann und 8 Mischehen mit christlicher Frau. | Kapitalien, die der Kapital- Kapitalien, die der ver- GefäUn. Gewerbesteuer »pscMagtes LmKommen, unterlegen das der , Jahre j x -------:- Einkoinmenj i'entensteuer a) der 0rt5. •■ b) derAlls. steaer | unterliegen vrohner; wärtigen unterliegt {■1903 85530269D 1033801940 84865720 136029200 1904 88 ü 17160 1062767630:83670900 143788925 1905 H22911030 1093492140 84S0G310:152628620 gf 1903l536408820 127107(1720 799125?0:114255325 19j4|553502330 1289o5Ö?6o 80903630420298635 y 1905l57r>956S50:130826764o;8:i457190 12673^910 T<^löÖ5t^ 25786150 1904 173750250: 161319160' 9139340: 26729230 1905 171179720 166837780,10432640 28480280 Es wuchs also vom Jahre 1903 bis zum Jahre 1905 das steuerpflichtige Kapital-Vermögen Das steuerpflichtige Einkommen bei den ■ von auf um °/o um o/0 Evansce- iischen 1 973 970 350 | 2 1.01 209 480 Katho- : liken . 1 887 392 120; 1 967 681 680 Juden . 320 345 850; 348 450! 40 6,45 4,26 8,72 12,20 10,92 10,44 Das Kapital - Vermögen steigerte sich darnach am stärksten bei den Juden, das Einkommen am stärksten bei den Evangelischen. - ====- j^|e ^aiii der Juden in Frank» i Frankfurt a. M. jj fürt &9 M. betrug am 1. Dezember ±—=1=====^ ]_9Q5 r.ach den vom Statistischen Amte der Stadt Frankfurt herausgegebenen kurzen Mitteilungen aus den Hauptergebnissen der Volkszählung vom I.Dezember 1905 23 552 iregen 21 974 im Jahre 1900. Damit sank der Anteil der jüdischen an der Gesaratbevölkerung, welche in diesen 5 Jahren von 288 989 auf 334951 gestiegen ist, von 7,60% auf 7,03%. Die Gesamt - Bevölkerung hat sich von 1900 bis 1905 um 15,90%, die Christen um 16 62 0 0J die Juden aber nur um 7,18 % vermehrt. Sowohl absolut wie relativ wohnen die Juden am zahlreichsten im Stadtteil „Oestliche Außenstadt wo sie mit 4809 Speien 254 % aller hier Wohnenden ausmachen: in der nordöstlichen Außenstadt wohnen 3801 Juden, bilden aber nur 8,5 % der dortigen Einwohner, ferner sind sie noch in den

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