Mannheim
Compact Memory

Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1905-07-01 · Heft 7 (Juli 1905) · p. Seite 16

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
1 (1905)
Issue
Heft 7 (Juli 1905)
Article
Die Auswanderung aus Oesterreich nach den Vereinigten Staaten
Date
1905-07-01
Page
Seite 16 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2650397-3187624-3187632-3188316--0306-3188345
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

- 16 — kurze Zeit (etwa zum Besuch oder zur Abholung von Verwandten) nach Europa zurückgekehrt waren und wieviele nach den Vereinigten Staaten zurückgekehrt sind, nachdem sie in Europa vergeblich ihr Glück versucht hatten. Nach der Höhe der mitgebrachten Geldmittel stehen am höchsten die Deutschen, von denen jede Person mit eigener Kassaführung 51,38 Dollars besaß, am niedrigsten die Polen (12,30 Dollars), die Juden stehen mit 20,43 Dollars auch hier etwa in der Mitte. In Wirklichkeit ist jedoch ihre Stellung ungünstiger, weil auf jede Person mit eigener Kassaführung bei ihnen mehr Angehörige und Kinder entfallen als bei den anderen Nationalitäten. Ueber die wichtige Frage, wieviel von den Einwanderern nicht in die Vereinigten Staaten hineingelassen, sondern von den Einwand er uugsbehörden zurückgewiesen sind, und über die Gründe der Zurückweisung unterrichtet Tabelle IV. Von den Juden sind hiernach 9,4 pro Mille aller Ankommenden zurückgewiesen worden — eine sehr hohe Zahl, die nur von den Rumänen (Bulgaren, Serben, Dalmatinern usw.) mit 11.6°/ot) noch übertrofien wird. Der Grund für die Zurückweisung war bei den Juden in 75,5% aller Fälle Mangel an Subsistenzmitteln, in 21,1% aller Fälle des Behaftetsein mit einer ansteckenden Krankheit, in 3,4°/0 aller Fälle ein sonstiger Grund. Statistisches Archiv. Zahl der Ehen in Baden. In Baden Baden. : waren am 1. 12. 1900 4421 ortsan- -- wesende j iidischeEhepaare und 208416 sonstige ortsanwesende Ehepaare vorhanden. Läßt man die (statistisch nicht nachgewiesenen, aber au Zahl jedenfalls sehr unerheblichen Mischehen) zwischen Juden und Christen außer Betracht, so entfallen von der am 1.12. 1900 gezählten Bevölkerung auf jede besteheude Ehe bei den Juden 5,91, bei den Christen 6,26 Personen. (Statist. Jahrbuch für das Großhcro^t. Baden 1003. Karlsruhe 1904.) Elsaß-Lothringen. Frequenz der Universität Strassburg. An der Universität Straßburg waren im Winter- Semester 1898/99 unter 1078 Studierenden 94 Juden, von denen 79 aus Deutschland, 15 aus dem Auslande stammten. Der Fakultät nach entfielen: Christen darunter; [ l darunter Ausji Juden i Ausländer;! i länder auf die theolog. FakuK. 73 „ „ Jurist. „ f; o20 ■ 14 Ii 12 „ modizin. „ Ii 275 i 31 I 52 , „ Philologie ... |! 133 j 9;j 11 „ Mathematik und m ' Naturwissenschaft. . ji 183 j 16 jj 19 10 Sa. Ii c 984 70 94 15 Bemerkenswert ist hierbei, daß von den Juden mehr als die Hälfte, von den Christen nur ein Viertel Medizin studierten, während nur ein Vs aher Juden, aber Vs aller Christen sich der Jurisprudenz zugewandt hatten. (Statist. Handbuch für Elsaß-Lothringen. Jahrgang 1902. Straßburg 1902.) n------- _ Berufsgliederung der Juden Neu-SÜdwales. in Neu-Südwales. Nach den ---- —Ergebnissen der Volkszcählung von 1901 waren von den 6447 gezählten Juden 3416 (988 männliche und 2428 weibliche) berufslose Angehörige von erwerbstätigen Personen. Diese letzteren zählten demnach 3031 Personen (2462 männliche und 569 weibliche) und waren ihrem Berufe nach beschäftigt: mätnil. weibl. Verwaltung, Rechtspflege, Polizei...... Kirche, Erziehungswescn, öffentliche Gesundheitspflege ... .......... Häusliche und persönliche Dienste .... Bankiers und Grundstückseigentümer. . . Handel mit künstlerischen u.mechanischen Produkten.................... Handel mit Textilu. Bekleidunsrsstoft'en „ „ Nahrungs- und Genußmitteln 9 aninial.u.vegetabil. Rohstoffen „ Mineralien............. Sonstige Handelszweige............ Spekulanten.................... Transport von Gütern und Personen . . - Kunstgewerbe................... Textil- und Bekleidungsindustrie..... Nahrungs- und Genußmittelindustrie . . . Bergbau und Metallindustrie......... Bau von Häusern, Wegen u. Eisenbahnen Ackerbau und Viehzucht............ Rentiers....................... Unterstützung aus öfientl. und privaten Mitteln.................... in Gefängnissen................. In sonstigen Berufen.............. Ohne Angabe................ - 46 134 94 168 147 209 171 28 34 514 33 58 129 353 67 43 3f> 52 52 48 9 25 12 0 88 92 26 21 39 19 4 3 35 0 2 6 113 9 0 0 1 86 21 0 2462 569 (Hebrew Standard. Sydney. 10. März 1905.) Für die Redaktion verantwortlich: Dr. Arthur Ruppin, Charlottenburg. — Verlag des Bureaus für Statistik der Juden, Halensee. — Druck von R. Boll, Berlin.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.