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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1905-10-01 · Heft 10 (Oktober 1905) · p. Seite 16

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
1 (1905)
Issue
Heft 10 (Oktober 1905)
Article
Frequenz der höheren Knabenschulen in der Bukowina
Date
1905-10-01
Page
Seite 16 (sequence 1)
Language
German
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—- z Frequenz der höheren Knaben= | Bukowina. Ii schulen in der Bukowina. Nach ^er ^Bukowinaer Post" vom 13. August 1905 waren im Schuljahr 1904/05 jüdische Schüler vorhanden: im I. Staatsgymnasium in Czernowitz......... 475 =- 60% aller Schüler in dessen Filiale ....... 107 33°/0 „ im IL Staatsgymnasium . 173 26°/0 „ „ in der Realschule...... 356 64°/0 „ im Gymnasium in ßadautz 203 55 % » „ Sereth 202 55% „ in Suczawa 191 30% » in allen Schulen. 1707 46% aller Schüler Schüler mit deutscher Muttersprache gab es an den genannten Schulen insgesamt 2302; die 1707 jüdischen Schüler, die fast ausnahmslos deutsch als Muttersprache sprechen, stellen also zu den deutschen Schülern das hei weitem überwiegende Kontingent; nicht weniger als 74,15% der deutschen Schüler sind Juden. Schulbildung in Victoria (Australien). Yietom.:: y0n dem im Jahre 1901 gezählten Personen zwischen 5 und 15 Jahren konnten "bei den "bei der Juden Gesamtbevölkerimg lesen und schreiben...... 88,37% 85,27% nur lesen............. 4,82% 4,73% weder lesen noch schreiben . 6,81% 10,00% Bei den Juden ist demnach die Elementarbildung mehr verbreitet als bei der übrigen Bevölkerung. Dr. A. Eckstein: Der Kampf der Juden um ihre Emanzipation in Bayern. Auf Grund handschriftlichen Quellenmaterials. Fürth i. B. 1905. Verlag v. G. Rosenberg. Preis: 2,40. Der Bamberger Rabbiner Dr. Eckstein wollte in dieser Arbeit nicht die Geschichte der Emanzipation der Juden in Bayern schreiben, sondern, wie er im Vorwort ausführt, lediglich Materialien zu einer solchen liefern. Diese allzugroße Bescheidenheit des Verfassers muß entschieden bedauert werden, da er mit Aufwand von wenig Mühe die Gesetzgebung und die Landtagsverhandlungen hätte heranziehen können, wodurch seine Arbeit einen weit geschlosseneren Charakter erhalten hätte. So enthält sein Buch neben manchen interessanten Bemerkungen, die auf eine gründliche Queilenkenntnis schließen lassen, zu einem guten Dritteil weitschweifige Bittschriften von Gemeinden und hochstehenden Persönlichkeiten, die alle auf den gleichen Ton gestimmt sind. Hier hätte sich der Verfasser, trotz seines ersichtlichen Bestrebens, zeitgenössisches Material beizubringen, nicht abhalten lassen dürfen, das Wesentliche vom Unwesentlichen zu scheiden und vor allem die ständig wiederkehrenden Jeremiaden über § 12 des Edikts von 1813, sowie die Zurückweisung antisemitischer Suppositionen auf ein Minimum zu be- | schränken. | Trotz dieser Weitschweifigkeiten haben wir es I hier mit einer tüchtigen Arbeit zu tun, und es wäre I zu wünschen, daß der Verfasser selbst in Bälde I seine „Vorarbeit" zu einem umfassenden Werk aus-; baut. Ein großes Verdienst um die jüdische Statistik : könnte er sich dabei erwerben, wenn er die statisti- : sehen Untersuchungen über jüdische Verhältnisse, : die zu Anfang und im Laufe des 19. Jahrhunderts | noch öfters gemacht wurden, in den Rahmen seiner | Ausführungen zöge; denn, wie aus einzelnen Stellen; zu entnehmen ist, scheinen ihm auch in dieser Be- I Ziehung teilweise noch wenig bekannte Bearbeitungen I zur Verfügung zu stehen. Rudolf Wassermann. Eingesandt. Vom Zentralbureau der Zionistischen Vereinigimg für Deutschland geht uns die Mitteilung zu, daß der Artikel „Zum Stande der Zionistischen Bewegung" in der vorigen Nummer der Zeitschrift insofern eine Unrichtigkeit enthält, als die Kinn ahmen der zionistischen Partei von 130 218 K, Schekelb ei trägen sich nicht auf zwei Jahre, sondern nur auf das eine Jahr vom 1. Juli 1904 bis 30. Juni 1905 bezieht und daß die Zahl der Schekelzahler unter Hinzurechnung der nachträglich noch eingegangenen 30 000 Fr es. Schekelbeiträge in diesem Jahre also 160 000 betrage. Wir bringen diese Angabe, die aus dem in der ,,Welt" abgedruckten Referate nicht zu entnehmen war, mit bestem Dank an das Zentralbureau zur Kenntnis unserer Leser. Für die Redaktion verantwortlich: Dr. Artlinr Kupp in, Charlottenburpr. — Verla? des Bureaus für Statistik der Juden, Halcnsec. — Druck vor» iL Boll, Berlin.

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