Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 1 (1905)
- Issue
- Heft 8 (August 1905)
- Article
- Die jüdischen Schüler in den österreichischen Mittelschulen
- Date
- 1905-08-01
- Page
- Seite 14 (sequence 2)
- Language
- German
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14 Bs waren im Schuljahr 1901/02 in den insgesamt darunter Juden in i in absolut.; °/0 aller Zahlen j Schüler Gymnasien und Realgymnasien ........ 09 742 9289 13,3 Realschulen.......... 35 843 5127 14.3 Lehrerbildungsanstalten . . 8 751 154 1,8 L ehr eri nn e n b i 1 d ungs - anstaiten........... o 107 112 2.0 Handelslehranstaiten .... 25 567 4010 18.2 Gewerbeschulen....... 8 S>25 413 <6 Fachschulen für einzelne gewerbliche Zwecke . 9 534 259 2,7 allgemeinen Eandwerkerschulen..... ...... 102 872 2783 2,7 schulen ins Auge, so ergibt sich für die wichtigsten Kronlander das in der folgenden Tabelle dargestellte Resultat. Berechnet man, wieviel jüd. Schüler von Gymnasien, Realgymnasien und Realschulen auf je 1000 jüdische und je 1000 christliche Einwohner entfallen, so zeigen sich für die einzelnen Kronländer erhebliche Unterschiede, indem von solchen Schülern auf je 1000 Einwohner: bei den bei den Juden Christen in Ni e d eröste j Tei ch (in i t Wi en ) 22,23 4,23 in Böhmen..... 96 3.87 in Mähren...... . 40;29 5,64 in Schlesien..... . 38,20 4,31 in Galizien . . . . . . 5,31 2,70 iii der Bukowina . 14,92 2,93 entfallen. Am stärksten übertreffen hiernach die Juden inbezug auf den Besuch der genannten Schulen die Christen in Mähren, Schlesien und Böhmen, cl. h. in den Landesteilen mit relativ wohlhabender jüdischer Bevölkerung, am geringsten in Galizien mit seiner armen jüdischen Bevölkerung. Für Galizien ist allerdings — abgesehen von der Armut seiner jüdischen Bewohner — noch deren auf religiösen Gründen beruhende Abneigung gegen den Besuch von Schulen mit überwiegend profanen Unterrichtsgegenständen in Rechnung zu ziehen. Die Ziffer für Galizien ist so gering, daß bios die benachbarten und ebenfalls noch zu einem großen Teil orthodoxen Juden der Bukowina fast dreimal soviel Kinder auf die Gymnasien und Realschulen entsenden als die Juden in Galizien. Bemerkenswert ist ferner, daß in Böhmen und Mähren die Gymnasien, Realgymnasien und Realschulen mit deutscher Unterrichtssprache viel stärker besucht werden als diejenigen mit cechosla vi scher Unterrichtssprache. Ein Mangel der österreichischen Schulstatistik ist, daß sie nicht auch die Konfession der Schüler in den niederen Schulen angibt, und an demselben Mangel leiden die Angaben über die Zahl der Kinder, welche an sich der gesetzlichen Schulpflicht unterliegen, aber trotzdem keine Schule besuchen. Die amtliche Statistik gibt nur an, daß die Zahl dieser Kinder (aller Konfessionen zusammen genommen) in ganz Oesterreich 329 677 beträgt. Nicht weniger als 282 061 dieser Kinder entfallen auf Galizien, 15 451 auf die Bukowina. it« \ hi ir' i ia fcie^TÜs'rr^irh Köhlen Böhmen Schuljahr 1901:02 si f deutsche feech. siav. 1 (mitnier) } Schalen) Schulen) besuchten aie [ ....... _____ j _; | Christ. i Jg<!('ii j Christ. Juden| C(uist " JÜden in Mähren (deutsche Schulen) Christ.! Juden in .Mähren (eeeh.-slav. Schul cd) Cürist. Jiui. in Schlesien Christ. Juden in Galiziea Chriet.; Juden in Bukowina Christa Juden Gymnasien . . Realgymnasien Realschulen . . 0 177 j 1808 J 4319 i! 01SI 0 359 1 291 1 304 i 82 j 231 I 241 2 311 1 103 4 904 i 1540 | 2997; 900 j 7 871! 279 2485 Sl0 3070 ' 851 4787; 75 j 1573 210 3171! 47 11306 242 15 433 350S 2130 804 1674 1112 184 323 Summa 12 145 : 3490 j 7547 11948!t0 541 073 5341 4003 7958 ,122 j 2879; 458 17 503; 4312 1858 1435