Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 2 (1906)
- Issue
- Heft 3 (März 1906)
- Article
- Die Juden in den Vereinigten Staaten
- Date
- 1906-03-01
- Page
- Seite 34 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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34 — in der höheren Klasse reisten und in den obigen Zahlen nicht enthalten sind. Ebenso schließen die Zahlen die Personen, die über Canada kamen, nicht ein. Unter Berücksichtigung der natürlichen Zunahme kann die jüdische Bevölkerung gegenwärtig nicht viel unter 1 700 OOü betragen. Die 250 000 Jaden, die im Jahre 1877 in den Vereinigten Staaten als vorhanden anzunehmen sind, würden während dieser Zeit durch natürliche Zunahme, auf 400 000 angewachsen sein, und die 1 000 000, die seitdem eingewandert sind, müssen sich um wenigstens 200,000 vermehrt haben, wenn man mit einer durchschnittlichen Bevölkerung von 400 000 Eingewanderten während der letzten 25 Jahre rechnet. Die Veränderung der Bevölkerung innerhalb der letzten 30 Jahre kann wie folgt geschätzt werden: Einfceimisclie Eingewanderte Insgesamt (1877; (1881—1905) Gezählte Anzahl 250 000 1 000 000 1 250 000 Sterbefälle . . 100 000 150 000 250 000 Geburten. . . 250 000 350 000 600 000 Zunahme ... 150 000 200 000 350 000 im Ganzen . , 400 000 1 200 000 1 600 000 in Amerika geb. 350 000 300 000 650 00C Obige Schätzung ist durchaus vorsichtig. Die Vermehrung der Eingewanderten z. B., die zu 1,02 per Jahr auf eine durchschnittliche Bevölkerung von 400 000 gerechnet ist, würde sich nach geometrischer Progression fürfünf undzwanzig Jahre auf 1,66 stellen (= 1,02 in die 25. Potenz erhoben). Dies würde eine Zunahme von 266 000 an Stelle der von uns angenommenen von 200 000 bedeuten. Ebenso würde, wenn man mit einer Vermehr imgszifler von 1,02 für die 250 000 jüdischen Einwohner des Jahres 1877 rechnet, diese Zitier auf 1,78 steigen (1.02 in die 28. Potenz erhoben), und demnach würde während der achtundzwanzig dazwischen liegenden Jahre der Zuwachs ziemlich 200 000 anstatt, wie geschätzt, 150 000 betragen. Wenn man mit diesen Ziffern rechnet, so würde die Gesamtanzahl für die Vereinigten Staaten jetzt (1905) nicht nur 1 600 000, sondern 1 700 000 sein, wovon 750 000 im Lande geboren sein wurden. II. Verteilung. Die Juden sind ungleich in den Einzel-Staaten verteilt. Das ist die Folge davon, daß eine große Anzahl der an der Atlantischen Küste Gelandeten aus verschiedenen Gründen in den östlichen Staaten geblieben ist. Es ist jedoch ein Irrtum anzunehmen, daß alle Eingewanderten in den Städten bleiben, in welchen sie landen. Abgesehen von den Bestrebungen solcher Institute wie der Agricultural Aid and Hemoval Society gehen viele Einwanderer aus eigenem Antriebe in's Binnenland. Es ist z. B. registriert, daß von den 830 017 Juden, die während der Jahre 1885 bis 1905 nach New York kamen, 227 523 die Stadt in demselben Jahre wieder verließen, in dem sie angekommen waren. Die folgende Zusammenstellung gibt eine üebersicht über die Zahl der Juden in den wichtigsten Staaten und den mehr als 1000 Juden zählenden Städten, in jedem Staate unter Angabe der Zeit der Niederlassung, soweit sich diese feststellen läßt. Die Zahlen der Juden beruhen auf der Schätzung vom Jahre 1877 und den in den Artikeln über die verschiedenen Staaten in der Jewish Encyclopedia enthaltenen Angaben. Beides sind Schätzungen und können daher leicht etwas höher gegriffen sein als in Wirklichkeit, doch jede ist unvollständig, und es ist wahrscheinlich, daß die Un¬ Vollständigkeit die Ueberschätzung ausgleicht. 1877 1905 Alabama..... 2 045 7 000 Birmingham. . . . 20 1400 Montgomery (1852) . 600 1000 Sheffield (1884) . . 3 000 Arkansas ..... 1466 3 085 Little Rock (1838) . 1000 California..... 18 580 28 000 San Francisco (1849) 16 000 17 000 Colorado..... 422 5 800 Denver (1858) . . . 260 4 000 Connecticut .... 1 492 8 500 Hartford (1843) . . 2 000 New Häven (1770) . 1000 5 500 District Columbia 1508 3 500 Washington .... 1375 772 3 000 Georgia...... 2 704 7 000 Atlanta (1846) . . . 110 2000 Savannah (1733) . . 603 1500